Henri Serre

Die berühmteste - und vielleicht berührenste - Dreierbeziehung der Filmgeschichte, die eigentlich "Jules, Jim et Catherine" heißen müsste.

Paris zu Beginn des Jahrhunderts: Zwei Freunde, der Deutsche Jules und der Franzose Jim, verlieben sich in die lebenslustige Catherine. Diese entscheidet sich für Jules und zieht sich mit ihm in den Schwarzwald zurück. Nach dem ersten Weltkrieg besucht Jim, der Cathérine immer noch liebt, die beiden. Cathérine, inzwischen Mutter einer Tochter und vom Leben mit Jules gelangweilt, beginnt eine Affäre mit Jim, die sie jedoch ebensowenig befriedigt wie Verhältnisse mit anderen Männern. Vor den Augen von Jules fährt sie schließlich mit einem Auto, in dem außer ihr auch Jim sitzt, in einen Fluß...

Der Kampf auf der Insel

— Le Combat dans l'île

Clément, Sohn eines reichen Industriellen, hat sich in Paris einer rechtsextremen Terror-Organisation angeschlossen, deren Anführer Serge er wie einen Vater liebt. Serge überredet Clément, einen Gewerkschaftsführer zu töten. Aber letztlich warnt Serge das Opfer und läßt Clément, ohne daß dieser es ahnt, auf eine lebensgroße Puppe schießen. Cléments Liebe zu Serge schlägt in Haß um…

Die Geschichte eines Pferdediebes und seiner Freunde in einem kleinen, von russischen Soldaten besetzten polnischen Städtchen um 1905. Eine heitere Gaunerkomödie, die auch im Klamauk noch recht witzig ist und vor allem durch die unauffällige Verbindung von Privatem und Anekdotischem mit den politischen Hintergründen überzeugt.

Das Irrlicht

— Le Feu follet

Alain Leroy, ein Pariser Bohémien, scheint über alles zu verfügen, was ein angenehmes Leben ausmacht. Doch Alain hat mit seinem Leben abgeschlossen und sieht im Freitod seinen letzten Ausweg. „Das Irrlicht“ ist ein bewegender Film, dessen Stimmung mit der Musik Erik Saties untermalt wird. Auf der Biennale 1963 wurde er mit dem Spezialpreis der Jury und dem Preis der Filmkritik ausgezeichnet.