© Wicker Man

Remake-Flops
09/22/2020

7 schlechte Remakes, die an den Kinokassen gefloppt sind

In den letzten Jahren schlägt der Sequel-, Prequel- und Remake-Wahnsinn in Hollywood wild um sich.

von Oezguer Anil

Immer wieder hoffen Produzenten, mit einer Neuauflage von alten Erfolgsfilmen das Verlustrisiko an den Kinokassen zu minimieren. Dass diese Taktik nicht immer aufgeht, zeigen folgende Beispiele.

1. Total Recall

Die Verfilmung von Philipp K. Dicks Kurzgeschichte kam das erste Mal 1990 mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle in die Kinos. Mittels neuartiger Technologien ist es möglich, sich Erinnerungen einpflanzen zu lassen, die man so nie hatte. Das Original zeichnet sich durch einen dystopischen Look mit ekelerregenden SFX Effekten aus, während die Neuverfilmung mit Colin Farrell und Jessica Biel auf eine Hochglanz-Sci-Fi Optik setzt. Das Box Office Debakle versetzte der ohnehin schon schwächelnden Karriere von Jessica Biel den Gnadenstoß - "Total Recall" war ihre letzte große Hollywood-Produktion.

2. Solaris

Ein Oscarpreisträger hinter - und George Clooney vor der Kamera, gepaart mit einer Story, die zu den großen Klassikern der Filmgeschichte gehört, was kann da noch schief gehen? Leider sehr viel! Mit dem Remake von „Solaris“ legte Regisseur Steven Soderbergh nach zahlreichen Erfolgen seine erste Bruchlandung hin. Während sich die erste Verfilmung von Stanislaw Lems Roman noch auf die philosophischen Fragen nach Erinnerung und Wirklichkeit konzentriert, verunstaltet Soderbergh das existenzielle Drama eines Kosmonauten zu einer kitschigen Liebesgeschichte. Zu langweilig für einen Sci-Fi Film und zu seicht, um es als Drama ernst zu nehmen.

3. Point Break

Der Klassiker "Gefährliche Brandung" mit Keanu Reeves und Patrick Swayze aus dem Jahr 1991 brachte rasante Actionszenen, eine lässige Strandatmosphäre und tragische Freundschaften unter einen Hut. Auch in der neuen Fassung  versucht ein Undercover FBI-Agent, sich in eine sportverrückte Clique einzuschleichen, um ihren Raubüberfällen auf die Schliche zu kommen. Leider wirkt die Version aus dem Jahr 2015 wie eine Aneinanderreihung von  Extremsportszenen, die zwar cool aussehen aber vollkommen inhaltslos sind. Die emotionale Komponente wird völlig außer Acht gelassen und das Ganze verkommt zu einem Youtube Compilation Video.

4. Red Dawn

Während im Original aus dem Jahr 1984 sowjetische Truppen in den USA einmarschieren, müssen im Remake die Nordkoreaner als Buhmänner herhalten. So absurd das Szenario klingen mag, dass der bitterarme Staat Nordkorea tatsächlich an der Westküste der USA eine Invasion startet, um so absurder ist es, dass eine Gruppe von High-School Schülern gegen sie kämpft. Eine Partisanen-Truppe rund um Chris Hemsworth bewaffnet sich hier bis auf die Zähne und kämpft gegen Soldaten, deren Motivation für den Angriff bis zum Schluss unklar bleibt.

 

5. Ben Hur

Der Klassiker aus dem Jahr 1959 wurde tatsächlich schon sechs Mal neuverfilmt. Wie schon seine Vorgänger kommt auch das neueste Remake nicht an seine Vorgänger heran. Die Actionsequenzen sind zu überhastet und die schauspielerischen Leistungen zu eindimensional, das kann leider auch nicht der unerwartete Auftritt von Morgan Freeman in Rastalocken wettmachen. Die 100 Millionen $ Produktion blieb auch an den Kinokassen unter den Erwartungen und konnte trotz aufwendigem 3D das Publikum nicht überzeugen.

6. Wicker Man

In diesem britischen Horrorfilm ist ein Polizeiinspektor auf der Suche nach einem verschwundenen Mädchen. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf eine gefährliche Sekte, die den Polizisten immer mehr in die Enge treiben. Die 1974 erschienene Fassung mit Christopher Lee in der Hauptrolle war ein Riesenerfolg und konnte das Hundertfache(!) seines Budgets einspielen. Das Remake mit Nicolas Cage ist hauptsächlich durch Internet-Memes in Erinnerung geblieben. Kürzlich erschien mit „Midsommar“ eine weitere Adaption des Stoffes, den wir euch allerdings nur wärmstens empfehlen können!

7. Oldboy

"Oldboy" ist einer der modernen Klassiker unserer Zeit. Ein Mann versucht herauszufinden, warum er 15 Jahre lang eingesperrt wurde und muss sich dabei seiner eigenen Schuld stellen. Während das Original weltweit das Publikum begeistern konnte, ging das Remake spurlos an der Öffentlichkeit vorbei, obwohl mit Spike Lee ein Starregisseur hinter der Kamera stand. Lee arbeitete medienkritische Aspekte in den Plot ein, aber konnte einfach nicht die passende Atmosphäre kreieren. Die Dreharbeiten dürften auch nicht die angenehmsten gewesen sein, da Hauptdarsteller Josh Brolin sich bis heute weigert, Interviews zu dem Film zu geben.

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