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Film-Tipps
06/19/2019

Die 12 besten postapokalyptischen Endzeitfilme zurzeit auf Netflix

Klimawandel, Atomkrieg oder Pandemie: Diese Filme machen aus dem Weltuntergang eine spannende Geschichte.

von Erwin Schotzger

Der drohende oder tatsächlich eintretende Weltuntergang hatte als Zukunftsszenario im Film schon immer eine große Anziehungskraft. Die Ursachen für den Untergang der menschlichen Zivilisation sind dabei vielfältig: Atomkrieg, Alien-Invasion, Zombie-Pandemie, Überbevölkerung oder immer öfter ökologische Katastrophen im Zuge der globalen Erderwärmung (gerne auch mit dem Begriff "Klimawandel" verharmlost).

Diese sehenswerten Endzeitfilme hat Netflix zurzeit im Programm:

 

12. DIE WANDERNDE ERDE

Die Sonne steht kurz davor, zum Roten Riesen zu werden und die inneren Planten zu verschlucken. Daher wurde die Erde mit gewaltigen Raketentriebwerken versehen, um sie aus dem Sonnensystem hinaus zum nächstgelegenen Stern Proxima Centauri zu manövrieren. Auf dem Weg droht eine Kollision mit dem Jupiter, die es zu verhindern gilt.

Der chinesische Science-Fiction-Film basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte des Star-Autoren Liu Cixin. Professionell umgesetzt vom chinesischen Studio hinter "Warcraft" und "The Great Wall", aber mit gewöhnungsbedürftigen Eigenheiten asiatischer Filme. Zudem nur im Original oder in englischer Synchronfassung verfügbar, die nicht immer synchron erscheint. Wir bevorzugen in diesem Fall das Original mit deutschen Untertiteln.

 

11. IO – LAST ON EARTH

Für die Geschichte rund um Sam (Margaret Qualley) und Micah (Anthony Mackie), die vielleicht letzten Menschen auf dem Planeten, muss man sich Zeit nehmen. Wer spannende Sci-Fi-Action erwartet, wird definitiv enttäuscht werden. Denn dieser Endzeitfilm, in dem die Erde durch Umweltverschmutzung weitgehend unbewohnbar geworden ist, geht es sehr langsam und unspektakulär an. Auch die Dialoge sind nicht immer wissenschaftlich akkurat, manchmal sogar haarsträubend. Interessant ist der Film vor allem durch die apathische Stimmung, die aber immer wieder durch eine Hoffnung gebende Symbolik der Wiedergeburt durchbrochen wird.

 

10. THE CLOVERFIELD PARADOX

Die Energieressourcen der Erde werden in fünf Jahren endgültig erschöpft sein. Die letzte Hoffnung für eine Rettung vor der globalen Energiekrise und drohenden Kriegen um Ressourcen ist der experimentelle Shepard-Teilchenbeschleuniger, der in einer Raumstation im Erdorbit getestet wird. Doch beim ersten Test geht einiges schief. Plötzlich ist die Erde verschwunden und auf der Raumstation gibt es Hinweise, dass durch das Experiment die Grenzen zwischen alternativen Realitäten durchlässig geworden sind.

Der dritte "Cloverfield"-Film nach "Cloverfield" (2008) und "10 Cloverfield Lane" (2016) gilt im Vergleich mit den Vorgängern als schwächster Teil der Filmreihe. Geschmacksfrage, finden wir.

 

9. TWELVE MONKEYS

Eine Seuche hat in der Zukunft beinahe die gesamte Menschheit ausgelöscht. Der verwirrte Cole (Bruce Willis) wird in die Vergangenheit geschickt, um die Ursache der Pandemie zu finden. Der Klassiker von Regisseur Terry Gilliam ist Zeitreise- und Endzeitfilm in Einem.

 

8. PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION & REVOLUTION

Im ersten Teil der neu verfilmten "Planet der Affen"-Filmreihe, "Planet der Affen: Prevolution" (2011), wird ein Retrovirus geschaffen, der für Menschen tödlich ist, während Primaten dadurch intelligenter werden. Im zweiten Teil, "Planet der Affen: Revolution" (2014) sind zehn Jahre vergangen: Der Großteil der Menschheit wurde ausgerottet, während die Affen unter der Führung des Schimpansen Caesar in den Wäldern um San Francisco ihre eigene Zivilisation aufbauen. Eine kleine Gruppe von Menschen, die gegen den Virus immun sind, leben in der Stadt. Beim Versuch ein Wasserkraftwerk wieder in Betrieb zu nehmen, kommt es zum Konflikt zwischen Affen und Menschen. Dabei spielen Vorurteile, Missverständnisse und Intrigen eine nicht unwesentliche Rolle. Jason Clarke ist diesmal der Gute, Gary Oldman wie so oft der Böse.

Beide Filme sind gelungene Remakes der klassischen Filmreihe. Der dritte Teil "Planet der Affen: Survival" (2017) ist noch nicht bei Netflix verfügbar.

 

7. OBLIVION

In dem aus unserer Sicht unterschätzten Endzeit-Thriller mit Tom Cruise wurde die Erde im Zuge einer Alien-Invasion verwüstet. Die Angreifer konnten zwar abgewehrt werden, allerdings ist der Planet nun weitgehend unbewohnbar. Die Reste der Menschheit leben auf dem Saturnmond Titan und in Raumstationen. Die Erde dient als Rohstofflieferant, vor allem für Wasserstoff aus den Weltmeeren. Der Drohnenmonteur Jack Harper (Cruise) soll eine Verteidigungsdrohne reparieren, der die Rohstofflager vor immer noch auftauchenden Aliens schützt. Bei seinem Einsatz auf der unwirtlichen Erdoberfläche, trifft er auf eine mysteriöse Frau in einer abgestürzten Rettungskapsel. Durch sie stößt Jack auf ein Geheimnis, dass sein gesamtes Weltbild infrage stellt.

