Emma (2020): Filme für Jane Austen Fans

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Film-Tipps
03/03/2020

Emma und 11 andere Filme für Fans von Jane Austen

Jane Austen ist ein Evergreen, auch in Film & Fernsehen: Diese 12 Filme werden Fans der britischen Autorin lieben.

von Erwin Schotzger

Emma (2020)

Die 21-jährige Emma Woodhouse ist "hübsch, klug und reich", aber immer noch nicht unter der Haube. Viel lieber sieht sie sich selbst in der Rolle der Kupplerin. Die Liebe der anderen ist für Emma ein Spiel. Zum Zeitvertreib bahnt sie in ihrem Umfeld der Liebe ihren Weg oder legt auch einmal Liebenden Steine in den Weg. Dabei bedenkt sie nicht immer die daraus resultierenden Konsequenzen.

Mit Anya Taylor-Joy in der Hauptrolle verfilmt die ehemalige Modefotografin Autumn de Wilde den neben "Stolz und Vorurteil" wohl meistverfilmten Klassiker von Jane Austen neu. Der berufliche Werdegang der Regisseurin lässt sich deutlich an einem sinnlichen Faible für trendige Kleider, schöne Stoffe und modische Accessoires erkennen. In dieser Austen-Verfilmung kommt es auf jedes kleinste Detail an.

"Emma" ist bei Amazon Prime Video und Sky als Leihangebot verfügbar.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Clueless

Clueless (1995)

Die Highschool-Liebeskomödie ist eine moderne Adaption von "Emma", wobei Cher (Alicia Silverstone) die Rolle von Emma übernimmt. Darüber hinaus machte sich der Film Mitte der 90er-Jahre auch über US-Jugendserien im Fernsehen lustig, wurde dann aber aufgrund des kommerziellen Erfolges selbst als TV-Serie ("Clueless – Die Chaos-Clique") adaptiert.

"Clueless" ist bei Netflix zu sehen.

 

Emma (1996)

In dieser "Emma"-Verfilmung ist Gwyneth Paltrow als die besserwisserische Kupplerin unterwegs. Diese Komödie besticht vor allem durch die großartige Besetzung: Neben der neckischen Paltrow, damals gerade 24 Jahre alt, überzeugen auch Toni Collette, Alan Cumming und Ewan McGregor.

"Emma" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

Stolz und Vorurteil (2005)

Das bekannteste und wohl auch meistverfilmte Werk von Jane Austen wurde nie besser auf die Leinwand gebracht als in diesem Kostümschinken, der Keira Knightley eine Oscar-Nominierung für die Hauptrolle einbrachte. Der Film gilt als Paradebeispiel für einen opulenten Kostümfilm und als Goldstandard für "Jane Austin"-Verfilmungen, wenn man von der sechsteiligen BBC-Serie mit Jennifer Ehle und Colin Firth aus dem Jahr 1995 absieht.

"Stolz und Vorurteil" ist bei Amazon Prime Video zu sehen.

 

Stolz und Vorurteil und Zombies (2016)

Wie "Emma" wurde auch "Stolz und Vorurteil" unzählige Male in verschiedensten Versionen fürs Kino adaptiert. Diese Version ist so speziell, dass sie hier nicht fehlen darf! Ja, schon klar: Hier handelt es sich streng genommen nicht um eine Verfilmung von Jane Austen, sondern von Seth Grahame-Smith – aber sein Werk ist eine Zombie-Parodie von Austens Klassiker: England wird von einer Zombie-Epidemie heimgesucht, doch zum Glück hat Mr. Bennet seine Töchter zu wehrhaften Frauen erzogen und in den asiatischen Kampfkünsten unterrichten lassen. Horror-Trash auf Basis von Jane Austen. Was es nicht alles gibt!

"Stolz und Vorurteil und Zombies" ist bei Amazon Prime Video zu sehen.

 

Liebe lieber indisch (2004)

Wir sind noch immer bei "Stolz und Voruteil" – diesmal bei der Bollywood-Variante: "Bride & Prejudice", so der Originaltitel, versetzt die Handlung in die Gegenwart und nimmt das Publikum mit auf eine Reise von der indischen Stadt Amritsar nach London und Los Angeles und wieder zurück nach Indien. Eine Prise Kitsch gehört ja immer dazu, aber so hemmungslos kitschig war eine "Jane Austen"-Verfilmung noch nie.

"Liebe lieber indisch" ist zurzeit nur als DVD erhältlich.

