© Ryan Philippe in "Eiskalte Engel"

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05/11/2021

13 erotische Hollywood-Filme, die dich in Fahrt bringen

Cineastische Höhepunkte mal anders: Diese Filme laden zum Zurücklehnen und Genießen ein.

von Manuel Simbürger

An alle, die spätestens Anfang der Nullerjahre geboren sind: Könnt ihr euch noch erinnern, wie ihr in eurer Jugend masturbiert habt? Keine Angst, ihr befindet euch immer noch auf einer seriösen Film-Seite, und die Verbindung zwischen Kopfkino und Hollywood-Kino ist auch schnell erklärt: Damals, da gab's noch kein Porn-Fast-Food, keine Filmchen auf Pornhub, Xhamster oder ähnlichen Online-Freizeitparks-für-Erwachsene, die rund um die Uhr geöffnet haben und für schöne Stunden (oder Minuten) sorgen.

Damals waren wir maximal auf- und erregt, wenn wir in Mainstream-Filmen einen nackten Busen, einen knackigen Hintern oder gar heiße Sexszenen zu sehen bekamen. Die wurden dann, hatte man den Film auf VHS (oder sogar schon auf DVD), immer und immer wieder angesehen, bis zum buchstäblichen Höhepunkt des Seh-Vergnügens. Cineastische Stimulation einmal anders, sozusagen.

Und, ganz ehrlich – und das ist auch der Tipp, den wir euch an dieser Stelle mitgeben möchten: Es sind nicht immer die frontalen und rücksichtslos-derben (Kamera-)Blicke in alle Körperöffnungen, die am meisten erregen. Manchmal ist es viel erotischer, weil sinnlicher, "weniger" zu sehen, das Ganze schön verpackt in gute Geschichten und toll ausgeleuchtete Szenen, sowie dargestellt von unseren Hollywood-Lieblingen, die noch dazu in der Regel besser aussehen als Porno-Stars. Das berührt nämlich nicht nur den Unterleib, sondern auch den Geist. Und regt die bildliche Vorstellungskraft an. Wie beim Lesen. 

Ein kleiner Tipp für Netflix-Abonnent*innen: Gebt ihr im Suchfeld die Begriffe "sinnlich" oder "steamy" ein, schenkt Netflix euch, quasi als Belohnung für eure geistige Kreativität, einige der heißesten Filme, die der Streaming-Gigant zu bieten hat. Viel Spaß – und gern geschehen!

Die 13 besten Sex-Filme aus Hollywood:

Boogie Nights (1997)

Ein Film, der Pornoszenen imitiert – und dabei besser ist als das Original: Wenn es zwischen Julianne Moore und Mark Wahlberg heiß vor der (Film-im-Film-)Kamera hergeht, dann ist es fast unmöglich, dass sich bei den Zuseher*innen vorm Bildschirm nichts rührt. Moores und Wahlbergs Darstellung einer rohen und alles überwindenden Sexualität ist die beste Sex- und Erotikszene des Films, dem es an eben solchen ohnehin nicht gerade mangelt.

Spätestens, wenn die Crew große Augen bekommt, als Wahlberg alias Dirk Diggler die Hosen runterlässt, beginnt auch unser Kopfkino zu rattern – und hört nicht mehr auf, bis wir am Ende des Films endlich mit dem großen kleinen Diggler belohnt werden. 

"Boogie Nights" könnt ihr auf Amazon Prime leihen oder kaufen. Hier geht's direkt zum Film!

Eiskalte Engel (1999)

Die permanent unterschwellige Erotik des Films, in dem wirklich alle dauergeil zu sein scheinen, bringt das Publikum fast um den Verstand. Dialoge, so heiß wie die Darsteller*innen selbst und derart unverblümt, dass nichts mehr im Unklaren bleibt. Es ist ein Tabubruch, dass die beiden Stiefgeschwister Kathryn (Sarah Michelle Gellar) und Sebastian (Ryan Phillippe) um eine wilde gemeinsame Liebesnacht wetten, aber das ist irgendwie auch die Kirsche auf diesem Sahnehäubchen der dreckigen und unbändigen Lust, die der Film mit jeder kleinsten Szene ausstrahlt.