 

6. ZOMBIELAND

Regeln für das Überleben nach der Apokalypse sind immer gut, besonders dann, wenn sie so lustig wie die in "Zombieland" sind. Die Kultkomödie steht hier auch stellvertretend für das wohl populärste Subgenre des Endzeitfilms: die Zombie-Apokalypse! Freilich gibt es auf Netflix eine breite Auswahl an Zombiefilmen (empfehlenswert wären auch: "Train to Busan", "Cargo" und "World War Z"). Mehr Stoff für Fans der Zombie-Apokalypse gibt's hier:

5. BIRD BOX

Die Menschheit wird von einer mysteriösen, möglicherweise übernatürlichen Macht in Angst und Schrecken versetzt. Im Angesicht dieser Macht verlieren Menschen den Verstand oder begehen Selbstmord. Nur ein Blick kann tödlich sein. Daher verstecken sich die Überlebenden im Dunkeln oder wagen sich nur mit verbundenen Augen ins Tageslicht. Malorie (Sandra Bullock) erfährt von einem Ort, an dem ein Leben in Sicherheit möglich ist. In einem Boot wagt sie mit ihren Kindern die gefährliche Reise. Der Horrorfilm wurde im Vorjahr von einer Rekordzahl an Netflix-Usern angeschaut.

 

4. BOOK OF ELI

Kultiger Endzeit-Western im Stil von "Mad Max": Im Jahr 2044 streift Denzel Washington als wortkarger Wanderer Eli durch karge Landschaften und zerstörte Ruinenstädte. In seinem Gepäck hat er ein mysteriöses Buch, das er mit seinem Leben beschützt. Der Schmalspur-Despot Carnegie (Gary Oldman) will das Buch in seinen Besitz bringen, weil er sich davon noch mehr Macht verspricht. "The Book of Eli" hat alles, was ein guter Endzeit-Actionfilm braucht.

 

3. MATRIX

Virtual-Reality-Thriller und Endzeit-Epos in Einem: Der Hacker Neo (Keanu Reeves) muss erkennen, dass die vermeintliche Realität nur eine virtuelle Scheinwelt ist, die den Menschen von intelligenten Maschinen vorgegaukelt wird. Nur eine kleine Gruppe von Menschen konnte entkommen und leistet Widerstand. Ihr Anführer Morpheus (Laurence Fishburne) meint ihn Neo den Auserwählten zu erkennen, der das Blatt im Krieg gegen die übermächtige Herrschaft der Maschinen wendet.

Die gesamte Trilogie, der ursprüngliche Kultfilm "Matrix" (1999) sowie die beiden Fortsetzungen "Matrix Reloaded" (2003) und das nicht 100-prozentig befriedigende Finale "Matrix Revolutions" (2003), ist bei Netflix zu sehen.

 

2. THE BAD BATCH

Das schockierende Endzeit-Drama erhielt gemischte Kritiken und floppte im Kino. Das wundert nicht, denn was Regisseurin Ana Lily Amirpour da abliefert, schaut zunächst wie die kleine Schwester von Mad Max aus, hält sich dann aber kaum an typische Hollywood-Erzählmuster. Arlen (Suki Waterhouse) wird aus der Gesellschaft ausgestoßen und in einem abgesperrten Wüstengebiet in Texas ausgesetzt. Innerhalb dieses Geländes gibt es kein Gesetz. Schon bald fällt Arlen dort lebenden Kannibalen in die Hände, zu denen auch der Miami Man (Jason Momoa) und seine kleine Tochter gehören. Doch Arlen gelingt die Flucht. Ein stummer Einsiedler (kaum erkennbar: Jim Carrey) bringt sie zu einer Siedlung, in der keine Kannibalen leben. Obwohl es ihr dort gut geht, zieht es sie wieder zurück zu den Kannibalen.

Wer "The Bad Batch" eine Chance gibt, wird mit einer mehr als schrägen, aber letztens auch bewegenden Love-Story belohnt.

 

1. MAD MAX: FURY ROAD

"Mad Max: Fury Road" (2015) ist der fulminante Höhepunkt der kultigen Endzeit-Filmreihe von Regisseur und Drehbuchautor George Miller. Der titelgebende Charakter spielt hier eigentlich nur eine Nebenrolle. Hauptfigur in diesem visuell beeindruckenden Action-Spektakel ist Imperator Furiosa (Charlize Theron). Auch die Handlung ist denkbar simpel: Furiosa beschließt mit den fünf Sexsklavinnen ihres post-apokalyptischen Meisters in ihre alte Heimat durchzubrennen, verfolgt von einer Armee aus durchgeknallten Endzeit-Kriegern auf hochtourigen Fahrzeugen. Letztendlich stellt sich das als keine gute Idee heraus. Doch zum Glück hat Mad Max einen Plan B zur Hand.

Die 80er-Jahre-Trilogie mit Mel Gibson in der Hauptrolle – "Mad Max" (1979), "Mad Max: Der Vollstrecker" und "Mad Max: Jenseits der Donnerkuppel" – ist auch noch immer sehenswert und auch bei Netflix im Programm.