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01/19/2022

Diese 10 Serienfiguren haben Besseres verdient!

Diesen Serien-Lieblingen wurde von den AutorInnen übel mitgespielt und sie mussten sich mit einem unwürdigen Ausstieg begnügen.

von Manuel Simbürger

Es ärgert uns gewaltig, wenn unsere Serien-Favourites nicht den Abschied bekommen, den sie verdient hätten. Manche von ihnen sterben den glorreichen HeldInnen-Tod oder fangen im Ausland ein neues, glorreiches Leben an. Solche runden Enden sind den Charakteren würdig und helfen uns, sich von ihnen endgültig zu lösen.

Manchmal aber erleiden die Serienfiguren ein Schicksal, das entweder ganz und gar "out of character", langweilig oder schlicht dämlich ist. Oder in einigen Fällen wäre etwas Lebensglück oder zumindest mehr Aufmerksamkeit anstatt eines schnellen Todes oder einer unglücklichen Liebe fairer gewesen.

10 Serienfiguren, die Besseres verdient hätten (Achtung: Spoiler!):

Alex Karev ("Grey's Anatomy")

Alex Karev war jene Figur, die in der Serie die größte Wandlung durchmachte – vom egoistischen Macho zum empathischen Kinderarzt und besten Freund. Dass er seine Ehefrau Jo so mir nichts, dir nichts sitzen ließ, um zu seiner Ex Izzy und seinen Kindern, die er nicht einmal kannte, zurückzukehren, machte diese Entwicklung mit einem Schlag zunichte.

Mehr noch: Statt einem persönlichen Goodbye gab es nach 16 (!) Staffeln nur einen Abschiedsbrief, Darsteller Justin Chambers tauchte nicht mal mehr persönlich in seiner letzten Folge auf.

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Lana Lang ("Smallville")

Die Jugendliebe von Clark Kent war eine der faszinierendsten und vielschichtigsten Figuren der Serie. Auch dank der gelungenen Darstellung von Kristin Kreuk, die stets zwischen Unschuld und allumfassender Stärke changierte, fieberte man bei ihren Storylines mit – zumindest bis zu Staffel Sechs und Sieben. Lana fing an, Entscheidungen zu treffen, die überhaupt nicht zu ihrem Charakter passten, immer mehr entfernte sie sich von jener jungen Frau, die sie zu Beginn der Serie war.

Das beste Beispiel ist hierfür ihre Beziehung mit Lex Luthor, die so vollkommen unlogisch war, dass jede Minute davon weh tat. Ihre epische kurze Rückkehr in Staffel Acht versöhnte uns zwar etwas mit ihrer Figur, aber trotzdem blieb bis heute ein fahler Nachgeschmack.

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Dean Forester ("Gilmore Girls")

Er war die große Liebe von Rory Gilmore, wir hatten für die beiden schon eine rosige Zukunft ausgemalt - bis Bad Boy Jess daherkam, Rory den Kopf verdrehte und die AutorInnen nichts mehr mit Dean anzufangen wussten. Er wurde Handwerker, heiratete Lindsay und wurde zu einem Teil jenes Ehepaares im TV mit der wenigsten Chemie.

Kurz darauf betrog er seine Frau mit Rory, was so gar nicht zum stets korrekten Dean passte. Dieser Storyplot fühlte sich einfach zu erzwungen an. Danach wurde er von Rory auch noch mies behandelt und tauchte nur noch sehr unregelmäßig in der Serie auf.

"Gilmore Girls" ist auf Netflix und Amazon Prime zu sehen. Hier geht's zur Serie!

Prue Halliwell ("Charmed")

Prue war die älteste und stärkste der Hexen-Schwestern, in der ersten Staffel stand sie (aka Shannen Doherty) gar im Mittelpunkt aller Storyplots. Aufgrund von Differenzen mit Co-Star Alyssa Milano warf Doherty nach der dritten Staffel allerdings das Handtuch – und Prue wurde von einem Dämonen getötet.

Es handelte sich dabei zwar um einen ehrenhaften Heldentot und Prue starb, um einen Unschuldigen zu retten, aber ihre Sterbeszene wurde innerhalb weniger Sekunden abgehandelt. Danach wurde Prue nur noch wenige Male erwähnt, war kein einziges Mal mehr zu sehen, nicht einmal auf Familienfotos. Eine ehemalige Hauptfigur hat definitiv Besseres verdient!

