Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries, re.) tanzt wieder durch das Berlin der 1920er-Jahre – hier an der Seite von Vera (Caro Cult).

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08/12/2021

Die 11 besten Historien-Serien auf Amazon Prime

Diese Serien machen aus der abstrakten Vergangenheit erlebbare Welten, die dich die Gegenwart völlig vergessen lassen.

von Manuel Simbürger

Historische Serien tauchen in längst vergessene Zeiten und Epochen ein und zeigen, wie die Welt früher ausgesehen hat. Da metzelten sich noch Krieger und Vikinger auf den Feldern nieder, man fiel vor KönigInnen auf die Knie oder tanzte in prunkvollen Festsälen dem Sonnenaufgang entgegen.

Auch wenn die Kostüme prachtvoller, die Sitten rauer und die Gesetze kompromissloser waren: Herzschmerz, Liebesdramen und die Gier nach Macht gab es vor vielen hundert Jahren genauso wie heute. Was uns zeigt: das menschliche Verhalten ist eben zeitlos.

Die 11 besten Historien-Serien auf Amazon Prime:

Taboo (seit 2017)

Epoche: London, 1814

Darum geht's: Der mysteriöse Einzelgänger James Keziah Delaney (Hollywood-Schwergewicht Tom Hardy) galt als tot, taucht aber plötzlich wieder in seiner Heimat London auf – und lässt dort keinen Stein auf dem anderen.

Er möchte das Erbe seines Vaters, ein Schifffahrtsunternehmen, übernehmen, was ihm allerdings nicht jeder gönnt, streng genommen eigentlich fast keiner. Also nimmt James den Kampf gegen Misstrauen, Korruption, Gewalt und Intrigen an – und nimmt es sogar mit der Queen selbst auf. Zudem ist da noch ein düsteres Familiengeheimnis ...

Zeitreise-Empfehlung: Viel Blut, viel Exzess, viel Gewalt, viele tolle Bilder. Aggressiv, grausam, obszön und ein einziger wilder Ritt!

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"Boardwalk Empire" (2010-2014)

Epoche: Atlantic City/USA, 1920

Darum geht's: Während der Prohibition ist Alkohol verboten, was natürlich das organisierte Verbrechen aufblühen lässt. Mittendrin: der Politiker Nucky Thompson (Steve Buscemi), für den die Bezeichnung "korrupt" noch ein Hilfsbegriff ist. Der charismatische Gangster schreckt auch vor Mord nicht zurück. Gleichzeitig steigt Atlantic City zum größten Freizeit- und Vergnügungsparadies der Welt auf.

Zeitreise-Empfehlung: Pompös und aufwendig inszeniert sowie mit viel Liebe zum historischen Detail erzählt: "Boardwalk Empire" ist ein unterhaltsames und moralisch fragwürdiges Sittenbild einer längst vergangenen Zeit. Martin Scorsese mischte als Produzent und Regisseur einzelner Episoden mit.

"Boardwalk Empire" ist nicht im Prime-Abo enthalten. 

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Downton Abbey (2010-2015)

Epoche: England, Anfang 20. Jahrhundert

Darum geht's: Im Fokus steht das Lieben, Leben und Leiden der wohlhabenden Familie Crawley, die im titelgebenden Herrschaftshaus mit den Veränderungen und Herausforderungen der damaligen Zeit umgehen muss – unter anderem dem Ersten Weltkrieg, der Spanischen Grippe, dem Untergang der Titanic und der Einführung des Frauenwahlrechts. Wir folgen aber genauso sehr den Angestellten des Hauses, die in Sachen Drama ihren "Herrschaften" um nichts nachstehen.

Zeitreise-Empfehlung: Die epische Familiensaga bringt uns historische Ereignisse aus persönlicher Sicht näher und nutzt dabei alle Elemente, die eine Edel-Soap zur Verfügung hat. Herz des hochkarätigen Casts ist Maggie Smith, die ihre jüngeren KollegInnen mühelos an die Wand spielt. "Downton Abbey" wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit 19 Primetime Emmy Awards.

"Downton Abbey" ist nicht im Prime-Abo enthalten. 

