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03/09/2021

Die 10 besten romantischen Filme auf Netflix

Bei Netflix herrscht viel Liebe: Von der leichtfüßigen Rom-Com über gefühlvolle SciFi bis hin zum herzzerreißenden Drama.

von Manuel Simbürger

In romantischen Filmen – und wir meinen so richtig, richtig romantisch, also schnulzig, picksüß, herzerwärmend, emotionsgeladen und nicht immer realitätsnah – siegt am Ende immer die Liebe. Das gehört sich so. Weil es in der Realität nicht immer so ist. 

Netflix hat das Potenzial von cineastisch verpackter Liebe erkannt und investiert seit geraumer Zeit vermehrt in eigens produzierte Rom-Coms, die tatsächlich (beinahe) durch die Bank großen Anklang finden: "To All The Boys" zum Beispiel, "The Kissing Booth" oder auch "Holidate". In all diesen Filmen suchen Teenager oder junge Erwachsene nach der großen Liebe, gelangen dabei auf zahlreiche leichtfüßig zu erklimmende Irrwege, nur um am Ende zur Erkenntnis zu gelangen, dass ... genau: Liebe eben über alles siegt. Und dass man allein glücklich sein kann, zu zweit aber noch viel mehr. Das ist kein Spoiler, das ist Film-Romantik-Gesetz.

Netflix weiß auch, dass sich Paare gern gemeinsam am Abend dem Streaming-Dienst hingeben, um sich vielleicht manchmal auf die Hingabe zur nach Netflix schönsten Hauptsache der Welt einzustimmen. Also wird nicht nur Eigenproduziertes, sondern auch allerhand Klassisches angeboten, von dem das Herz weich und die Seele gestreichelt wird: "Notting Hill" zum Beispiel oder auch "P.S.: Ich liebe dich".

Kurz: Von tiefschürfenden Liebesgeschichten zu leicht bekömmlichen Rom-Coms: Netflix hat sehr viel Liebe zu geben. 

Die Top 10 der romantischten Netflix-Filme:

Isi & Ossi (2020)

Isi und Ossi (Lisa Vicari, Dennis Mojen) könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie ist eine Milliardärstochter aus Heidelberg, er ein von Geldsorgen geplagter Boxer aus der Nachbarstadt Mannheim. Doch als sich Isi und Ossi begegnen, wittern beide ihre Chance, Nutzen aus dem anderen zu schlagen: Sie geht mit dem mittellosen Boxer aus, um ihre Eltern zu provozieren. Er versucht, dem reichen Töchterlein das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch nichts läuft wie geplant und Isi und Ossi versinken in einem emotionalen Chaos.

Diese von Oliver Kienle inszenierte und geschriebene Rom-Com mit Tiefgang ist die erste deutsche Film-Produktion von Netflix – und macht durchaus Lust auf mehr: Die Situationskomik passt, die Chemie zwischen den HauptdarstellerInnen ebenso. Alles in allem eine höchst unterhaltsame Liebesgeschichte.

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To All The Boys Always And Forever (2021)

Lara Jean Covey (Lana Condor) bereitet sich auf das Ende ihrer Highschool-Zeit und den Anfang ihres Erwachsenen-Daseins vor. Zwei Reisen, die ihr Leben entscheidend verändern, führen dazu, ihre Vorstellung vom Leben mit ihrer Familie, Freund*innen und Peter (Noah Centineo) nach ihrem Abschluss neu zu überdenken. 

Die ersten beide Teile der "To All The Boys"-Filme waren bereits ein Publikumshit, seit diesem Jahr gibt es nun endlich auch den dritten Teil. In bewährter und geliebter Manier wird uns eine emotionale Achterbahnfahrt mit schönen Darsteller*innen, leicht verdaulichen Gags und Teen-gerechter Melancholie präsentiert. Das Herz sitzt hier aber auf jeden Fall am rechten Fleck.

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Notting Hill (1999)

Es gibt Dinge, die gibt's nicht: Plötzlich steht die berühmte Hollywood-Schauspielerin Anna Scott (Julia Roberts) in der Londoner Buchhandlung des schrullig-liebenswerten William (Hugh Grant). Zumindest für William ist es Liebe auf den ersten Blick. Die beiden treffen sich zufällig wieder und nach und nach entstehen auch bei der zickigen Anna Gefühle für den Underdog. Dass beide aber aus grundverschiedenen Welten kommen, macht es ihrer Liebe nicht einfacher.

Der Kult-Film, der tatsächlich im noblen Londoner Stadtteil Notting Hill gedreht wurde, ist ein gelungener Mix aus Liebesfilm und Comedy, wobei die Gags für solch ein Genre überraschend bissig daherkommen. Elegant gefilmt, großartig besetzt und mit Mut zur Hollywood-Satire zwischen den Zeilen gehören die romantischen Verwirrungen zwischen Anna und William zu den Must-Sees eines jeden gefühlsseligen Pärchen-Film-Abends.

