© Verleih

News
11/13/2018

Wirklich alle Marvel Superhelden-Filme im film.at-Ranking: 10 bis 1

Von "Iron Man" bis "Deadpool": Das sind unsere Top-10 der Marvel-Superhelden-Filme – gereiht vom schlechtesten zum besten!

Hier geht's zum ersten Teil (52 bis 31) mit einer kurzen Begründung der Unterscheidung zwischen "Marvel Cinemtatic Universe"-Filmen (MCU) der Marvel Studios (Disney) und Filmen anderer Hollywood-Studios. Und hier geht's zu den Plätzen 30 bis 21 sowie 20 bis 11.

 

10. Captain America: Civil War (2016)

The First Avenger: Civil War

Die "Flughafen-Szene" im dritten "Captain Amercia"-Film ist – noch mehr als die "Quicksilver-Szene" in "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" – eine Offenbarung für jeden Superhelden-Fan. Der Schurke war auch in diesem Marvel-Film eher flach. Aber genau solche spektakulären Mann-gegen-Mann-Kämpfe wie am Flughafen sind das Nonplusultra von Superhelden-Comics und ihrer Verfilmung. Die Massenschlachten von Superhelden gegen Aliens (Avengers), Roboter (Age of Ultron) oder zuletzt Zombies (Thor 3) haben einfach ausgedient.

 

9. X-Men (2000)

Der erste "X-Men" von Bryan Singer markiert den Beginn der Ära der Superhelden als Kino-Blockbuster. Die Einführung der Charaktere gelingt nicht nur als Team, sondern Singer etabliert auch einzelne Charaktere wie Charles Xavier, Magneto und Mystique als populäre Kinofiguren. Wolverine wird sogar zu einer neuen Ikone des Action-Kinos und zur Paraderolle für Hugh Jackman. "X-Men" setzt erstmals neue Maßstäbe im Superhelden-Genre, die später von "Spider-Man", "The Dark Knight" und "Avengers" auch kommerziell in schwindelerregende Höhen getrieben werden.

 

8. The Avengers (2012)

The Avengers

"Avengers" war der beeindruckende Kickstart für das populärste Superhelden-Team im Marvel-Universum und hat vor allem beim kommerziellen Erfolg neue Höhen erklommen. Der erste "Avengers"-Film hatte beides, klassische Mann-gegen-Mann-Kämpfe (wenn auch nicht so spektakulär wie in "Civil War") und die Massenschlachten als Showdown (nur waren sie damals noch neu). Und nicht zu vergessen – Hulk vs. Loki: Bam! Bum! Bäng! Mickriger Gott!

 

7. X2: X-Men United (2003)

In seinem zweiten "X-Men"-Film kann Bryan Singer schon mit einem eingespielten Team von bekannten Charakteren arbeiten. Und auch der Schurke William Stryker ist diesmal besser (ähnlich wie auch bei "Spider-Man 2"). "X-Men United" ist aus unserer Sicht daher der beste Film aus der ersten "X-Men"-Trilogie.

 

6. Spider-Man: Homecoming (2017)

Spider-Man: Homecoming

Mit "Homecoming" lieferte Marvel einmal mehr den Beweis, dass es die eigenen Helden einfach am besten versteht. Zwar war schon Andrew Garfield eine wesentlich bessere Besetzung für Peter Parker als Tobey Maguire. Aber der jugendliche Zugang, den Marvel mit Tom Holland gewählt hat, ist wie eine Frischzellenkur für Spider-Man im Kino. Und endlich ein glaubwürdiger Schurke, der nicht schon wieder Verlusttraumata durch übertriebene Rachegelüste kompensiert. Nein, Michael Keaton als "Geier" geht's nur ums Geld.

 

5. X-Men: First Class (2010)

"X-Men: Erste Entscheidung" (so der unpassende deutsche Titel) ist ein Prequel zur ersten "X-Men"-Trilogie, das hauptsächlich im Jahr 1962 spielt – zur Zeit der Kuba-Krise. Sebastian Shaw und der Hellfire Club haben die Konfrontation zwischen USA und Sowjetunion heraufbeschwören. Der junge Charles Xavier stellt sich der gefährlichen Intrige gemeinsam mit Moira MacTaggert und einer ersten Gruppe von jungen Mutanten (daher der englische Titel: First Class) entgegen. Im Film ergeben sich zahlreiche Widersprüche zu den ersten drei Filmen, die dann später durch die Zeitreise-Story von "X-Men: Days of Future Past" zum Großteil ausgebügelt werden. "First Class" bietet nicht nur beeindruckende Actionszenen, sondern ist auch eine intelligente Frischzellenkur für das "X-Men"-Franchise im Kino mit hervorragender Besetzung und cooler Story.