 

Sinn und Sinnlichkeit (1995)

Kommen wir zum nächsten Werk aus dem Repertoire von Jane Austen, ebenfalls ein Paradebeispiel des Kostümfilms: "Sinn und Sinnlichkeit" von Meisterregisseur Ang Lee vereint Emma Thompson und Kate Winslet als die Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, was alleine schon ein Argument für Austen-Fans sein sollte. Mit dabei sind aber auch noch Hugh Grant und Alan Rickman. Der Film galt 1996 mit sieben Nominierungen als Oscar-Favorit. Doch nur Emma Thompson bekam einen Oscar, allerdings nicht für ihre Hauptrolle, sondern für die von ihr stammende Drehbuch-Adaption des Films.

"Sinn und Sinnlichkeit" ist bei Netflix zu sehen.

 

Mansfield Park (1999)

Die relativ freie Adaption des gleichnamigen Romans spielt zwar im 19. Jahrhundert, ist aber wie eine moderne Rom-Com inszeniert: Im Wesentlichen ist es die Liebesgeschichte zwischen Fanny Price (Frances O'Connor) und ihrem Cousin Edmund Bertram (Jonny Lee Miller), die als beste Freunde miteinander aufgewachsen sind und über einige Umwege ihre Liebe zueinander entdecken.

"Mansfield Park" ist derzeit nur als DVD/Blu-ray verfügbar.

 

Geliebte Jane (2007)

In "Becoming Jane", so der Originaltitel, wird kein Werk von Jane Austen verfilmt. Es ist aber auch keine echte Biografie. Vielmehr wird die junge Jane Austin zur Hauptfigur eines Films, der auch auf einem ihrer Bücher basieren könnte. Erzählt wird die (teilweise fiktive) Geschichte der jungen Frau bevor sie zur berühmten Autorin wurde. Eine Liebesgeschichte spielt dabei natürlich eine nicht unwesentliche Rolle, was sonst? Anne Hathaway spielt die junge Jane, James McAvoy ist ihr Love-Interest Tom Lefroy. Melodramatischer Stoff von Feinsten für "Jane Austen"-Fans!

"Geliebte Jane" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

Austenland (2013)

Jane (Keri Russell) ist Mitte 30, Single und hoffnungslos der Romantik in den Büchern von Jane Austen erlegen. Selbst ihre beste Freundin meint, dass ihr Single-Dasein an ihrer "Jane Austen"-Besessenheit liegen könnte. Im Vergnügungspark "Austenland", der nach den Büchern der populären Autorin gestaltet ist, hofft sie ihren Mr. Darcy zu finden. Würde der fiktive Themenpark in England tatsächlich existieren, wäre er wohl eine Traumdestination für Fans von Jane Austen.

"Austenland" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

Der Jane Austen Club (2007)

Um ihre Freundin Sylvia (Amy Brenneman) abzulenken, die nach 20 Ehejahren von ihrem Mann verlassen wurde, gründet Bernadette (Kathy Baker) einen Lesekreis. In dessen Mittelpunkt stehen alleine die sechs Romane von Jane Austen. Sylvias lesbische Tochter Allegra (Maggie Grace) macht nur ihrer Mutter zuliebe mit. Mit dabei sind auch noch die unglücklich verheiratete Prudie (Emily Blunt) und die Hundezüchterin Jocelyn (Maria Bello) sowie Grigg (Hugh Dancy) als einziger Mann, aber nur, weil er so Jocelyn näherkommen will. Bei den monatlichen Treffen des "Austen Clubs" stellt sich heraus, dass es im Liebesleben der sechs Mitglieder gewisse Überschneidungen mit den Geschichten der besprochenen Romane gibt.

"Der Jane Austen Club" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

Lost in Austen (2008)

Zum Schluss noch eine fantastische Ausnahme. Bei "Wenn Jane Austen wüsste", so der deutsche Titel, handelt es sich um eine vierteilige Miniserie: Die im London der Gegenwart lebende Amanda (Jemima Rooper) träumt von einem romantischen Leben wie in den Romanen von Jane Austen. Eines Tages entdeckt sie eine geheime Tür, die direkt ins Haus der Bennets aus "Stolz und Vorurteil" führt. Wie bei einer Zeitreise übernimmt sie plötzlich die Rolle von Elizabeth. Zunächst glaubt sie zu wissen, was passiert. Doch bald stellt sie fest, dass sie die Handlung beeinflussen kann. Und mit ihren Umgangsformen und Accessoires aus dem 20. Jahrhundert bringt sie das Leben der Bennets ziemlich durcheinander: Ihre Manieren sind zu lasch, ihr Mundwerk sitzt zu lose, ihr T-Shirt ist zu aufreizend und gewisse Themen einfach tabu. Und wer bitte braucht im 19. Jahrhundert Lipgloss? Die Welt von Jane Austen als amüsante Cultural-Clash-Comedy.

"Lost in Austen" ist bei Amazon Prime Video zu sehen.