George Bancroft

Longfellow Deeds ist ein einfacher und eher glückloser Glückskarten-Dichter in einer kleinen Vorstadt in Vermont. Doch eines Tages erhält er eine frohe Botschaft. Denn er ist der alleinige erbe des Bankiers Martin Semple, der bei einem Autounfall in Italien ums Leben gekommen ist. Die zuständigen Anwälte hoffen darauf, dass sie Deeds über den Tisch ziehen können, um ein große Stück vom Erbe in die eigene Tasche zu stecken. Aber es gibt auch noch Semples ehemaligen Butler Walter und den Journalisten Cornelius Cobb die dem anfangs etwas hilflosen Deeds unter die Arme greifen wollen. Währenddessen heftet sich die Starreporterin Louise „Babe“ Bennet an die Fersen des frischgebackenen Millionärs, da sie eine prestigeträchtige Story wittert. Je größer die Neider werden, umso mehr weiß sich Deeds aber auch zu wehren – nicht nur mit Worten.

Der berüchtigte Gangster William Rocky Sullivan kehrt nach der Verbüßung einer Gefängnisstrafe in das Chicagoer Stadtviertel zurück, in dem er aufwuchs, und wo er einst seine kriminelle Karriere startete. Dort trifft er auf seinen Jugendfreund und damaligen Komplizen Jerome Jerry Connelly, der inzwischen ein geläuterter Priester ist und sich dem Kampf gegen die Jugendkriminalität verschrieben hat. Ein Mittel dazu sind Basketballspiele zwischen jugendlichen Gangs, die aber immer wieder daran scheitern, dass sich keiner der Kids an die Spielregeln halten will - ganz so wie im täglichen Leben auf der Straße, bei dem sich stets das Recht des Stärkeren durchsetzt.

Da es sich nicht nur um Hollywoods ersten Gangsterfilm handelt, sondern um ein Werk Josef von Sternbergs, bietet sich "Underworld" als Fiktion kinogewordener Mythen und als Revue betörender Oberflächenreize dar.