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Genius (Seit 2017)

Epoche: quer durch das Geschichtsbuch

Darum geht's: Diese außergewöhnliche Anthologie-Serie von National Geographic hat sich voll und ganz den größten Genies der Menschheitsgeschichte verschrieben. In jeder Staffel geht's um eine andere große Leuchte, in der ersten gleich mal um das Leben und Wirken von Albert Einstein (Geoffrey Rush). Im zweiten Jahr begleiten wir Pablo Picasso (Antonio Banderas) auf seinem Lebensweg, während die dritte Season tief in das Leben und die Psyche von Aretha Franklin (Cyntia Erívo) eintaucht.

Zeitreise-Empfehlung: Eine faszinierende Studie darüber, wie nahe Genie und Wahnsinn oftmals beieinander liegen – aber auch darüber, dass die großen Geister während ihrer Lebenszeit immer wieder missverstanden werden. Regt zum Nachdenken und Recherchieren an. Eine Hommage, die sich aber trotzdem nicht in Lobhudelei verliert.

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Babylon Berlin (seit 2017)

Epoche: Berlin, 1920er Jahre

Darum geht's: Rauschhafter Exzess und extreme Armut, Emanzipation und Extremismus, Verlockungen und Abgründe stehen sich im Berlin der 1920er-Jahre gegenüber. Für Kunst und Kultur sind es die "Goldenen Jahre", gleichzeitig blüht das Verbrechen. Mittendrin: Kommissar Gereon Rath (Volker Bruch), der wegen Erpressung und anderer Schandtaten ermittelt. Noch ahnt kaum jemand, in welche Katastrophe der aufkommende Nationalsozialismus führen wird.

Zeitreise-Empfehlung: Berlin als historisch akkurat inszenierter Sündenpfuhl der Welt, ein Melting Pot aus Vergangenheit und Zukunft sowie allen Gesellschaftsschichten. Hier tun sich menschliche Abgründe auf – aber so glamourös und verführerisch, dass man sich gern kopfüber in sie hinabstürzt. Eine Abhandlung über das gesellschaftliche Moral- und Wertesystem in den 20ern, bissig tiefgründig und herrlich magisch.

"Babylon Berlin" ist nicht im Prime-Abo enthalten. 

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"Mad Men" (2007-2015)

Epoche: New York City, 1960er Jahre

Darum geht's: Frauenheld Don Draper (Jon Hamm) ist einer der Creative Directors von "Sterling Cooper", der Werbeagentur mitten auf der New Yorker Madison Avenue. Mit Charme, Witz, Egoismus, Sexismus und eiskalten Lügen hat es Don bis an die Spitze geschafft, er entwirft Werbungen für die ganz großen Marken der Welt, die Frauen liegen ihm zu Füßen. Ganz anders: seine Sekretärin Peggy Olsen (Elisabeth Moss), die sich in dieser männerdominierten Welt erst Respekt verschaffen muss ...

Zeitreise-Empfehlung: Ebenso kultiges wie stylishes, vielschichtiges, detailverliebtes, betont langsam erzähltes und perfekt gespieltes Retro-Meisterwerk, dem es gelingt, die wilde Aura der Sixties samt ihrer gesellschaftlichen Umbrüche einzufangen.

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Die Tudors (2007-2010)

Epoche: England, 1518

Darum geht's: Im gar nicht so romantischen mittelalterlichen England herrscht der legendäre junge König Henry VIII (Jonathan Rhys Meyers), dem es mithilfe von Intrigen und gnadenloser Härte gelungen ist, die Macht an sich zu reißen. Denn Macht ist alles, was für den royalen Jungspund zählt – und natürlich seine insgesamt acht Frauen, mit denen er unbedingt einen Nachkömmling zeugen wollte. Denn sexy Henry VIII war ein Casanova vor dem Herren. Doch mit seinem Verhalten und seiner Rücksichtslosigkeit hat er sich viele Feinde inner- und außerhalb des Königreichs geschaffen, die alles daran setzen, um den Monarchen zu stürzen.

Zeitreise-Empfehlung: Das ergreifende Historien-Drama besticht mit Soap-Elementen, blutigen Schockmomenten, reichlich Sexszenen, atemberaubenden Kostümen und dem hypnotisierenden Spiel von Rhys Meyers.

"Die Tudors" ist nicht im Prime-Abo enthalten. 

