The Queen's Gambit

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12/21/2020

Die 15 besten Serien des Jahres 2020 bei Netflix

Das sind unsere Lieblingsserien des vergangenen Jahres bei Netflix.

von Erwin Schotzger

Netflix hat auch im Pandemie-Jahr 2020 einen Serien-Output an den Tag gelegt wie kein anderer Streaming-Anbieter. Wir haben daher schon zur Jahresmitte einen Blick auf unsere liebsten Netflix-Serien (und einen Serien-Flop) geworfen: 

Nun neigt sich dieses unsägliche Jahr 2020 endlich dem Ende zu und wir wollen diesmal nur auf die positiven Dinge zurückblicken. Das sind aus unserer Sicht die besten Netflix-Serien des Jahres 2020:

15. RATCHED, Staffel 1 (Netflix)

Selbstredend ist die Horror-Serie aus dem Hause von Serien-Zampano Ryan Murphy wieder wunderschön anzusehen. Der Mann versteht sein Handwerk. Kein Wunder, immerhin ist er für eine ganze Reihe von Hit-Serien von "Nip/Tuck" über "Glee" bis zu "American Horror Story" und "American Crime Story" verantwortlich.

Stilsicher und mit glamourösen Outfits erzählt Murphy die Vorgeschichte der bösartigen Krankenschwester Mildred Ratched aus "Einer flog über das Kuckucksnest" (1975), diesmal gespielt von Sarah Paulson. Als Serien-Nachschub für Horror- und Murphy-Fans ist "Ratched" auf jeden Fall empfehlenswert, aber auch nichts anderes als "American Horror Story". Daher nur der letzte Platz auf unsere Liste der Top-Serien 2020 bei Netflix. 

 

14. OUTER BANKS, Staffel 1

"Outer Banks" entwickelt bei Teenies langsam eine ähnliche Popularität wie "Riverdale". Kein Wunder, klingt doch die Handlung recht ähnlich: Auf der Inselgemeinde Outer Banks gibt es zwei Gruppen von Teenagern: die aus ärmlichen Verhältnissen stammenden "Pogues" und die reichen "Kooks". Im Mittelpunkt steht John B (Chase Stokes), einer der Pogues, der fest entschlossen ist, seinen vermissten Vater zu finden. Seine Freunde und er stoßen dabei auf die Spur eines legendären Schatzes, hinter dem aber auch andere her sind. Anscheinend war auch John Bs Vater auf der Suche nach dem Schatz, bevor er verschwunden ist. Eine zweite Staffel der Teenie-Serie ist schon fix. 

 

13. DARK, Staffel 3

Die dritte und letzte Staffel des düsteren Zeitreise-Abenteuers aus Deutschland ist eine gelungene Auflösung der anfangs doch recht verworrenen Geschichte. "Dark" hat sich seit der ersten Staffel zu einer der populärsten Netflix-Serien aus Deutschland gemausert.

Was anfangs wie ein Krimi rund um ein vermisstes Kind aussah, wurde rasch zu einer komplex über verschiedene Ebenen erzählten Familiengeschichte. Durch die Zeitreise in die 80er-Jahre wird aus der düsteren Fantasy-Serie auch ein schauriges Deutschlandporträt. Im Detail nicht immer perfekt umgesetzt, aber insgesamt konstant gut. Auch geeignet, um alle drei Staffeln noch einmal zu schauen, um alle Zusammenhänge besser zu durchschauen. 

 

Superhelden-Serie "The Umbrella Academy" bei Netflix

12. THE UMBRELLA ACADEMY, Staffel 2

Die Fortsetzung der unkonventionellen Superhelden-Serie ist zwar ein wenig "more of the same": Die dysfunktionale Superhelden-Familie bekannt als "The Umbrella Academy" startet einen neuen Versuch, die Welt vor der drohenden Apokalypse zu retten. Da die zweite Staffel aber schneller zur Sache kommt, weil die etwas langatmige Einführung der Charaktere im ersten Teil nicht mehr notwendig ist, ist die zweite Staffel sogar einen Tick besser als die erste. 

 

11. UNORTHODOX, Miniserie

Noch eine Serie aus Deutschland: Die 19-jährige Esty Shapiro (Shira Haas) flieht aus ihrer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde im New Yorker Stadtteil Brooklyn ins weltoffene Berlin. In New York soll sie mit Yakov (Amit Rahav) verheiratet werden, den sie kaum kennt. In Berlin trifft sie auf eine völlig andere, von Diversität und Freiheit geprägte Welt.

Doch ihr schüchterner Ehemann und ihr impulsiver Cousin sind schon auf dem Weg, um sie zurück nach New York zu holen. Die sechsteilige Miniserie ist trotz einer etwas idealisierten, aber beeindruckenden Darstellung der deutschen Hauptstadt und der ein wenig zu simplen Auflösung am Schluss vor allem aufgrund der guten Besetzung sehenswert.

