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09/30/2021

Diese 10 Serien sollten Fans von "Modern Family" nicht verpassen

Diese Sitcoms werden dir den Abschied von Claire, Sophia, Mitch und Cam etwas leichter machen.

von Manuel Simbürger

Es hat gedauert, aber dank Netflix ist auch bei uns die Generationen-Sitcom "Modern Family" zum Riesenhit geworden. Falls du die aktuelle elfte Staffel bereits durchgebingt hast, haben wir allerdings schlechte Neuigkeiten für dich: Nachschub wird es von Phil, Claire, Mitch, Gloria und Family keinen mehr geben, die 18 Episoden sind die letzten der Serie. Auch wenn sich bereits in den letzten Jahren Ermüdungserscheinungen nicht verleugnen ließen, blutet trotzdem unser Herz: Keine Familien waren unterhaltsamer, liebenswürdiger und vor allem moderner als die Dunphys, die Pritchetts und die Pritchett-Tuckers. 

Du suchst möglichst schnell nach Nachschub, um den Abschiedsschmerz so klein wie möglich zu halten und greifst bei einer Trennung lieber zur Fernbedienung als zur Schoki? Kein Problem, wir sind für dich da:

10 lustige Serien wie "Modern Family":

Arrested Development (2003-2019)

Die Batemans sind so etwas wie die unsympathische, ja gar kriminelle Version der drei "Modern Family"-Clans: Hier geht's noch exzentrischer, noch skurriler und vor allem um einiges unmoralischer zu: Alles beginnt, als Familienoberhaupt George (Jeffrey Tambor) wegen Betruges hinter Gittern muss und sein ältester – und bei weitem vernünftigster – Sohn Michael (Jason Bateman) das riesige Bluth-Immobilien-Imperium übernehmen und vor dem Zusammenbruch retten muss. Hilfe kann er sich weder von seinen durchgeknallten Geschwistern (Portia de Rossi, Will Arnett, Tony Hale) noch von seiner Mutter (genial: Jessica Walter) oder seinem pubertierenden Sohn (Michael Cena) erwarten. 

Statt liebevollen Umarmungen, pädagogische Lehren und familiärem Zusammenhalt liefert "Arrested Development", das übrigens genauso wie "Modern Family" im Mockumentary-Stil daherkommt, Intrigen, Skandale, Egozentrik, ikonische One-Liners und den gesellschaftlichen Mittelfinger am laufenden Band. Der Humor ist stark doppelbödig und mitunter gewöhnungsbedürftig. Mehrfach ausgezeichnet und laut diversen KritikerInnen eine der besten Serien aller Zeiten. 

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black-ish (seit 2014)

"Modern Family" hast du geliebt, aber der Cast war dir nicht divers genug? Dann haben wir für dich die passende Alternative: In "black-ish" steht die Schwarze Familie Johnson im Fokus, die wir begleiten, wie sie die großen und kleinen Dramen des Alltags meistert und sich dabei auf nicht viel, aber stets auf einander verlassen kann.

Der Humor ist ähnlich pointiert und frech wie bei "Modern Family", "black-ish" kommt aber deutlich gesellschaftskritischer und lebensnaher daher, finden doch auch brisante Thematiken wie Rassismus, Polizeigewalt oder Trumps Wahl-Sieg immer wieder Einzug in die Serie. Das glitzernde Juwel von "black-ish" ist aber eindeutig der Cast, angeführt von Laurence Fishburne und Tracee Ellis Ross, der Tochter von Diana Ross.

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Superstore (2015-2021)

"Ugly Betty!"-Star America Ferrera ist der Mittelpunkt dieser erfrischenden Sitcom, in der es zwar nicht wirklich um eine Familie geht, sondern vielmehr um eine Familie von MitarbeiterInnen, die alle in der fiktiven Supermarktkette "Cloud 9-Superstore" arbeiten, wo es, typisch amerikanisch halt, wirklich alles zu kaufen gibt. Gemeinsam müssen sie sich mit nervenden KundInnen, übervollen Regalen und vor allem miteinander auseinandersetzen.