Egal ob der sinnliche Zungenkuss zwischen Gellar und Selma Blair, das Aneinanderreiben der perfekten Körper zwischen Gellar und Philippe – Dirty Talk inklusive! –, oder Reese Witherspoon als ausbalancierende Blümchensex-Romantikerin: Heißer als "Eiskalte Engel" geht's fast nicht mehr. Die Fleischeslust in Person darf aber Hottie Ryan Philippe sein, der es unmöglich macht, sich dank eindeutig-zweideutiger Gesten und einer der heißesten Pool-Szenen der Filmgeschichte auf die Handlung des Films zu konzentrieren (die übrigens wirklich gut ist!).

Hier geht's direkt zum Film!

9 1/2 Wochen (1986)

Öffentlich sorgte das Erotik-Drama dank seiner für damalige Verhältnisse sehr mutigen SM-Szenen für laute Diskussionen, hinter verschlossenen Türen wahrscheinlich für so manchen neuen Pep im Schlafzimmer: Mickey Rourke und Kim Basinger gehörten zu den größten Sexsymbolen der 1980er-Jahre, die Chemie zwischen ihnen ist in diesem Kultfilm so dick, dass man sich gern ein Scheibchen davon abschneiden würde. Da können Jamie Dornan und Dakota Johnson einpacken.

Kultig ist natürlich Basingers hoch erotischer und selbstbewusster Striptease vor dem Küchenrollo, der nicht nur sie, sondern auch Joe Cockers lasziven Hit "You can leave your hat on" unsterblich machte. Hier sehen wir eine kluge Frau, die die sexuellen Zügel in der Hand hat und mit den Waffen der Weiblichkeit spielt, ohne dabei jemals anti-feministisch zu wirken, vielmehr ist das Gegenteil der Fall. In "9 1/2 Wochen" lernen wir außerdem, dass Lebensmittel nicht nur zum Essen da sind. Yummie!

"9 1/2 Wochen" ist derzeit leider nur bei privaten Anbieter*innen als Blu-ray erhältlich.

Call me by your name (2017)

Halbnackte schwitzende Körper, die sich der Wärme der Sonnenstrahlen hingeben, die Lüsternheit zwischen ihnen so heiß wie der flirrende Sommer, den sie miteinander verbringen. Der junge, seinen Hormonwallungen ausgesetzte Teenager, der in eine Wassermelone masturbiert, die von seinem fünf Jahre älteren Objekt der Begierde hungrig und mit Augenkontakt verspeist wird.

Jeder einzelne Kuss so elektrisierend wie ein Blitzschlag im Sommergewitter, jede Berührung ein Feuerwerk der Glückshormone. Die gepflegte Gedämpftheit des Geschehens so wollüstig inszeniert wie ein sexueller Fiebertraum, der einen schweißnass und keuchend um sich schlagen lässt. Und dann, oh ja, und dann diese Szene inmitten der wunderschönen, einsamen Natur der ebenso stimulierenden italienischen Lombardei, in der die Hand endlich ungeniert ins Zentrum der Fleischeslust vordringen darf. 

Kein Film, sondern eine Ode an die Sinnlichkeit. 

"Call me by your name" gibt es auf Amazon Prime zum Kaufen oder Leihen. Hier geht's zum Film!

Eyes Wide Shut (1999)

Ende der Neunziger waren Tom Cruise und Nicole Kidman, man kann es irgendwie gar nicht mehr glauben, eines der angesagtesten Traumpaare Hollywoods. In Stanley Kubricks Erotik-Drama (es ist der letzte vollendete Film des Kult-Regisseurs und eine moderne Verfilmung von Arthur Schnitzlers "Die Traumnovelle") geben die beiden ein Ehepaar, das sich in erotische Fantasien verstrickt, dekadente Kostümball-Orgien inklusive. 

Der reale Hintergrund der Hauptdarsteller*innen macht die gemeinsamen Sexszenen natürlich umso interessanter, prickelnder und erotischer. Wie viel davon ist gespielt, wie viel davon ging auch in deren Privatgemächern ab? Wer keinen Gossip-Fetisch vorzuweisen hat, kommt bei "Eyes Wide Shut" trotzdem auf seinen Kosten: Erotische Träumerei wird hier zum Stilmittel, verführerisch inszeniert mit der Seele eines Poeten. Was durchaus verstörend und berauschend, kurz: so komplex wie Sexualität eben ist, zugleich anmutet. Und jede Menge zum Analysieren gibt's obendrein.

"Eyes Wide Shut" gibt es auf Amazon Prime zum Kaufen oder Ausleihen. Hier geht's zum Film!

