Fritz Wagner

In jenen Tagen

— In jenen Tagen

Im Jahr 1945 erzählt ein altes Auto seine Geschichte und die seiner wechselnden ehemaligen Eigentümer. Sieben Episoden um Menschen, die durch rassische und politische Verfolgung, im Widerstand oder durch das Kriegsgeschehen der Willkür des Nazi-Regimes ausgesetzt waren.

Der ehemalige Kriegsgefangene Herbert Burkhart steht ohne Arbeit da. Obwohl er sich redlich und mit wachsender Verzweiflung um jeden Job bemüht, hat niemand für ihn Verwendung. Sein jüngerer Bruder Klaus verdient sich den spärlichen Lebensunterhalt mit Autowaschen an einer Tankstelle. Doch auch er würde seiner Freundin gern mehr bieten können. Da verfällt Herbert auf eine aberwitzige Idee: Er will mit Unterstützung seines Bruders in eine Bank einbrechen. Sie tarnen sich als Bauarbeiter und graben einen unterirdischen Gang bis zum Tresor Nr. 713. Zwar werden sie bei ihren Arbeiten einige Male fast entdeckt, doch droht ihnen Gefahr noch aus einer ganz anderen Ecke: Der Ganove Hartmann will abkassieren, und Herberts Verlobte Vera geht zur Polizei, weil sie einen Verdacht hat...

Kein Autofahrer auf deutschen Autobahnen ist mehr sicher. Eine gut organisierte Bande terrorisiert im Wirtschaftswunderland jeden, der eine gute Beute zu sein scheint. Die Polizei tappt im Dunkeln. Die Gangster haben Köpfchen und sind dazu skrupellos und brutal. Erst als ein Polizist bei einer Straßenkontrolle einen Unschuldigen erschießt und ein Bandenmitglied aussteigen will, ändert sich die Situation. Der Boss der Bande will den gefährlichen Mitwisser ausschalten ...

Ein Schauspieler, ein Filmregisseur und ein Autor diskutieren über einen Stoff für ein gutes Drehbuch, doch es fehlt ihnen eine passende Geschichte. Als ihnen das Bauernmädchen Christine und ihr zukünftiger Ehemann Martin einen kurzen Besuch abstatten, erzählt der Autor seinen Kollegen die wechselvolle Liebesgeschichte der beiden. Der Regisseur glaubt, hier den idealen Filmstoff gefunden zu haben, wenn er sich auch die eine oder andere Situation anders vorstellt. Dem Autor und dem Schauspieler geht es ganz ähnlich, nur ein passendes Ende für diese Geschichte fehlt allen Dreien. Das müssen Christine und Martin selbst erzählen.

Fritz Mertens ist Geselle und bei einem Müller in Arbeit. Er bleibt nie lange am selben Ort und war schon überall auf der Welt, doch diesmal hat er einen Grund zu bleiben: Inge. Sie ist die Tochter eines reichen Wirtes, der es gar nicht gerne sieht, dass sich Inge auf Fritz eingelassen hat. Er wünscht sich, dass seine Tochter einen beständigen Mann bekommt, den nicht ständig das Fernweh plagt. Doch Inge liebt Fritz, und deshalb sieht sie es gar nicht gern, dass auch Kat, die Tochter des Organisten, sich für ihren Mann zu interessieren scheint. Fritz dagegen fühlt sich geschmeichelt von der Zuneigung der hübschen Frau und ist langsam von Inges Eifersucht genervt. So hat das Paar einige Probleme, die zwischen ihnen und ihrem Glück stehen...