Ähnlich wie "Modern Family" fängt "Superstore" den Kern der ur-amerikanischen Seele (in diesem Fall: den Kapitalismus) perfekt ein und oszilliert verspielt zwischen Gesellschaftskritik und (feinfühligem) Schenkelklopfer-Humor. Die Themen sind zeitgenössisch, der Cast bravourös divers, die schauspielerischen Leistungen on point. Der Supermarkt wird hier zum Sinnbild des US-amerikanischen Traums, der sich irgendwo auf dem Weg nach oben verlaufen hat.

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Schitt's Creek (2015-2020)

Lange Zeit unter der Wahrnehmungsgrenze dahindümpelnd, gelang der Sitcom mit "American Pie"-Star Eugene Levy und seinem Sohn Daniel erst in der letzten Staffel (und während der Pandemie) der ganz große Durchbruch: Es regnete Auszeichnungen (darunter alle Preise in den sieben wichtigsten Emmy-Kategorien!) en masse, die Sitcom war plötzlich Tagesgespräch und sowohl bei Teens, als auch bei Erwachsenen en vogue. Es geht um die ehemals steinreiche Familie Rose, die sich nach ihrem finanziellen Ruin in der Kleinstadt Schitt's Creek ein neues Leben aufbauen muss, die sie einst als Scherz gekauft hatten. Klar, dass die BewohnerInnen über die snobistischen Neuankömmlinge nicht sonderlich begeistert sind ...

Perfekt getakteter Humor, überraschend dreidimensional gezeichnete Charaktere und das gegenseitige Beschnüffeln über alle Unterschiede und Grenzen hinweg: Wie "Modern Family" ist "Schitt's Creek" eine kluge Feel-Good-Serie mit der richtigen Dosis an Lebensweisheiten, emotionaler Tiefe, skurrilen Figuren und vor allem dem Herz am rechten Fleck.

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Malcom mittendrin (2000-2006)

Der Nullerjahre-Klassiker unter den Familien-Sitcoms: Bryan "Breaking Bad" Cranston glänzt in dieser bis obenhin mit anarchischem Humor gefüllten Serie als tollpatschig-liebenswürdiger Familienvater Hal, der sich mit vier (später fünf) Söhnen, von denen einer hochbegabt ist, und seiner dominant-cholerischen Ehefrau herumschlagen muss.

Während bei anderen ähnlichen Sitcoms nur gemäßigt der Haussegen schief hängt, wird bei den Wilkersons gestritten, gerauft und getobt, bis man sich als ZuschauerIn selbst schützend unter der Kuscheldecke versteckt. Unter der kratzigen Oberfläche haben sich hier aber natürlich trotzdem alle lieb – was uns die Hoffnung gibt, dass auch die unharmonischste Familie da draußen noch nicht gänzlich verloren ist.  Bis heute hat die frech-bissige Sitcom von ihrem Charme nichts verloren. Weil sie uns das (Familien-)Leben mit allen Ecken und Kanten spüren lässt. 

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Fresh off the boat (2015-2020)

"Fresh Off the Boat" mit Randall Park und Constance Wu in den Hauptrollen ist eine urkomische Interpretation des berüchtigten Kulturschocks einer taiwanesisch-amerikanischen Familie, die Mitte der 1990er von Chinatown/Washington, DC nach Orlando/Florida, umzieht, um ihr eigenes Country-Western-Steak-Restaurant zu eröffnen. Während die Mutter mit den kulturellen Gegensätzen zu kämpfen hat, jagt der Vater dem Amerikanischen Traum hinterher. Der Sohn wiederum hat einen Narren an Hip-Hop gefressen ...

Basierend auf dem Buch "Fresh Off the Boat: A Memoir" des US-amerikanischen Starkochs Eddie Huang zeichnet die Serie ein lebensnahes und liebevolles Porträt zweier Welten, die lernen müssen, dass Mensch-Sein viele Gesichter, aber doch nur eine Seele hat. Wer an Glorias USA-Kritik in "Modern Family" seine Freude hatte, wird "Fresh off the boat" lieben. Zwar weniger für die breite Masse aufbereitet, aber trotzdem eine große Identifikationsfläche auf universaler Ebene bietend. 

