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10/04/2021

Anime, Komödie, Musical: 4 Film-Empfehlungen für das Japannual

Wer in die japanische Kultur eintauchen möchte, sollte folgende Filme auf keinen Fall verpassen.

von Anne-Marie Darok

Ähnlich wie die südkoreanische Trendwelle Hallyu, die unsere Lebensart seit Jahren beeinflusst, spielt auch die japanische Popkultur eine wichtige Rolle in den TV-, Film-, Beauty- und Musik-Trends. Meistens gehen diese Strömungen jedoch subtil in unseren eigenen Alltag über, ohne, dass wir wissen, wo die Quelle unseres Interesses eigentlich liegt.

Deshalb ist es umso empfehlenswerter, sich den einzelnen Kulturen eigens zu widmen und ihnen Raum zu geben. Auf dem Filmfestival Japannual, das heuer zwischen 6. und 10. Oktober im Wiener Filmcasino stattfindet, geht es genau darum: Mit Filmen, die auf das heimische und nicht auf das westliche Publikum zugeschnitten sind, soll ein tieferer Blick in das japanische Leben ermöglicht werden.

Das Programm deckt im Übrigen alles ab, was man von einem guten Filmfestival erwartet: Moderne Musicals, Animationsfilme, Dramen und Komödien. Für alle, die vom dichten Spielplan überfordert sind – hier sind unsere Empfehlungen in diesem Jahr:

"Aristocrats" / "Ano Ko wa Kizoku"

Filmcasino, Samstag, 9. Oktober, 20:10 Uhr

Hanako und Miki lernen denselben Mann kennen und lieben. Obwohl sie anfangs nichts voneinander wissen, sehen sie bald, dass der charmante Koichiro ein fieses Doppelspiel mit ihnen treibt. Doch die zwei Frauen wissen sich zu wehren.

Der Plot an sich klingt zwar schon spannend genug, aber hinter dem Liebeswirren steckt eine faustdicke Gesellschaftskritik. Regisseurin Yukiko Sode hinterfragt nämlich, wie es mit der angestrebten sozialen Gleichheit in Japan steht. Vor allem, wenn es um das Stadt-Land-Gefüge geht!

"First Gentleman" / "Souri no Otto"

Filmcasino, Sonntag, 10. Oktober, 10:30 Uhr

Vogelbeobachter Hiyori steckt tief in seiner eigenen Welt. Erst nach der Rückkehr von einer Forschungsreise bekommt er mit, dass seine Ehefrau zur Premierministerin von Japan gewählt wurde. Plötzlich ist Hiyori der Magnet der Medien und gleichzeitig muss er mit der Machtposition seiner Partnerin umgehen …

Regisseur Hayato Kawai ist in Japan für seine überdrehten RomComs bekannt. Tatsächlich produziert der beliebte Filmemacher jährlich mehrere dieser Genrefilme.

"Love, Live & Goldfish" / "Sukutte Goran"

Filmcasino, Samstag, 9. Oktober, 13:40 Uhr

Nachdem er in die Provinz versetzt wird, heißt es Zwangs-Entschleunigung für Bänker Kashiba. Denn in seinem neuen Wohnort widmen sich die Leutchen merkwürdigen Ritualen wie etwa dem "Goldfische-aus-dem-Wasserbottich-Schöpfen". Kashiba verwickelt sich außerdem recht schnell in ein Love-Triangle mit der freundlichen Yoshino und der charismatischen Yasuka.

Dass dieser Film auf einem Manga basiert, wird Japan-Fans nicht verwundern. Der Clou an Yukinori Makabes Werk ist jedoch, dass es sich um ein (fast) Disney-eskes Musical handelt.

"Josee, the Tiger and the Fish" / "Josee to Tora to Sakana-tachi"

Filmcasino, Montag, 11. Oktober, 17:00 Uhr

Als Josee eines Tages in die Arme von Tsuneo fällt, wissen beide noch nicht, dass sie das Leben des anderen maßgeblich verändern werden. Tsuneo wird bald darauf zum Pfleger von Josee, die an den Rollstuhl gefesselt ist. Nur langsam nähern sie sich einander an.

Das Erstlingswerk von Kōtarō Tamura ist ein durch und durch lebensbejahender Anime, dessen Zeichenstil an bekannte Kassenschlager wie "Weathering With You" oder "Your Name" erinnert.

 

 

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