Anna Grisebach

Die Entdeckung der Currywurst

— Die Entdeckung der Currywurst

Frühjahr 1945: die Alliierten stehen vor Hamburg. Vor einem Kino lernt Lena Brücker den zum 'Endkampf an der Heimatfront' abkommandierten Marinesoldaten Hermann Bremer kennen. Nach einer Liebesnacht bietet Lena dem jungen Mann an, ihn in den letzten Kriegstagen in ihrer Wohnung zu verstecken. Damit beginnt für beide ein lebensgefährliches Liebesabenteuer, das sie vor dem Rest der Welt geheim halten müssen. Während Lena in den nächsten Wochen aufblüht, leidet Hermann unter seinem Eingesperrtsein und der ständigen Angst entdeckt zu werden. Trotzdem wird Lena ihrem Liebhaber nicht verraten, dass der Krieg aus ist, um noch so viele Tage wie möglich mit ihm auf ihrer gemeinsamen 'Matratzeninsel' zu verbringen, während sich draußen alles verändert.

Endlich hat sich der Kinderwunsch von Dieter und Esther erfüllt - und sie können sich gleich doppelt freuen: Esther erwartet Zwillinge. Aber wer bleibt während der Elternzeit zu Hause? Esther ist Anwältin und leitet eine eigene Kanzlei, die sie gerade erst übernommen hat. Kein guter Zeitpunkt, um sich aus dem Beruf zurückzuziehen. Für Dieter ist es als angestellter Journalist einfacher. Doch der Ehekrach ist vorprogrammiert.

Die befreundeten Pärchen Anna und Stefan sowie Bernd und Marc verabreden sich, um gemeinsam ein nostalgisches Wochenende in dem Dorf zu verbringen, in dem sie alle aufgewachsen sind. Mittlerweile kommt der Ort jedoch einer Geisterstadt gleich. Der um sich greifende Kohleabbau hat das Grün in der Region merklich dezimiert und einen Großteil der Bewohner vertrieben. Doch hindert dies die vier Freunde nicht daran, in Erinnerungen zu schwelgen und die gesellige Zeit zu genießen. Aber gerade für Anna sind längst nicht alle Gedanken an die Vergangenheit mit positiven Gefühlen verbunden. Mehr und mehr wird sie von einer alten Schuld heimgesucht, die ihr nicht nur finstere Albträume beschert, sondern die Beziehungen der Freunde untereinander gefährdet und Annas geordnetes Leben aus der Bahn zu werfen droht.

Am 26. September 1980 wurde der bisher dahin schwerste Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland verübt: Eine Bombenexplosion erschütterte das Oktoberfest in München. 13 Menschen starben. 211 wurden verletzt. Die Behörden machten den radikalen Einzeltäter Gundolf Köhler verantwortlich. BR-Reporter Ulrich Chaussy erhält Jahre später den Auftrag, über das Oktoberfest-Attentat berichten. Eigentlich will er nur einen kurzen Beitrag zusammenstellen, aber seine Recherchen und die Gespräche mit Zeugen fördern immer mehr Ungereimtheiten zu Tage. Beweisstücke verschwinden aus der Asservatenkammer. Er beginnt an der offiziellen Darstellung der Ereignisse zu zweifeln und verstrickt sich immer weiter in die Suche nach der Wahrheit. Mit der Hilfe des Anwalts der Betroffenen, Werner Dietrich, lässt Chaussy nicht locker und macht so den Kampf für Gerechtigkeit zu einer Aufgabe, die sein ganzes Leben prägen soll.

Ein Serienkiller treibt sein grausiges Unwesen in Hamburg: Während er seine Opfer skalpiert, hinterlässt er selbst eine rote Haarsträhne. Die DNA-Analyse ergibt, dass es sich hierbei um Haare des in den 1980ern erschossenen Terroristen Franz Mühlhaus handelt. Weitere Recherchen des Teams um Kriminalkommissar Jan Fabel ergeben, dass die Opfer zum gleichen linksradikalen Flügel gehörten wie Mühlhaus. Wer leitet den Rachefeldzug in seinem Namen?

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