 

4. Iron Man (2008)

Iron Man

" Iron Man" war der Beginn des Siegeszuges der Marvel-Helden im Kino. Und das hat einen guten Grund: Die Geschichte ist einfach eine wirklich gut gelungene Originstory für den bis dahin nicht unbedingt populärsten Marvel-Helden. Der Film hat alles was ein guter Superhelden-Film braucht: einen exzentrischen, bunten Helden, ideale Besetzung, Humor, Drama und perfekt inszenierte Action.

 

3. Guardians of the Galaxy (2014)

Noch mehr als auf "Iron Man" trifft auf " Guardians of the Galaxy" zu: Der Film hat einfach alles, was ein Marvel-Superheldenfilm braucht. Aber "Guardians" hat mehr zu bieten: Es hat auch alles, was Science-Fiction-Fantasy braucht. Beim Zusammenraufen von Star-Lord und seiner dysfunktionalen Truppe haben Marvel und vor allem Regisseur und Drehbuchautor James Gunn alles goldrichtig gemacht und damit die Marvel-Version von "Star Wars" geschaffen: Hier passt (im Gegensatz zu Thor) das Science-Fiction-Genre perfekt zu den Charakteren. Der Humor trifft ins Schwarze. Und der Soundtrack: Selten hat die Musik so mit einem Film harmoniert wie bei "Guardians of the Galaxy".

 

2. Deadpool (2016)

"Deadpool" war 2016 der Überraschungshit im Superhelden-Genre – und das völlig zu Recht. Die Drehbuchautoren Rhett Reese und Paul Wernick, unter anderem bekannt für das Drehbuch für "Zombieland", haben hier ein Feuerwerk an guten Ideen entzündet: Die mutige Entscheidung für das R-Rating (nicht unter 17-Jahren freigegeben), das in den USA als Blockbuster-Killer gilt, ermöglicht nicht nur mehr Gewaltszenen im Film, sondern auch Deadpools dreckige Witze. Die Gewalt ist hier aber nicht Selbstzweck, sondern unterstützt den subversiven Humor. Ständig zieht der Anti-Held über andere Marvel-Helden her oder redet direkt mit dem Publikum über sich und den Film ("Breaking the Third Wall"). Sogar das Filmstudio 20th Century Fox, das die "X-Men"-Filme produziert, ist vor Sticheleien nicht gefeit. Dank der dramaturgischen Raffinessen trifft der Film auch den subversiven Fun-Faktor der Comic-Vorlage perfekt. "Deadpool" macht einfach höllischen Spaß und wäre unsere Nummer eins - wenn da nicht noch das Superhelden-Epos schlechthin wäre ...

 

1. Avengers: Infinity War (2018)

Avengers: Infinity War - Filmkritik

"Avengers: Infinity War" ist tatsächlich der epische Showdown, von dem Marvel-Fans seit zehn Jahren und 18 Filmen träumen. Das Regie-Duo Joe and Anthony Russo hat nicht nur einen spannenden Actionfilm abgeliefert, sondern den Superhelden-Film zu einem epischen Höhepunkt geführt, der durchaus mit "Der Herr der Ringe" im Fantasy-Genre vergleichbar ist. Die Russo-Brüder verstehen es die Herzen der Fans höher schlagen zu lassen – und zwar mit einfachen Rezepten aus den Comic-Heften: Erstens, legendäre Team-Ups von Superhelden, die vorher noch nicht aufeinandergetroffen sind. Zweitens, visuell spektakulär in Szene gesetzte Mann-gegen-Mann-Fights. Wenn zig Superhelden gemeinsam versuchen Thanos zu bändigen, um dem Berserker seinen Kampfhandschuh von der Hand zu ziehen, hat man als Fan von Superhelden-Comics das Gefühl, direkt in einem Marvel-Comic gelandet zu sein. Und neben der Action kommen auch Drama und Humor nicht zu kurz.

 

Erwin Schotzger