Kitty Speiser

Chris ist ein bislang sehr erfolgreicher junger Investment-Banker, dessen berufliche Erfolge nicht nur zu einem sehr gehobenen, rein materiell orientierten Lebensstil, sondern sogar zu einer Plakat-Kampagne seiner Bank führt, wo Chris als erfolgreicher Investment-Guru in Wien großformatig affichiert wird. Sein pedantisches, karriereorientiertes Leben ändert sich schlagartig, als durch eine vorerst verdeckte Betrugsmachenschaft eines seiner Konkurrenten in der Bank Chris unter Verdacht gerät, hohe Summen seiner Klienten abgezweigt und in dubiose Scheinfirmen- und Projekte investiert zu haben. Seine Karriere ist am Ende und Chris unternimmt zwei Selbstmordversuche. Gleichzeitig lernt er eine junge Putzfrau kennen, die "nebenberuflich" in Chris` Bank putzt, Alleinerzieherin zweier Kinder ist und eigentlich studiert. Carmen ist von ihrer Lebenseinstellung das genaue Gegenteil von Chris: sympathisch-chaotisch, wenig materiell geprägt und sieht das Leben mit völlig anderen Augen.

Die Schrift des Freundes

— Die Schrift des Freundes

Anna, eine hervorragende Software-Spezialistin, ist mit der Herstellung eines Computer-Programmes betraut, das eine möglichst lückenlose Überwachung der Immigrantenszene gewährleisten soll. Dass ihr Freund, Max Haugsdorff, Sektionschef im Innenministerium und als solcher auch für fremdenpolizeiliche Agenden zuständig ist, ist wohl einer der Zufälle von Zuneigung und für beide - zumindest anfänglich - bar jedweden beruflichen Kalküls. Diffiziler wird das Verhältnis, als Anna den jungen Türken Hikmet kennen lernt. Die beiden verlieben sich ineinander und Anna will die beruflichen und persönlichen Komplikationen, die sich daraus ergeben, zunächst gar nicht wahrhaben. Warnungen des Kollegen Jussuf schlägt sie in den Wind, die offenkundige Besorgnis von Haugsdorff tut sie als Ausfluss purer Eifersucht ab. Doch dann verschwindet Hikmet plötzlich von der Bildfläche. Ist er tatsächlich in illegale Vorgänge innerhalb der alevitischen Gemeinde, der er angehört, verwickelt?

Ein fast perfekter Seitensprung

— Ein fast perfekter Seitensprung

Siegfried Hirnschroth lebt in Wien als Auslagendekorateur und könnte ganz zufrieden sein. Doch privat ist die Lage gespannt. Ehefrau Renate ist grundlos eifersüchtig und Töchterchen Julia leidet unter der streitbaren Stimmung. Da platzt mitten in dieses defekte Familienidyll die Norddeutsche Henriette Schönberg. Und schon verbinden sich deutscher Humor und Wiener Schmäh zu einer köstlichen Allianz.

Kein Wunder, dass Leopoldines Schwiegertochter Marie keine Chance gegen den Hausdrachen hat. Mutter und Freundin hatten sie allerdings davor gewarnt, mit der Schwiegermutter unter einem Dach zu leben. Tatsächlich mischt sich Leopoldine, in deren Augen Marie nichts taugt, permanent ein. Das reicht vom Ordnen der Kosmetikartikel im Bad (nach der Größe) bis zum Bekochen des Herrn Sohn, den sie am liebsten ebenso mit Schnitzeln mästen möchte wie seinen Vater; den hat die Fleischkur allerdings ins Grab gebracht. Das wiederum eröffnet Marie ganz neue Möglichkeiten, denn der Schwiegervater hatte einst Trost bei Blumenhändlerin Rosa gefunden und mit ihr einen Sohn gezeugt. Der einfühlsame Georg ist das genaue Gegenteil seines Halbbruders, eines Piloten, den Marie auch noch des Seitensprungs überführt. Und da Vater Franz seine Villa mitnichten der Gruselgattin, sondern der Jugendfreundin vermacht hat, sitzt Marie im Konflikt mit Leopoldine am längeren Hebel...

Eine fast perfekte Hochzeit

— Eine fast perfekte Hochzeit

Henriette 'Henny' Schönberg und Siegfried 'Sigi' Hirnschroth sehen ihre Liebe erneut auf die Probe gestellt, ist diesmal doch viel Geld im Spiel.

Das Chaos schlägt innerhalb der Familien Hirnschroth/Schönberg wieder zu. Henny´s Eltern sind Pleite und stehen ohne ein Dach über dem Kopf da. So läßt sich Vater Schönberg wieder mal was einfallen und schon geraten die Geschehnisse scheinbar außer Kontrolle.

Ben hat die Schule mit Bravour bestanden und Sylvia hat allen Grund, stolz auf ihn zu sein. Auf ihren Sohn und auf sich selbst. Schließlich hat sie Ben ganz allein großgezogen und heute ist er ein rundum gelungener Junge. Über seine Zeugung weiß Ben nur soviel, als dass er ein Kind der reinen Liebe ist. Er mag die romantische Geschichte über die Interrail-Bekanntschaft, eine Liebe für nur einen Tag, und gerade darum so groß. Ben hat seinen Vater nie gekannt, deshalb fehlt er ihm auch nicht. Sylvia ist ihm Mutter und engste Vertraute zugleich. Doch dieses Vertrauen droht zu zerbrechen, als Sylvia von ihrer Vergangenheit eingeholt wird und Ben erfahren muss, dass er in Wahrheit Produkt einer Vergewaltigung ist. Mit einem Schlag scheint alles in Frage gestellt, das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn, die Vergangenheit, für Ben nicht zuletzt das Selbstverständnis. Denn so sehr Sylvia darauf pocht, allein Herrin ihrer Vergangenheit und Geschichte zu sein, Ben muss seine eigene finden.