10. SPUK IN BLY MANOR, Staffel 2

"Spuk in Hill House" war im Jahr 2018 für Horror-Fans ein Lichtblick. Nun spukt es in Bly Manor. Horror-Spezialist Mike Flanagan verfilmt wieder eine klassische Spukhausgeschichte, diesmal von Henry James. Doch die Fortsetzung der Anthologie-Serie hat viele Fans enttäuscht, andere wiederum in ihren Bann gezogen.

Während "Hill House" ein nervenzerfetzender Horrorthriller war, drückt das übersinnliche Drama "Bly Manor" eher auf die Tränendrüse. Wer also die Erwartung eines Horrorthriller abgelegt hat und sich auf eine etwas langatmige Spukgeschichte mit außerordentlich bewegendem Twist einläßt, wird auch dieser Staffel einiges abgewinnen können. 

9. OZARK, Staffel 3

Das ein wenig an "Breaking Bad" erinnernde Crime-Drama ist auch in der dritten Staffel immer noch gut und legt sogar an Härte zu: Das Ehepaar Marty (Jason Bateman) und Wendy Byrde (Laura Linney) ist sich schon lange nicht mehr einig, wie es weiter gehen soll. In den vergangenen beiden Staffeln hat Finanzberater Marty sich und seine Familie zu sehr in ein kriminelles Netzwerk verstrickt, das von regionalen Kleinkriminellen bis zum mexikanischen Drogenkartell reicht. In der dritten Staffel gibt vor allem die abgebrühte Wendy den Ton an. Ihre Strategie heißt Expansion. Wie es letztendlich für die Familie Byrde ausgeht, wird die kommende vierte und letzte Staffel zeigen. 

 

8. I AM NOT OKAY WITH THIS, Staffel 1

Diese siebenteilige Coming-of-Age-Serie mit Superhelden-Elementen und einer erfrischenden Episodenlänge von nur 30 Minuten schafft es gekonnt, die verschiedenen Genre-Elemente zu einem sehenswerten Ganzen zusammenzufügen.

Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Sydney (Sophia Lillis), die mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einer Kleinstadt lebt. Vor einem Jahr hat ihr Vater Selbstmord begangen. Kein Wunder also, dass Sydney verwirrt und manchmal voller Wut ist. Bei ihren unkontrollierten Wutausbrüchen kommt jedoch ein übernatürliches Element ins Spiel: Sydney entwickelt telekinetische Fähigkeiten. Das Finale der ersten Staffel erinnert an "Carrie", wirkt aber auch wie ein Intro. Leider bleibt es ein offenes Ende, denn die angeblich bereits geplante zweite Staffel fiel der grassierenden Pandemie zum Opfer. Ein Fortsetzung wird es leider nicht geben. 

Netflix-Serie "Teenage Bounty Hunters"

7. TEENAGE BOUNTY HUNTERS, Staffel 1

Der Titel klingt nach generischem Trash-Movie, aber gerade deshalb war "Teenage Bounty Hunters" ein unerwartetes Vergnügen, das ein wenig an die Kultserie "Buffy" erinnert: ähnlich quirlig, ähnlicher Humor, aber ohne Dämonen – dafür mit jeder Menge Spiritualität. Im Mittelpunkt stehen die beiden 16-jährigen Zwillingsschwestern Sterling (Maddie Phillips) und Blair Wesley (Anjelica Bette Fellini) aus streng religiösem Hause, die neben der Schule ins Kopfgeldjägerinnengeschäft einsteigen. Die neue Serie ist ein gelungener Mix aus schamloser Satire, schräger Slapstick-Komödie, smartem Coming-of-Age-Drama und Actionthriller – oder besser gesagt: war – denn Netflix hat auch diese Serie schon nach der ersten Staffel eingestellt. Unverständlich! 

6. ALTERED CARBON, Staffel 2

Auch die beste Cyberpunk-Serie aller Zeiten wurde in diesem Jahr von Netflix eingestellt, wohl weil die Serie bei vielen Fans nicht so gut ankam wie die schon jetzt kultige erste Staffel. Wir finden das mehr als schade. Denn die zweite Staffel kann die erste zwar nicht überbieten, hält aber das hohe Niveau. Während die erste Staffel eine fast schon klassische Hard-Boiled-Detective-Geschichte im Stil von Ridley Scotts "Blade Runner" erzählte, war die zweite Staffel eher ein Sci-Fi-Actionfilm im Stil von Paul Verhoevens "Total Recall". Beide Staffeln bieten Science-Fiction vom Feinsten.