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P.S.: Ich liebe dich (2007)

Als Hollys (Hilary Swank) große Liebe Gerry (Gerald Butler) stirbt, liegt ihre Welt in Trümmern. Sie ist erst 29 Jahre alt, aber am Leben teilhaben möchte sie nicht mehr. Sie kapselt sich ab, ihr Haus verlässt sie nicht mehr. Eines Tages bekommt sie einen Brief – von Gerry. Von da an sollen noch viele weitere folgen. In jedem dieser Briefe stellt Gerry Holly einen Aufgabe, für die sie stets genau vier Wochen Zeit hat. Nach und nach findet Holly wieder ins Leben zurück.

Ganz große Liebesfilme machen auch vor großen, unangenehmen Themen nicht halt. Was passiert, wenn die große Liebe unerwartet stirbt? Stirbt man dann auch selbst? Mit viel Sensibilität und leisem Humor ist "P.S.: Ich liebe dich" ein warmherzig-berührendes Drama über die ganz großen Gefühle, die mit der Groteske namens Liebe einhergehen. Die größte Überraschung ist vielleicht Hilary Swank, die sich hier ungewohnt sanft zeigt, aber wie gewohnt in jeder Szene glänzt. Scene Stealer ist aber Lisa Kudrow in einer feinen Nebenrolle – und das ist wiederum weniger überraschend. Taschentücher bereithalten – auch beim Lesen des gleichnamigen Romans!

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The Lucky One (2012)

US-Marine Logan Thibault (Zac Efron) hat bereits drei Irak-Einsätze hinter sich. Den letzten, davon ist er überzeugt, hat er nur dank eines Fotos einer hübschen jungen Frau, das er zufällig am Boden liegen gesehen hat (während rund um ihn die Welt in die Luft flog), überlebt. Nun ist Logan wieder zuhause und möchte seinen "Glücksbringer" unbedingt ausfindig machen. Das gelingt ihm auch recht schnell: Die junge Frau heißt Beth (Taylor Schilling) und betreibt mitten am Land eine Hundezucht. Die beiden entwickeln tatsächlich starke Gefühle füreinander – doch dann taucht Beths Ehemann auf, der Besitzer des berüchtigten Fotos ...

Die Verfilmung des Nicholas-Sparks-Romans bietet das, was der/die geneigte ORF-Zuseher*in als Sonntagabend-Rosamunde-Pilcher-TV-Streifen bezeichnen würde: Malerische Landschaftspanoramen, überbordende Gefühle, wunderschöne Darsteller*innen (auch hier darf Efron in mindestens einer Szene seinen durchtrainierten Oberkörper präsentieren) und Herz-Schmerz-Drama, das bewegt, aber doch nicht zu sehr beunruhigt. "The Lucky One" versucht gar nicht erst, etwas anderes zu sein, als er ist, im Gegenteil: Er zelebriert den Kitsch mit Selbstbewusstsein und ohne Entschuldigungen. Und das ist durchaus okay!

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Crazy Stupid Love (2011)

Als sich seine Ehefrau (Julianne Moore) nach vielen Ehejahren unerwartet von Cal Weaver (Steve Carrell) scheiden lässt, muss der herausfinden, wie man als Single in einer Welt zurechtkommt (heißt: Frauen kennenlernt). Dass Cal ein in Sachen Flirts vollkommen unbeholfener Durchschnittstyp ist, hilft da auch nicht. Zu seinem Glück lernt er in einer Bar den selbst ernannten Doctor Love Jacob Palmer (Ryan Gosling) kennen – und der ist das genaue Gegenteil von Cal: gutaussehend, selbstsicher, charmant, ein Frauenheld. Die beiden tun sich zusammen, nichts ahnend, dass sie damit einen wildes Liebs-Reigen auslösen.

Munter, rasant, frech, sexy, ironisch: "Crazy Stupid Love" hebt sich angenehm vom Rom-Com-Einheitsbrei ab, (allzu viel) Kitsch bekommt man hier nicht zu sehen. Stattdessen punktet der Film mit pointierten Dialogen, wunderbar spielfreudigen Darsteller*innen und einem Sammelsurium an Definitionen von dem, was der Mensch "Liebe" nennt. Die eine oder andere Lebensweisheit gibt's obendrauf. Endlich eine romantische Komödie, die beide Geschlechter gleichermaßen anspricht.

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Ghost – Nachricht von Sam (1990)

Als Banker Sam (Patrick Swayze) ermordet wird, findet er sich in einer Art Limbus wieder, also einer Zwischenwelt zwischen Dies- und Jensseits. Um endlich zur friedlichen Ruhe zu kommen, muss er seinen Mörder zur Strecke bringen – und seine große Liebe Molly (Demi Moore) vor selbigem beschützen. Das ist an sich bereits ein nicht gerade einfaches Vorhaben, als Geist aber nochmal um einiges schwieriger.

