Zachary Quinto als Spock und Chris Pine als Kirk in "Star Trek"

© Paramount Pictures

Kino-News
08/10/2020

"Star Trek": Chance auf Rückkehr von Chris Pine und seiner Crew steigt

Drei "Star Trek"-Kinoprojekte sind in Planung: von der Fortsetzung über einen Reboot bis zum Tarantino-Film.

von Erwin Schotzger

Seit den 60er-Jahren düst das Raumschiff Enterprise mit Warp-Geschwindigkeit durch das "Star Trek"-Universum. Im Kino brach die U.S.S. Enterprise erstmals im Jahr 1979 auf in die unendlichen Weiten des Weltalls. Seitdem ist das "Star Trek"-Universum zu einem vielfältigen und umfassenden TV- und Kino-Franchise gewachsen. Der letzte Kinofilm "Star Trek Beyond" spülte 2016 weltweit nur rund 343,5 Mio. Dollar in die Kinokassen, was einer ziemlichen Enttäuschung für ein so klingendes Franchise gleichkommt. Seitdem konnten sich Trekkies nur noch über neue TV-Serien freuen. "Star Trek: Discovery" und "Star Trek: Picard" sind zwar eine – vor allem visuell – beachtliche Modernisierung, aber bisher auch nicht der große Wurf.

Das Hollywood-Studio Paramount Pictures, Teil des Medienkonzerns ViacomCBS, tüftelt seit dem enttäuschenden Ergebnis des letzten Films gleich an drei verschiedenen Varianten für einen neuen Kinofilm. Nun berichtet Deadline Hollywood, dass die Chancen für eine Rückkehr der neuen alten Crew rund um Chris Pine als Captain James T. Kirk wieder steigen. Wir haben zusammengefasst, was über die drei "Star Trek"-Kinoprojekte bisher bekannt ist:

 

"Star Trek"-Reboot von Regisseur Noah Hawley 

Seit 2019 galt das Filmprojekt des Regisseurs und Drehbuchautoren Noah Hawley als aussichtsreichster Kandidat für eine Realisierung. Zwar war bisher auch wenig über den Film von Hawley bekannt. Hawley, selbst bekennender Trekkie, ist für seine Arbeit bei den TV-Serien "Fargo" und "Legion" bekannt sowie zuletzt für sein Spielfilmdebüt "Lucy in the Sky" mit Natalie Portman. Sein Film ging eher in Richtung eines Reboots mit neuen Schauspielern. Es war sogar von einem Sci-Fi-Abenteuer im "Star Trek"-Universum die Rede, das ganz ohne Kirk, Spock, Pille und den Rest der Crew auskommt.

Daraus wird nun wahrscheinlich aber doch nichts. Denn wie Deadline Hollywood berichtet, hat Paramount die Arbeit an dem Kinoprojekt pausiert. Spekulationen zufolge könnte es auch daran liegen, dass der Plot des Sci-Fi-Films der Realität zu nahe gekommen ist: Demnach soll ein Virus eine Rolle spielen, der das gesamte Leben in der Föderation bedroht. Und wer will sich nach den langen Einschränkungen durch die Coronavirus-Krise im Kino schon wieder mit einem lästigen Virus herumschlagen.

 

"Star Trek"-Idee von Quentin Tarantino

Interessante Details sind indessen über die Handlung des "Star Trek"-Films von Quentin Tarantino bekannt geworden, der schon seit 2017 im Gespräch ist. Das Filmprojekt basiert auf einer Idee des Kultregisseurs, das er mit Paramount konkretisiert hat. Das Drehbuch für den "Tarantino-Film" schreibt allerdings Mark L. Smith, bekannt für seine Drehbücher für "The Revenant" und "Operation: Overlord". Tarantino wird bei seinem "Star Trek"-Film wohl auch nicht Regie führen.

Der "Tarantino-Film" soll ein "Star Trek"-Gangsterfilm werden, so Deadline Hollywood. Demnach spielt die Handlung in einem "Chicago, 1920er-Jahre"-Setting. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Film um einen Spin-Off der Episode "A Piece of the Action" (dt. Titel: "Epigonen") aus der zweiten Staffel der Originalserie handelt. In dieser Episode wird die U.S.S. Enterprise zum Planeten Sigma Iota II gerufen. Dort ist vor 100 Jahren ein Raumschiff der Föderation verschwunden. Wie sich herausstellt hat sich die damals rückständige Bevölkerung des Planeten an einem Buch über die "Chicago Mobs of the Twenties" orientiert – mit der Folge, dass der gesamte Planet wirkt, wie aus einem "Al Capone"-Film entsprungen. Kirk, Spock und McCoy werden natürlich in die Bandenkriege der Iotanier verwickelt.

Das klingt zwar durchaus interessant, fraglich ist aber, ob diese Geschichte sich für einen Neustart des "Star Trek"-Fanchise im Kino eignet. Noch dazu unter den wohl schwierigen und neuartigen Bedingungen nach der Coronavirus-Krise. Wohl eher nicht.

 

"Star Trek"-Fortsetzung mit Chris Pine und seiner Crew

Aufgrund der eher schlechten Ausgangsvoraussetzungen der beiden genannten Filmprojekte bekommt eine Fortsetzung der Filme mit Chris Pine als Kirk, Zachary Quinto als Spock, Karl Urban als McCoy, Zoe Saldana als Uhura, Simon Pegg als Scotty und John Cho als Sulu wieder Auftrieb. Chekov-Darsteller Anton Yelchin ist inzwischen leider verstorben. Zeitreise soll in dem Film wieder eine zentrale Rolle spielen. Chris Hemsworth soll als der Vater von James T. Kirk zurückkehren, der im ersten Kinofilm der "Kelvin-Timeline" im Jahr 2009 gestorben ist.

Paramount scheint nun doch eine Fortsetzung zu bevorzugen, weil die beiden anderen Varianten sich eher als Spin-Off-Abenteuer im "Star Trek"-Universum eignen. Dazu muss aber zuerst das Kino-Franchise wieder durch einen erfolgreichen Blockbuster gestärkt werden. Die Zeitreise-Geschichte mit einem Star-Aufgebot eignet sich dafür besser.

 

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