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Shireen Baratheon  ("Game of Thrones")

Das Fantasy-Epos ist zwar bekannt dafür, Hauptfiguren ohne mit der Wimper zu zucken zu töten – und genau das machte auch die immense Spannung der Serie aus –, aber in diesem Fall gingen die AutorInnen dann doch etwas zu weit:

Shireen war eine der sehr wenigen Sonnenstrahlen in der düsteren Welt von "Game of Thrones", es umgab sie unentwegt eine positive Aura, auch wenn die Welt rund um sie herum in sich zusammenfiel. Den brutalen Mord an ihr empfanden viele Fans als ein zu tragisches Ende für das junge Mädchen, das solch eine Grausamkeit nicht verdient hatte. Dieses Ende einer solch herzerwärmenden Figur fühlt sich bis heute einfach nicht richtig an.

"Game of Thrones" ist auf Sky X zu sehen. Hier geht's zur Serie!
 

Dean Winchester ("Supernatural")

Dean war der unbestrittene Star der langlebigen Mystery-Serie – und es gab nichts, was ihn aufhalten konnte, weder die Hölle, sein von einem Dämon besessener Bruder noch Gott höchstpersönlich. 15 Staffeln lang trotzte Dean dem Tod – nur um in der finalen Episode dann doch noch zu sterben.

Das wäre irgendwie episch-tragisch, wenn dieser Tod nicht so beiläufig dahergekommen und eigentlich nichts mehr als ein banaler Unfall während einer herkömmlichen Dämonen-Jagd gewesen wäre. Fans fühlten sich verraten – und wir verstehen, wieso Sam danach nie wieder gänzlich glücklich wurde.

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Samantha Jones ("And Just Like That")

Die ehemalige "Sex and the City"-Ikone wurde in der Serien-Fortsetzung übel abgesägt: Kurzerhand wurde sie nach London abgeschoben. Der Grund: Samantha kündigte Carrie die Freundschaft, nachdem diese sie als ihre PR-Agentin gekündigt hatte. Zwar waren Egozentrik und Exzentrik immer schon zwei herausstechende Merkmale der Figur, doch dass Samantha deswegen gleich den Kontinent wechselt, das ist dann doch schwer zu schlucken.

Auch ist es nicht nachvollziehbar, wieso sie auch Miranda und Charlotte den Rücken zukehrte – und sie nicht zu Bigs Beerdigung auftauchte. Das passt einfach nicht zu Sam!

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Emma Pillsbury ("Glee")

Vertrauenslehrerin Emma stellte von Beginn an einen angenehmen, weil introvertierten und schüchternen, Gegenpol zur stets quirligen Glee-Gruppe dar. Als sie eine Beziehung mit Will anfing, bekam ihre Figur mehr Ecken und Kanten, die Figur wurde dreidimensionaler und greifbarer. Ihre Zwangsneurosen ließen uns mit ihr mitleiden und für viele Fans war Emma die stärke Identifikationsfigur der Serie.

Leider aber ereilte Emma dasselbe Schicksal wie so vielen anderen "Glee"-Figuren: Auf einmal war sie nicht mehr da. Mehr als klitzekleine Gastauftritte und hier und da ein paar Erwähnungen von Ehemann Will wurden uns nicht mehr geschenkt. Schade, hier wurde viel Potenzial verschenkt.

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Cat Grant ("Supergirl")

Während der ersten Staffel der Serie mauserte sich Karas feministische Chefin Cat Grant (wie immer toll nuanciert dargestellt von Calista Flockhart) schnell zum Fan-Liebling. Als moralischer Kompass war sie Karas Mentorin, die diese dringend brauchte.

Schon zu Beginn der zweiten Staffel verabschiedet sich Cat allerdings nach Bhutan, um dort (einen sehr langen!) Urlaub zu machen. Als sie zurückkehrt, wird sie einfach zur Sekretärin der US-amerikanischen Präsidentin ernannt, weshalb Cat das von ihr gegründete Unternehmen verlässt, was komplett ihrem Charakter widerspricht. Noch ärgerlicher ist aber, dass nach Cats Ausscheiden sich niemand mehr an sie erinnert  – trotz des großen Einflusses, den sie auf Kara hatte.

"Supergirl" ist auf Netflix zu sehen. Hier geht's zur Serie!

Derek Shepherd ("Grey's Anatomy")

Er war mit Meredith das Herz und die Seele der ÄrztInnen-Soap, die Herzen der Fans flogen ihm seit der ersten Episode zu. Dass Derek bei einem Autounfall in der elften Staffel stirbt – und eigentlich hätte gerettet werden können, wäre seinem behandelten Arzt kein Fehler passiert – ist schockierend und fühlt sich auch irgendwie unnötig an.

Nach all den Ups und Downs, die das Paar gemeinsam erlebte, hätten wir ihnen ein Happy End mehr als vergönnt. Auch Merediths Trauer wurde durch einen Zeitsprung innerhalb der Serie einfach übergangen.

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