Michael Kind

Der Gastronom Rolf Anschütz ist in der ehemaligen DDR ein Koch, der schon in der dritten Generation das Lokal Waffenschied im thüringischen Suhl führt. Es werden köstliche, deftige Gerichte serviert, doch träumen tut Rolf Anschütz eigentlich von einem Lokal mit internationaler Küche, insbesondere der japanischen. Doch in der DDR ist dafür vorerst kein Platz, so dass Rolf Anschütz zunächst nur seinen Freunden in einem Hinterzimmer des Lokals ein japanisches Mahl serviert, bis eines Tages wirklich ein Japaner vor der Tür steht und nach einem Essen aus seiner Heimat verlangt. Die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die Rolf Anschütz bei seinen Gästen und der Partei erntet ist jedoch nicht nur positiv. Im Laufe der Zeit entfernt er sich immer weiter von seiner Familie und den Freunden.

Berlin, April 1945. Während um ihn herum sein Hirngespinst Großdeutschland in Schutt und Asche liegt, deutsche Truppen quasi nur noch auf dem Papier existieren und die Alliierten die Macht übernehmen, hält Adolf Hitler in seinem Bunker Hof. Spielt sich und seinen Vasallen eine Mär vom unaufhörlichen Triumph der arischen Rasse vor, stachelt seine Untergebenen zu weiteren irrwitzigen Feldzügen an und präsentiert einen galoppierenden Realitätsverlust ungeahnten Ausmaßes. Bis auch im Bunker das große Sterben beginnt.

Einmal etwas tun, was niemand so erwarten würde! Für Meike Pelzer scheint dieses Thema mit dem Ersteigern eines vom Zoll an der deutsch-holländischen Grenze beschlagnahmten peinlichen Proll-Jeeps eigentlich erledigt. Ihr Lebensentwurf ist bisher eher dem Straßenbau entliehen: gerade und überschaubar, ohne unvorhersehbare Kurven. Das BWL-Studium ist abgeschlossen, Heirat und Übernahme des väterlichen Betriebs liegen unmittelbar vor ihr. Doch dann lässt sich Philip, ihr Verlobter, dummerweise von Meike in flagranti mit ihrer besten Freundin Denise erwischen, und Meikes Lebensplan zerplatzt wie eine Seifenblase. Als sie unter der Kofferraumverkleidung ihres neuen Jeeps 50 Kilo Kokain findet, lässt sie ihr altes Leben spontan und ohne zu zögern hinter sich und begibt sich auf einen Trip ins Ungewisse, ihrer Vorstellung nach finanziert - und betriebswirtschaftlich kalkuliert - durch die ersten Drogengeschäfte ihres Lebens!

Der Tangospieler

— Der Tangospieler

Weil der Historiker Hans Peter Dallow in der DDR den Pianisten eines Studentenkabaretts vertreten hat und dabei einen Tango begleitete, zu dem ein ihm unbekannter, vermeintlich "staatsgefährdender" Text gesungen wurde, verliert er seine Stellung und wird zu knapp zwei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung 1968 wird Dallows Situation nicht einfacher. Die Stasi versucht, ihn für ihre Sache zu gewinnen; zwei Herren namens Schulze und Müller zeigen dabei besonderen Einsatz. Dallow will sich nicht auf die Angebote einlassen – ihm droht als Gegner des Systems die Isolation. Seine persönliche Lage nimmt eine weitere Wendung, als die Truppen des Warschauer Paktes in die CSSR einmarschieren und den "Prager Frühling" beenden.

Nach einem Schlag auf den Kopf plappert der auf Lesereise befindliche afrodeutsche Autor Sebastian wie ein Papagei die Parolen rechter Schläger nach, deren Anführer Sven ihn in Talkshows vorführt. Sebastians so hochschwangere wie eifersüchtige Freundin Nina verfolgt ihn mit dem suspendierten Dorfpolizisten Sascha. Aber Politiker Sven hat größenwahnsinnige Pläne, um eine Angebetete mit Taten zu beeindrucken: Er will in Polen einfallen.

Berlin 1923. Der zehnjährige Kai und seine Freunde treiben sich im Stadtviertel Prenzlauer Berg herum. Ihre Bande nennen sie "Die schwarze Hand". Als Kai erfährt, dass der Amerikaner Mister Mac Allan in der Stadt ist, um für seine Werbekampagne für Kaugummi einen "Reklamekönig" zu suchen, erwacht sein Ehrgeiz. Ihm und der "Schwarzen Hand" gelingt es, mit einigen cleveren Ideen die Kaugummimarke "Bäng" bekannt zu machen. Aber "Reklamekönig" ist Kai deshalb noch nicht. Erst muss er sich gegen seinen erwachsenen Konkurrenten, den Werbefachmann Herrn Kubalski durchsetzen. Und der undurchsichtige Mr. Mac Allan scheint noch etwas ganz anderes im Schilde zu führen.

Die Entbehrlichen

— Die Entbehrlichen

Sozialdramödie nach einer wahren Begebenheit um das Kind eines Unterschichtpärchens, dessen schwere Alkoholsucht für den Jungen ein tragisches Weihnachtsfest bedeutet. Jakobs Vater Jürgen war schon wiederholt eine stinkende Alkoholleiche. Aber diesmal liegt er tatsächlich tot in der Wohnung und das an Weihnachten. Während er verwest, versucht der Junge aus Furcht, ins Heim gesteckt zu werden, den Anschein des Normalen zu wahren. So erzählt er weder der Oma noch der besten Schulfreundin Hannah davon. Denn die Mutter liegt verletzt im Krankenhaus und ist auf Entzug. Also ist Jakob auf sich allein gestellt. Denn die anderen schauen lieber weg, besonders die naive Oma. Nur Hannah sorgt sich um ihren Freund, der in der Schule als Schmuddelkind verrufenen ist….

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