Falsches Spiel mit Roger Rabbit

 USA 1988

Who Framed Roger Rabbit

Komödie, Krimi, Action, Animation 103 min.
7.70
film.at poster

Ausgerechnet die scheinbar harmlose Zeichentrickfigur Roger Rabbit soll den Besitzer von Toontown aus Eifersucht ermordet haben.

Toontown ist ein Viertel im Hollywood der 40er Jahre, in dem Menschen und Zeichentrickfiguren in schönster Harmonie miteinander leben und auch gemeinsam vor der Kamera stehen. Einer von ihnen ist Roger Rabbit. Als seine schauspielerischen Leistungen nachlassen, beauftragt Filmboss Maroon einen Privatdetektiv, der Roger Rabbits Frau Jessica beschatten soll. Detektiv Eddie Valiant nimmt den Job widerwillig an. Denn einst wurde sein Bruder Teddy bei einer Verfolgungsjagd mit einem Toon von einem Klavier getötet. Doch Geldnot drängt Valiant. Als er Jessica in flagranti mit dem Industriellen Acme erwischt, nimmt das Unheil seinen Lauf. Roger werden die Fotos vorgelegt und der Hase dreht durch. Kurze Zeit später ist Acme tot.

Roger steht unter Mordverdacht. Nur Jessica und Valiant ahnen, dass mit dem Zeichentrick-Held ein falsches Spiel getrieben wird...

Drei "Oscars" heimste der Film ein, für Tonschnitt, visuelle Effekte und Filmschnitt. Eine Besonderheit ist das Auftreten der verschiedensten Studio-Zeichentrickfiguren. Es spielen Disney-Charaktere neben Warner Bros.-Helden. Eine Ausnahme-Lizenz hat das Zusammentreffen ermöglicht. Drei Arbeitsschritte waren für den Film notwendig. Zunächst wurden die Szenen Schritt für Schritt durchgegangen, dann spielten die Schauspieler ihren Part. Und schließlich wurden in die fertigen Szenen die Zeichentrickfiguren von Hand hineingearbeitet. Ein Genuss ist nicht nur die perfekte Verknüpfung von Real- und Zeichentrickfilm. Auch die Dialoge sind ausgefeilt und strotzen vor Witz und Anspielung. (Text: Super RTL)

Details

Bob Hoskins, Christopher Lloyd, Joanna Cassidy, Stubby Kaye, Alan Tilvern, u.a.
Robert Zemeckis
Alan Silvestri
Dean Cundey
Jeffrey Price, Peter S. Seaman, nach dem Roman "Who Censored Roger Rabbit?" von Gary K. Wolf

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

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    Was 1988 eine richtungsweisende filmische Sensation war, ist heute Alltag: die Verknüpfung von Cartoon und Realität. Aber es ist auch ein genialer Mix von allzu Bekanntem: ein Wiedersehen mit den vertrauten Comik-Figuren der Walt-Disney Familie. Die werden in einer Reihe von amüsanten Tricks geschickt eingesetzt. Schwungvolle Action dank raffiniertem Schnitt und zündendem Witz sorgen für Tempo, wobei die Unsterblichkeit der gezeichneten Figuren fröhliche Urstätt feiert und sogar der Held Eddie Valiant (Bob Hoskins), der ‘Tapfere‘ davon profitiert. Für ihr war es nach ‘Mona Lisa‘ der endgültige Durchbruch, denn er kann hier zeigen, dass er Komik und Draufgängertum in einer Person darzustellen vermag. Die deutsche Synchronisation ist nicht schlecht. Die Übersetzung des ‘Backe-Backe-Kuchenspiels‘ versteht jeder. Sie findet aber ihre Grenzen, wenn bei der Leibesvisitation von Jessica die Hand in eine ‘Bübchen-Falle‘ (‘Booby Trap‘) gerät. Als Erzschurke fungiert Christopher Lloyd, der aus der Zukunft wieder zurück ist. Doch die optische Attraktion ist Roger Rabbits Ehefrau Jessica, ein üppiger Kurven Vamp, der mit seinen überbordenden sekundären Geschlechtsmerkmalen den Männerfantasien entsprungen zu sein scheint. Neben der Handlung aus dem Krimi-Genre mit Mord und Totschlag geht es natürlich auch noch um die Liebe: einmal im Cartoon zwischen Roger und Jessica und dann zwischen Eddie und seiner Frau Dolores (Joanna Cassidy), die äußerlich auf die stereotype Frauenfigur der schwarzen Serie getrimmt ist. Mit den Toons, die in Toontown leben, ist eine gedanklich nachvollziehbare eigene Welt geschaffen worden.
    So ist es eine muntere Unterhaltung, bei der man immer wieder mal lachend entspannen kann.