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Die Goldbergs (seit 2013)

Bei den "Goldbergs" geht's zurück in die kunterbunte Welt der 1980er Jahre: Sprössling Adam hält das gesamte chaotische Familienleben mit seiner brandneuen Videokamera fest, der Mockumentary-Stil von "Modern Family" findet sich hier also zumindest indirekt wieder. Vor Adams neugieriger Linse bleibt nichts verborgen, seien es die Wutausbrüche seines Dads, das überfürsorgliche Verhalten seiner Helikopter-Mutter oder die ewigen Zankereien mit seinen Geschwistern.

Der Nostalgie-Faktor verleiht der Sitcom einen ganz besonderen Charme, der Humor ist ungefährlich und regt an, das Leben zu genießen und einfach mal abzuchillen. Kurzweiliger Spaß für die ganze Familie – und mit tollen Cameo-Auftritten von Stars wie David Spade, Charlie Sheen oder Miranda Cosgrove.

"Die Goldbergs" gibt es auf Amazon Prime zu kaufen. Hier geht's zur Serie!

The Middle (2009-2018)

Fans von den Dunphys und allen voran der Dunphy-Kids Haley, Alex und Luke sollten sich "The Middle" nicht entgehen lassen – und auch LiebhaberInnen der Krankenhaus-Sitcom "Scrubs" werden hier endorphingeschwängerte Purzelbäume schlagen, denn Hauptdarsteller der Familien-Comedy ist niemand geringer als Neil Flynn, "Scrubs"-berühmt-berüchtigter Hausmeister. Er ist das Oberhaupt der US-amerikanischen Mittelklasse-Familie, im Fokus steht aber eigentlich seine Frau Frankie (Patri­cia Heaton), die als Autoverkäuferin versucht, ihre Familie gerade so über die Runden zu bringen.

Geldprobleme mögen bei den Dunphys zwar nur eine geringe Rolle gespielt haben, Schwierigkeiten in der Schule und im Beruf, Pubertät und so manch anderen emotionalem Hick-Hack kennen wir aber auch aus "Modern Family". Besonders die höchst unterschiedlichen und zuweilen schrägen, aber liebevoll gezeichneten Charaktere der Kids lassen nostalgische Gefühle aufkommen.

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Türkisch für Anfänger (2006-2008)

"Modern Family"-Alternativen findet man nicht nur in den USA, sondern auch bei unseren Lieblingsnachbarn: Wie die US-Sitcom dreht sich auch "Türkisch für Anfänger" mit dem späteren Kinostar Elyas M'Barek ("Fack Ju Göthe") um Themen wie Patchwork-Familie, Irrungen und Wirrungen der Pubertät, Religion und natürlich jede Menge Culture Clashes (Gloria und Jay lassen grüßen!).

Im Fokus steht eine deutsch-türkische Patchwork-Family, die nicht nur lernen muss, dass der Familienkern plötzlich um einiges größer ist und das Kinderzimmer einem nicht mehr alleine gehört, sondern auch, dass die Kulturunterschiede zwischen Deutschland und der Türkei manches mal größer sind, als man zugeben mag ... Zwar nicht ohne Klischees, aber herzerwärmend, lebhaft und lebensfroh.

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Life in Pieces (2015-2019)

Bei "Life in Pieces" wirst du als "Modern Family"-Fan so einige Déjà-vus haben, langweilig wird dir aber bestimmt trotzdem nicht, denn trotz ähnlichem Humor und Setting besticht die Serie doch mit einer ganz eigenen Tonalität und unverwechselbarem Vibe: Die Sitcom handelt von der Großfamilie Short-Hughes mit ihren manchmal peinlichen, aber oft witzigen und herzerwärmenden Momenten des Lebens – erzählt aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder.

Jede Episode besteht aus vier Kurzgeschichten, die miteinander verwoben sind. Wie bei "Modern Family" steht auch hier eine Drei-Generationen-Familie im Fokus, bei der trotz aller Zwistigkeiten am Ende Blut immer dicker ist als Wasser. Prominent besetzt mit Colin Hands, James Brolin und Dianne West.

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