Cathryn Harrison

Zweiter Weltkrieg und Fliegeralarm in London. Sir probt zum 227. Mal Shakespeares King Lear. Er kennt nur die Sorge um sich und seine Theatergruppe und Störungendurch den Krieg empfindet er als persönliche Beleidigung. Sir steckt zur Zeit in einer tiefen Krise und nur Norman, sein persönlicher Garderobier seit Jahrzehnten, wird ihm helfen können. Norman geht ganz in der Aufgabe auf, für Sir dazusein. Diese Beziehung zwischen Sir und Norman ist viel inniger als Sirs Verhältnis zu seiner Frau, die auch im Ensemble ist. Doch diese Krise wird die bedrohlichste für das ungleiche Paar.

Der alte Ebenezer Scrooge ist ein hartherziger Geizkragen, wie man ihn im ehrwürdigen London wohl kaum ein zweites Mal antrifft. Für seine bedürftigen Mitmenschen hat er nur Geringschätzung übrig und Weihnachten hält er für geld- und zeitverschwendenden Humbug. In der Nacht zum 25. Dezember jedoch erhält er unerwarteten Besuch. Der Geist seines vor sieben Jahren verstorbenen Geschäftspartners Jacob Marley sucht ihn auf, um ihn vor einem schrecklichen Schicksal zu warnen. Marley bietet Scrooge nun eine Möglichkeit sich zu bessern und seine Hartherzigkeit, seine Gier und seinen Geiz abzulegen. Dazu werden ihn drei Geister aufsuchen, der Geist der vergangenen Weihnacht, der Geist der gegenwärtigen Weihnacht und der Geist der zukünftigen Weihnacht

Auf den Straßen herrscht ein blutiger Krieg zwischen Männern und Frauen. Die junge Lily kann gerade noch einer Exekution entkommen und flieht in ein abgelegenes Landhaus inmitten unberührter Natur. Auf dem märchenhaften Anwesen macht Lily überraschende Entdeckungen: nackte Kinder tollen mit einem großen Schwein, ein Einhorn trottet gemächlich vorbei und eine alte Frau in einem riesigen Bett spricht mit einer Ratte. Nach und nach gewöhnt sich Lily an die skurrilen Bewohner und durchlebt einen erstaunlichen Reifeprozess. Mit außergewöhnlichem Einfallsreichtum und Mut zum Extremen schuf Louis Malle eine bedeutungsschwangere, psychedelische Version von “Alice im Wunderland”, die deutlich brutaler und sexueller als ihre Vorlage ausfiel. Sven Nykvist, der das skurril-destruktive Märchen in beeindruckenden Bildern festhielt, erhielt für seine Kameraarbeit den César.

Auf der Flucht vor einem Bürgerkrieg zwischen Männern und Frauen findet Lily in einem abgelegenen Landhaus Zuflucht.

Kellner Alex arbeitet im Nobelrestaurant 'Bastards'. Doch sein Glück währt nicht lange und er landet auf der Staße. Von allen verlassen scharrt er ein paar Looser-Typen um sich und sie machen sich, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, auf zum 'Bastards'. Keiner soll entkommen! Ab jetzt heißt der Laden 'Eat The Rich' und der Name ist Programm. Die Reichen kommen in Scharen und verspeisen nichtsahnend ihresgleichen oder landen gar selbst in der Pfanne. Erst als der faschistische Innenminister Nosher Powell das Restaurant betritt, ist das Chaos perfekt.

Cathryn (Susannah York), Autorin phantastischer Kinderbücher und etwas emotionsarm verheiratet mit dem Geschäftsmann Hugh (Rene Auberjonois), bekommt eines Abend seltsame Anrufe, die ihr einreden, ihr Mann hätte ein Verhältnis. Tatsächlich scheint sie eine Art von Wahnvorstellungen zu haben, denn statt ihre Mannes sieht sie hin und wieder ihren toten Liebhaber Rene (Marcel Bozzufi). Auch ein Urlaub in einem weit entlegenen Landhaus bringt keine Besserung, vor allem als sie dort ihren Freund Marcel und deren Tochter Susannah antreffen. Immer mehr verstrickt sich Cathryn in dem Wirrwarr aus Wahn und Wirklichkeit, diskutiert mit mehreren eingebildeten Männern, begegnet sich schließlich selbst. Und das führt letztendlich zur Katastrophe...