Basic Instinct (1992)

Es ist die vielleicht erotischste Szene der Filmgeschichte nach Marilyn Monroes wehendem Kleid in "Das verflixte 7. Jahr" und die ganz sicher berühmtesten zwei Sekunden, seit es Hollywood gibt: Sharon Stone als bisexuelle Mörderin und Sex auf zwei (unendlich langen) Beinen, die von den Cops verhört wird – und einen unerwarteten Einblick zwischen ihren Beine gewährt, ohne Unterwäsche, dafür mit ganz viel Selbstbewusstsein und noch mehr Eleganz. Die Szene sorgte damals für einen markerschütternden Schrei unter Moralaposteln, heute ist sie jene Szene, die Sharon Stone zur zeitlosen Erotik-Queen macht.

Aber auch abseits dieser Ohne-Höschen-Szene ist der Erotik-Thriller vollgepackt mit heißen Momenten und erotischem Knistern: Stone und Douglas liefern sich ein Katz-und-Maus-Spiel weit weg vom kindlichen Vergnügen, Stone selbst verkörpert Sinnlich- und Begehrlichkeit mit jeder Faser ihres Körpers. Das Verlangen der beiden füreinander findet dann endlich in einer lüsternen Szene seine Erlösung, die derart realistisch aussieht, dass unser Kopfkino noch mehr als ohnehin angefeuert wird.

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The Boy Next Door (2015)

Wenn die Sexsymbole Jennifer Lopez und Ryan Guzman aufeinandertreffen, bleibt kein Stein auf dem anderen – und keine Hand über der Decke! Die Sexszenen der beiden sind so heiß, dass wir sie hier nicht abbilden können, auf Pornhub sind sie aber vertreten. Da wird jeder einzelne Muskel, jedes Fleckchen Haut zum Kunstwerk, Lopez und Guzman geben sich der Lust hin, als ob es kein Morgen gäbe – wer braucht da schon "echte" Pornofilme?!

Obwohl, mit Pornostreifchen hat dieser Erotik-Thriller nicht nur die heißen Szenen gemein: Die Story von "The Boy Next Door" ist so dünn, dass mann sich getrost vollends auf die gestählten Körper der beiden Hauptdarsteller*innen konzentrieren darf – sogar ohne schlechtes Gewissen!

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Blau ist eine warme Farbe (2013)

Selten wurden queere Liebesszenen derart leidenschaftlich, romantisch, facettenreich und auch explizit gezeigt wie in "Blau ist eine warme Farbe" – wobei manche Kritiker*innen bemängeln, damit vor allem ein heterosexuelles männliches Publikum ansprechen zu wollen.

Ganz abstreiten lässt sich dieser Einwurf nicht, in den Momenten der Selbstliebe lassen wir aber diese Analytik ausnahmsweise gerne beiseite und erfreuen uns an zwei Körpern, die zu Kunstwerken werden, während sie miteinander verschmelzen und den Jetzt-Moment zum universellen Sehnsuchtsort werden lassen. Erotik wird hier zum Traum und Traum zur Erotik. 

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Nymphomaniac 1 + 2 (2013)

Regisseur Lars van Trier schafft es, ein Psychodrama mit so heißen Szenen zu verbinden, dass wir nach dem Handanlagen ein schlechtes Gewissen haben – und trotzdem immer wieder zu "Nymphomaniac" in gewissen Momenten zurückkehren. Die Geschichte der Nymphomanin Joe (Charlotte Gainsbourg) geizt nicht mit nackten Tatsachen, im Gegenteil: Die Darsteller*innen (darunter auch Shia LaBeouf) vögeln sich hier im wahrsten Sinne des Wortes mit Leib und Seele durch ein Leben ohne Ziel – so explizit, dass Pornodarsteller*innen als Body-Doubles für den Dreh verwendet wurden. 

In "Nymphomaniac" ist für alle Sex-Geschmäcker etwas dabei, Begehren oszilliert hier ständig zwischen Sünde und reinster Form des Zwischenmenschlichen. Besonders an die Hand, ähm, ans Herz legen wollen wir euch die Threesome-Szene, die ihr am Foto oben seht: die ist aufgrund der Authentizität nämlich ganz besonders heiß und schafft es, das Blut sowohl vom hetero- als auch homosexuellen Publikum in Wallung zu bringen.