"Ghost – Nachricht von Sam" ist ein zeitloser Gefühls-Mix aus Mystery, Thriller, Horror und Romanze. Die Töpfer-Szene mit Swayze und Moore ist legendär und zählt dank gefühlvoller Inszenierung, die dabei nie die Grenze zum Kitsch überschreitet, und subtiler Erotik zu Recht zu den romantischsten Szenen der Film-Geschichte. "Ghost – Die Nachricht von Sam" ist Romantik, die gleich auf mehreren Ebenen Gänsehaut auslöst.

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Den Sternen so nah (2017)

Die beiden Jugendlichen Gardner Elliot (Asa Butterfield, "Sex Education") und Tulsa (Britt Roberston) lernen sich im Internet kennen und verstehen sich auf Anhieb. Die abenteuerlustige Tulsa drängt auf ein "echtes" Treffen, aber der schüchterne Elliott ist zurückhaltend: Er leide unter der Glasknochenkrankheit, meint er, weshalb er lieber seine Zeit im sicheren Zuhause vorm PC verbringe. Die Wahrheit sieht jedoch anders aus – und ist weitaus spektakulärer: Elliott ist der erste auf dem Mars geborene Mensch. Seine Mutter starb bei der Geburt, seinen Vater lernte er nie kennen. Als er dann doch endlich auf die Erde darf, lernen sich die beiden kennen, und Elliott taucht in all die Be- und Sonderheiten des Planeten Erde ein. Jedoch ist sein Körper nicht dauerhaft für ein Leben auf der Erde geschaffen.

In "Den Sternen so nah" werden wir nicht nur Zeug*innen einer unkonventionellen Fernbeziehung, der Film beweist zudem, dass SciFi sehr wohl gefühlvoll und gar romantisch sein kann. Der Mix aus Teenie-Romanze und Science-Fiction mag zwar nicht immer ganz auserkoren sein, bietet aber auf jeden Fall einen willkommen abwechslungsreichen Ansatz einer Liebesgeschichte zwischen zwei Teenagern, die auf ganz besondere Art und Weise zusammen die Welt kennenlernen. Nicht mal der Himmel ist für Elliot und Tulsa das Limit.

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Wie ein einziger Tag (2004)

Einer an Alzheimer erkrankten Frau (Gena Rowlands), die in einem Pflegeheim lebt, wird von einem 84-jährigen Mann (James Garner) eine Geschichte aus einem alten Notizbuch vorgelesen. Diese spielt um 1940 und handelt von einem Paar (Ryan Gosling und Rachel McAdams), das trotz Klassenunterschieden zueinander findet und beschließt, das Leben miteinander zu verbringen – allen schwierigen Hindernissen zum Trotz. Denn Liebe ist stärker, Liebe vergeht niemals. Und Liebe vergisst man nicht. Oder?

Ein betont ruhig und einfühlsames, dabei aber höchst emotionales und eindringliches Drama, das noch lange nach dem Abspann wirkt. "Wie ein einziger Tag" führt uns einmal mehr vor Augen, wie nahe Schicksal, Liebe und Tragödie beieinander liegen und dass der Mensch nur so viel tun kann, wie er tun kann, um gegen das Leben anzukommen. Der Film beschwört das Ideal einer großen Liebe, ohne dabei jemals zu sehr der Over-The-Top-Gefahr zu verfallen. Gosling und McAdams überzeugen dank akzentuiertem Spiel. Nach einem Roman von Nicholas Sparks.

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Zwei an einem Tag (2011)

Nach einer kurzen, aber intensiven College-Romanze gehen Emma (Anne Hathaway) und Dexter (Jim Sturgess) getrennte Wege. Sie schließen aber einen außergewöhnlichen Deal: Jedes Jahr am 15. Juli treffen sie einander, um ihre Fortschritte im Leben zu vergleichen. Wie ist es der schüchternen Emma in den vergangenen zwölf Monaten ergangen, was hat der draufgängerische Dexter erlebt? Sie sind sich gegenseitig eine Stütze, aber ihre Charaktere sind zu unterschiedlich für eine gemeinsame Beziehung. Doch wenn etwas zusammenschweißt, dann ist es das Leben, durch das man gemeinsam geht.

Authentisch, feinfühlig und tiefgreifend erzählt "Zwei an einem Tag" von der ganz großen Liebe, von Seelenverwandtschaft und der emotionalen Achterbahnfahrt, die sich Leben nennt. Überraschend humorvoll und untermalt mit einem tollen Gute-Laune-Soundtrack. Gegen Ende erwartet uns gar ein überraschender und umso dramatischer erzählerischer Kniff. 

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