5. THE CROWN, Staffel 4

Willkommen zurück im Buckingham Palace! Endlich geht es weiter mit der Lebensgeschichte der britischen Queen Elisabeth II. und den Eskapaden der britischen Royals. Ginge es um das mediale Echo und die Production Values, würde "The Crown" zweifelsfrei – zumindest bei Netflix – an der Spitze der Serien-Highlights des Jahres thronen.

Im Mittelpunkt der hochkarätig besetzten Seifenoper stehen diesmal vor allem Premierministerin Margaret Thatcher, gespielt von Gillian Anderson, und Lady Diana Spencer, gespielt von Emma Corrin. Vor allem die Darstellung der Beziehung von Charles und Lady Di hat zum beachtlichen Medienrummel rund um die neue Staffel beigetragen. Davon abgesehen ist "The Crown" aber auch in der vierten Runde immer noch sehenswert – aber wohlgemerkt nur ein fiktives TV-Drama auf Basis wahrer Begebenheiten! 

4. DEAD TO ME, Staffel 2

In der zweiten Staffel dieser düster-witzigen Netflix-Dramedy brillieren Christina Applegate und Linda Cardellini einmal mehr mit Sarkasmus und schwarzem Humor. Zwischen Jen (Applegate) und Judy (Cardellini) ist eine enge Freundschaft entstanden, obwohl Judy den Ehemann von Jen mit dem Auto überfahren hat und dann Fahrerflucht beging. Doch am Ende der ersten Staffel hat dann Jen den Ex von Judy gekillt. Quid pro quo, sozusagen.

In Staffel zwei geht es gewohnt sarkastisch weiter, mit Tendenz nach oben. Zwar könnte ein kleinwenig mehr Comedy und ein bisschen weniger Drama nicht schaden, aber "Dead to Me" versteht es auf eine seltsam enervierende Weise, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Die dritte und letzte Staffel wird 2021 bei Netflix zu sehen sein.

3. SNOWPIERCER, Staffel 1

Die postapokalyptische Fantasy-Serie ist neben "Altered Carbon" und "The Umbrella Academy" das Action-Highlight des Jahres bei Netflix. Uns hat die Serie des US-Senders TNT vor allem überzeugt, weil sie einen frischen und ganz anderen Zugang zur Comic-Vorlage wählt als der populäre Kinofilm. In der Geschichte rund um den 1001 Waggons langen Zug, der mit den bescheidenen Resten der Menschheit an Bord rund um den in eine tiefe Eiszeit gefallenen Planeten fährt, wurden wesentliche Veränderungen vorgenommen.

Zwar geht es immer noch um eine Rebellion gegen das streng-hierarchische Klassensystem im Zug, aber bald kommen auch Crime-Elemente, politische Intrigen und romantische Verstrickungen (mit jeder Menge nackter Haut) ins Spiel. Nicht zu vergessen: Die großartige Besetzung, allen voran Jennifer Connelly als eiserne Lady des Zuges. Somit hat "Snowpiercer" einfach alles, was eine fesselnde Serie braucht. Die zweite Staffel ist bereits in Produktion. 

2. SEX EDUCATION, Staffel 2

In der zweiten Staffel gleich zu Jahresbeginn hat diese für echte Teenies viel zu versaute Highschool-Serie das hohe erzählerische Niveau gehalten – und das will bei der großartigen ersten Staffel was heißen! Der praktisch schwer verklemmte, aber theoretisch durchaus Sex-erfahrene Otis (Asa Butterfield) torkelt weiterhin wie ein Elefant im Porzellanladen durch sein eigenes Liebesleben.

Außer ihm ist natürlich jedem klar, dass Otis und die hinter ihrer abgebrühten Fassade sehr verletzliche Maeve (Emma Mackey) füreinander bestimmt sind. Aber die Geschichte spannt das Publikum gekonnt auf die Folter und der Cliffhanger ist diesbezüglich nahezu grausam. "Sex Education" ist als nostalgisch-zeitlose Highschool-Teenie-Serie für Erwachsene kaum zu überbieten. 

1. THE QUEEN'S GAMBIT, Miniserie

"Das Damengambit", so der deutsche Titel der sechsteiligen Miniserie, ist die Serien-Überraschung des Jahres. Anya Taylor-Joy spielt darin überzeugend das junge Schachtalent Beth Harmon. Die Netflix-Serie auf Basis des Romans von Walter Tevis begleitet den Aufstieg der genialen Schachspielerin vom Waisenhaus bis ins ruhmreiche Rampenlicht des internationalen Schach-Zirkus. Doch es ist auch eine tragische Geschichte über das Erwachsenwerden talentierter Kinder und den Preis der Genialität. "The Queen's Gambit" ist ein Streaming-Hit und hat außerdem eine Welle der Begeisterung für das Schachspiel ausgelöst. Muss man in diesem Jahr gesehen haben! 

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