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Love and other drugs (2010)

Wenn Jake Gyllenhaal und Anne Hathaway in der Küche übereinander herfallen, gleicht eben diese danach einem Schlachtfeld, heil bleibt dabei nur wenig: Schon das Filmposter von "Love and other drugs" lässt erahnen, wie körperbetont es mitunter in dieser romantischen Tragikömodie zugeht – und wie magnetisierend die sexuelle Anziehungskraft zwischen Hathaway und Gyllenhaal ist.

Beide räkeln sich genüsslich im Bett, beide stellen unter Beweis, wieso sie zu den heißbegehrtesten Darsteller*innen Hollywoods gehören. Auf die großen Gefühle und die Seele wird dabei natürlich nicht vergessen, was die (Bett-)Szenen der Zwei noch ansprechender macht. Selten waren Passion, Romantik, Gier, Libido, Sehnsucht und Sinnlichkeit in einer derart faszinierenden Symbiose vertreten.

"Love and other drugs" gibt es auf Amazon Prime zum Kaufen oder Leihen. Hier geht's zum Film!

Sliver (1993)

Geht es um Erotik im Film, kam man an Sharon Stone in den 1990er -ahren nicht vorbei: Hier ist es William Baldwin (Bruder von Alec Baldwin), mit dem sie erneut eine ebenso ungezügelte wie gefährliche Leidenschaft verbindet.

Voyeure kommen bei "Sliver" gleich doppelt auf ihre Kosten: nicht nur wegen der atemberaubend scharfen Liebesszenen zwischen Stone und Baldwin (der seiner Co-Darstellerin in Sachen Sexyness um nichts nachstand), sondern auch wegen der Handlung selbst: Hier geht's nämlich um heimlich installierte Videokameras in Wohnungen, die der Bedeutung "Big Brother is watching you" eine vollkommen neue Bedeutung geben. Das sorgt für eine prickelnde Atmosphäre – nicht nur der Spannung wegen.

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Die Träumer (2002)

Eva Green und Michael Pitt gehen für ihre Rollen bekanntlich nicht nur über Grenzen, sondern reißen diese auch nachhaltig ein. In "Die Träumer" von Bernardo Bertolucci (der rund 30 Jahre zuvor bereits mit "Der letzte Tango in Paris" für ein schwitzendes Publikum sorgte) geht's um ein jugendliches Zwillingspärchen (Green und Louis Garrel), das sich einen jungen Studenten (Pitt) in die elterliche Pariser Wohnung holt, wo Intimität und Begehren zu einem exzessiv-avantgardistischen Konglomerat verschmelzen, während draußen auf den Straßen die Studentenproteste toben. Das berührt und stimuliert gleichermaßen. 

Zwischen Green, Pitt und Garrell sprühen dermaßen die erotischen Funken, dass man ständig in Sorge ist, der TV-Bildschirm würde jede Sekunde in Flammen aufgehen. Nacktheit ist natürlich wie sinnlich gleichermaßen, die Sehnsucht nach körperlicher Nähe ebenfalls, das Geschlecht oder gar der Verwandtschaftsgrad wird hier zur Nebensache.

Das rührt auf, ist aber mit einer bebenden sinnlichen Wucht inszeniert, jenseits von Kitsch oder Voyeurismus-Fantasien. Die Darsteller*innen lassen sich vor der Kamera derart von ihrer Leidenschaft vereinnahmen, sich derart gehen, dass es schwierig ist, als Zuseher*in nicht genau dasselbe zu tun.

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Wild Things (1998)

Der Erotik-Thriller mit Matt Dillon, Neve Campbell und Denise Richards genießt mittlerweile Kultstatus – auch dank des hingebungsvollen Kusses im Pool zwischen den beiden Protagonistinnen und des ebenso erotisch-sinnlich-heißen Dreiers zwischen allen drei ProtagonistInnen: Zum einen kommt die derart unerwartet daher, dass man schon deshalb von Null auf Hundert mit dem ganzen Körper in Alarmbereitschaft ist. Gleichzeitig ist Sex mit zwei Frauen (beziehungsweise Sex zwischen zwei Frauen) natürlich auch eine der zeitlosesten Fantasien der Männerwelt, die hier auch mit großer Leidenschaft bedient wird, Fight-Scene zwischen nassen Frauen im knappen Bikini inklusive. Manchmal können Klischees erschreckend effektiv sein.

Kurz: legendär und immer noch so stimulierend wie zu unseren Jugendzeiten!

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