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Penny Dreadful (2014-2016)

Epoche: London, 19. Jahrhundert

Darum geht's: Im viktorianischen London wimmelte es nur so von furchterregenden und grausigen Gestalten – zum Beispiel Dr. Frankenstein und sein Monster, Dorian Grey, Dracula oder Van Helsing. Diese berühmten und legendären Horror- und Fantasy-Figuren treffen in dieser düsteren Schauer-Serie aufeinander. Mittendrin: Josh Hartnett, Eva Green und Timothy Dalton.

Zeitreise-Empfehlung: Unheimlich, blutig, erotisch, bisschen überdreht – und ordentlich mysteriös! "Penny Dreadful" ist der perfektionierte Mix aus Horror, Literatur und Historie. Einen guten Magen und starke Nerven solltest du allerdings mitbringen. 

"Penny Dreadful" ist nicht im Prime-Abo enthalten. 

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Rom (2005-2007)

Epoche: 50 v. Chr. bis 29 v. Chr.

Darum geht's: Im Grunde um den Untergang der Römischen Republik und die Entstehung des Kaiserreichs unter Julius Cäsar (Ciarán Hinds). Im Mittelpunkt: Die beiden Soldaten Lucius Vorenus (Kevin McKidd aus "Grey's Anatomy") und Titus Pullo (Ray Stevenson), die nach dem Krieg nach Rom zurückkehren und sich erst wieder im Alltag einfinden müssen. Währenddessen brodelt es unter der Oberfläche der Reichen und Mächtigen politisch bereits ordentlich ...

Zeitreise-Empfehlung: "Rom" ist bis heute eine der teuersten Serien aller Zeiten, pro Folge der ersten Staffel soll Sender HBO neun Millionen US-Dollar ausgegeben haben. Der tiefe Griff ins Geldbörserl hat sich gelohnt, das Historien-Epos ist ein bildgewaltiges Spektakel, das ähnlich wie "Game of Thrones", "Vikings" und "Spartacus" nicht mit Sexszenen und brutalen Schlachten geizt, dabei aber auch nicht auf das Zwischenmenschliche vergisst. Spannender als jedes Geschichtsbuch!

"Rom" ist nicht im Prime-Abo enthalten. 

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Ripper Street (2012-2016)

Epoche: London, 1889

Darum geht's: Auch diese Serie spielt im nebelverhangenen London – und zwar in einer Zeit, als der Hype rund um den Frauenmörder Jack the Ripper die britische Gesellschaft spaltete und in Angst und Schrecken versetzte.

In "Ripper Street" sind die schrecklichen Serienmorde zwar schon sechs Monate vorbei, die Identität vom Ripper ist aber immer noch nicht geklärt. Das setzt die Londoner Polizei ordentlich unter Druck, weshalb die berüchtigte "H Divison" gegründet wird. Doch neben Jack gibt es noch viele weitere Verbrecher, die in der Dunkelheit lauern ...

Zeitreise-Empfehlung: Ein nervenaufreibender Thriller mit reißerischen Storyplots, die die Angst vor dem berüchtigten Serienmörder – und dem Monster unter dem Bett – auch auf die andere Seite der Mattscheibe transportieren und uns oftmals einen kalten Schauer über den Rücken rieseln lassen.

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Hell on Wheels (2011-2016)

Epoche: USA, 1863

Darum geht's: Das Western-Drama beginnt kurz nach dem Sezessionskrieg im Jahre 1863 und behandelt den Bau der ersten transkontinentalen Eisenbahn, die zu einigen gesellschaftlichen und politischen Spannungen führt. im Fokus steht aber genauso der ehemalige Sklavenhalter und konföderierte Soldat Cullen Bohannon (Anson Mount), der nach dem Ende des Krieges die Mörder seiner Frau und seines Kindes sucht. Eine Rachemission beginnt ...

Zeitreise-Empfehlung: "Hell on Wheels" lässt das lange für tot geglaubte Western-Genre wieder aufleben und verbeugt sich tief vor ihren Vorgängern wie den John Wayne-Filmen oder "Spiel mir das Lied vom Tod". Dreckig, episch, brutal, gefährlich, erbarmungslos – und so fest an der Gurgel packend, dass man Angst hat, eine ganze Zeit lang nicht mehr atmen zu können. 

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