Eva Löbau

Einsamkeit und Sex und Mitleid

— Einsamkeit und Sex und Mitleid

Eine schwarze Komödie über die Schwierigkeiten, eine glückliche Beziehung zu leben - nach dem Bestseller von Helmut Krausser.

Anfang der 70er Jahre. Die junge Michaela Klingler verlässt ihr streng katholisches Elternhaus, um ein Studium zu beginnen. Glücklich genießt sie die ersten Schritte in der neuen Freiheit. Doch Michaela wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Sie hat immer öfter mit Wahnvorstellungen zu kämpfen, hört Stimmen und glaubt, von Dämonen besessen zu sein. Schließlich begibt sich Michaela in die Obhut eines jungen Priesters und stimmt einem Exorzismus zu...

Freaks – Du bist eine von uns

— Freaks – Du bist eine von uns

Wendy, ist eigentlich eine ganz normale junge Familienmutter, die ihr Kleinstadt-Leben stemmt - bis sie eine unglaubliche Entdeckung macht: Jahrelange Medikamenteneinnahme hat ihre übernatürlichen Kräfte unterdrückt. Als sie dann noch Marek und Elmar trifft, die das gleiche Schicksal teilen, muss sie sich entscheiden, was sie mit den neu gewonnenen Kräften anstellt…

Nini und Jameelah, 14 Jahre alt und Freundinnen seit ihrer Kindheit, sind auf dem Sprung ins Leben und doch eigentlich schon mittendrin. Nini, die Deutsche, und Jameelah mit dem irakischen Pass und dem brennenden Wunsch Deutsche zu werden. Sie sind unzertrennlich und unbesiegbar, gehen zusammen zur Schule, rebellieren mal mehr und mal weniger und mixen sich in der Pause ihr Lieblingsgetränk auf dem Klo: Tigermilch- eine köstliche Mischung aus Milch, Maracujasaft und Mariacron. In den nächsten Wochen soll über den Einbürgerungsantrag von Jameelah und ihrer Mutter entschieden werden. Aber erst mal ist Sommer und die Mädchen streifen durch die Stadt, verlieben sich im Freibad und spielen Wörter knacken: Nachtschicht/Nacktschicht, Luftschutz/Lustschutz. In diesem Sommer soll „es“ passieren. Als sie eines Nachts auf dem Spielplatz der Siedlung einen Liebeszauber veranstalten, werden sie Zeugen eines Mordes. Und plötzlich steht alles still – ihre Pläne, ihre Zukunft, ihr Leben...

Kellner David Kern fällt nicht wirklich auf. Das ändert sich, als er der hübschen Literaturstudentin Marie gefallen will. Auf einem Flohmarkt entdeckt er ein Manuskript, schreibt es auf dem Computer noch mal und gibt es ihr als sein eigenes zu lesen. Die ist nicht nur vom Text begeistert, den sie heimlich an einen Verlag schickt, sondern auch vom Schreiber. Nach der Veröffentlichung ist David gefragt wie kein anderer und hält die Holde im Arm. Da taucht ein verlotterter Typ auf und behauptet, der wahre Autor des Buchs zu sein.

Eine Mutter ist gut. Mehrere Mütter auf einmal sind die Hölle! Conny ist 37 Jahre alt und hat ihr Leben bisher von anderen gestalten lassen - vor allem von ihrem Mann Lorenz. Lorenz hat aus der früheren grauen Maus eine Vorzeigefrau gemacht und bietet ihr ein sorgenfreies Leben. Und so fällt Conny aus allen Wolken, als ihr Mann ihr beim Abendessen lapidar verkündet, dass er die Scheidung will. Notgedrungen zieht Conny samt der beiden Kinder in das uralte Haus von Lorenz verstorbener Mutter und realisiert mit Entsetzen, dass ab jetzt alles anders wird. Da sie sich allein für lebensunfähig hält, klammert sie sich an eine Clique von High-Society-Müttern im Kindergarten ihres Sohnes, die sich, ihr Leben, ihre Kinder und ihre Männer so was von im Griff zu haben scheinen. Doch bald merkt sie, dass auch diese Fassade bröckelt.

Der geschiedene Hotelangestellte Hans scheint seinen Sohn Moritz für immer zu verlieren. Seine Ex-Frau Linda will mit ihm und ihrem neuen Freund nach Dänemark auswandern. Obwohl er ein Mann ist, hat er nichts mehr in der Gesellschaft zu sagen, denn Männer sind schließlich Auslaufmodelle der Evolution. Und da der Feminismus längst institutionalisiert ist, die Gesellschaft immer weiblicher wird und er immer weniger Chancen hat, fühlt er sich macht- und ratlos gegen die Entscheidung seiner Ex. Also beschließt er sich auf die Tanzlinde mitten auf dem Marktplatz zu setzen, um dort gegen all diese Ungerechtigkeiten zu protestieren.

Das psychologisch dichte und emotional packende Kammerspiel erzählt von der obsessiven Liebe zwischen einem entflohenen Häftling und einer deutschen Biologin.

Zum ersten Mal in Ferdis Leben gibt es Grund zur Hoffnung. Was er nicht weiß: Jona tut nur so, als würde sie nichts sehen. Sie ist von zu Hause abgehauen, hat ihr Abitur geschmissen und braucht dringend eine Wohnung in Berlin. Nun wohnt Jona bei ihrer Cousine Cécile im Blindenwohnheim und spielt blind. Und wenn Ferdi das herausfindet, bringt er sich vermutlich um. Wie lange kann Jona diese Täuschung aufrechterhalten? Wie kann die Liebe, die ja angeblich blind macht, so überhaupt funktionieren?