Alle geplanten DC-Superhelden-Filme in naher Zukunft

Warner Bros.

Nach dem "Justice League"-Debakel ist es still geworden, um die DC-Superhelden. 2018 steht ganz im Zeichen von Marvel: Im April kam es zum großen Showdown der Marvel-Helden gegen den galaktischen Mega-Schurken Thanos in "Avengers: Infinity War". Im Mai trat Deadpool wieder in Aktion und im Juli hatte "Die Wespe" ihr Leinwanddebüt in "Ant-Man and the Wasp". Und auch danach stehen bereits zahlreiche Marvel-Filme am Programm.

Wo bleiben da die Superhelden von DC? Wir haben uns die Kino-Pläne von DC einmal näher angesehen. Das sind die bisher bekannten Pläne von DC-Mutterkonzern Warner Brothers für Filme auf Basis von DC-Superhelden:

 

AQUAMAN – 21. Dezember 2018

Aquaman: Was wir über den DC-Superheldenfilm bisher wissen Warner Bros.

Jason Momoa kehrt im Dezember als Arthur Curry aka Aquaman in einem eigenen Kinofilm zurück. Die Handlung von "Aquaman"schließt an die Ereignissen von "Justice League" an. Arthur versucht zwischen Atlantis und den "Oberflächenbewohnern" zu vermitteln. Regie führt James Wan, bekannt durch Horrorfilme wie "Saw", "Insidious" und "Conjuring" sowie den Actionfilm "Fast & Furious 7". Die Story hat Wan gemeinsam mit Geoff Johns geschrieben, dem DC-Kreativchef und einem der legendärsten Autoren des Comic-Verlages. Auch die Besetzung der wichtigsten Charaktere ist bekannt: Die Schurkenrolle übernimmt Yahya Abdul-Mateen II ("The Greatest Showman") als Black Manta. Amber Heard ("The Danish Girl") spielt Arthurs Frau Mera, Nicole Kidman seine Mutter Queen Atlanna und Patrick Wilson ("The Commuter") übernimmt die Rolle seines Halbbruders Orm, bekannt als der Ocean Master. Willem Dafoe spielt den königlichen Berater Nuidis Vulko.

 

SHAZAM! – 5. April 2019

DC

"Shazam!" wird wie auch "Aquaman" im DC Extended Universe (DCEU) spielen. Das DCEU ist im Vergleich mit dem Marvel Cinematic Universe (MCU) eher klein: Bisher spielen lediglich fünf Filme in diesem gemeinsamen DC-Universum (im Vergleich zu 18 MCU-Filmen): "Man of Steel", "Batman vs. Superman", "Suicide Squad", "Wonder Woman" und "Justice League". Es ist eher verwunderlich, dass gerade "Shazam!" Teil des düsteren DCEU sein wird. Denn im Mittelpunkt von "Shazam!" steht der 14-jährige Billy Batson (Asher Angel), der sich durch eben dieses magische Wort in einen erwachsenen Superhelden mit ähnlichen Kräften wie Superman verwandelt. Regie führt David F. Sandberg, bekannt durch die beiden Horrorfilme "Lights Out" und "Annabelle 2". Doch gegen alle Erwartungen hat Sandberg bereits angekündigt, dass "Shazam!" eher in Richtung Komödie geht und einer der "fröhlichsten" DCEU-Filme sein wird.

Bekannt ist auch, dass Dwayne Johnson in "Shazam!" nicht als Black Adam auftauchen wird (siehe unten). Der Bösewicht wird Dr. Thaddeus Sivana sein, gespielt von Mark Strong. Den erwachsenen Superhelden spielt Zachary Levi. In einem Interview hat Levi "Shazam!" mit dem Film "Big" mit Tom Hanks in der Hauptrolle verglichen. In der "Body-Switch"-Komödie verwandelt sich ein Junge in einen erwachsenen Mann.

 

JOKER – 4. Oktober 2019

Verleih

Der Erzfeind von Batman war im Gespräch für gleich zwei Kinofilme: An einer Ursprungsgeschichte für den Joker wird unter der Regie von "The Hangover"-Regisseur Todd Philips mit Hochdruck gearbeitet. Als Produzent war zunächst Martin Scorsese im Gespräch, doch sein Terminkalender war zu voll. Die Hauptrolle übernimmt Joaquin Phoenix, Alec Baldwin und Robert DeNiro sind ebenfalls mit an Bord. Hier gibt es alles, was wir bisher über diesen Joker-Film wissen. Über den zweiten Joker-Film gibt's weiter unten mehr zu erfahren.

 

BIRDS OF PREY – 7. Februar 2020

DC-Filme in Entwicklung: Birds of Prey Warner Bros.

"Birds of Prey" spielt im Batman-Universum von Gotham City. Im Mittelpunkt des Films stehen die beiden DC-Superheldinnen Huntress und Black Canary sowie die Polizistin Renee Montoya. Es handelt sich also um ein All-Female-Team. Im Laufe des Films soll auch Batgirl auftauchen und damit vor ihrem Solofilm vorgestellt werden. Mit dabei ist auch Margot Robbie, die den Film mitproduziert. Sie übernimmt wieder ihre Rolle als Harley Quinn. Der Schurke des Films ist allerdings männlich: Black Mask, ein Unterweltboss in Gotham City, bekannt aus den Batman-Comics. Die Rolle von Black Mask wird Ewan McGregor übernehmen, berichtet der Hollywood Reporter.

Das DC-Filmprojekt hat sich schneller entwickelt als "Suicide Squad 2" und das ähnliche "Gotham City Sirens". Als Regisseurin wurde Cathy Yan engagiert, die beim Sundance Film Festival mit "Dead Pigs" überzeugte. Am Drehbuch schreibt die Autorin Christina Hodson ("Bumblebee"). Warner Bros. hat inzwischen auch schon ein Datum für den US-Kinostart bekannt gegeben: den 7. Februar 2020 (Update).

 

WONDER WOMAN 2 – 5. Juni 2020

DC-Filme in Entwicklung: Wonder Woman 1984 Warner Bros.

Die Fortsetzung des Überraschungshits "Wonder Woman" war nur eine Frage der Zeit. Regie führt wieder Patty Jenkins. Ursprünglich war der Zweite Weltkrieg als Schauplatz im Gespräch, aber inzwischen ist klar, dass es die Zeit des Kalten Krieges im Jahr 1984 sein wird (der Arbeitstitel des Films ist nun "Wonder Woman 1984", kurz WW84). Mehr ist über die Gegenspielerin von Wonder Woman bekannt: Es wird die Archäologin Dr. Barbara Minerva sein. In den Comics ist sie die klassische "Wonder Woman"-Schurkin Cheetah. Für die Rolle wurde Kristen Wiig engagiert ("Downsizing", "Ghostbusters"). Der Filmstart wurde auf den Juni 2020 verschoben, um dem Film einen optimalen Sommerstart zu ermöglichen. 

 

SUICIDE SQUAD 2 – 2020

Verleih

"Suicide Squad" hatte zwar seine Schwächen (Plot Holes und ein generischer Showdown mit schwachem Schurken), aber durchaus auch gute Momente – allen voran jene, in denen Margot Robbie als Harley Quinn zu sehen war. Und der Film war ein kommerzieller Erfolg. Daher ist eine Fortsetzung geplant. Die Priorität des Films dürfte sich außerdem nach dem spektakulären Deal mit "Guardians of the Galaxy"-Regisseur und Drehbuchautor James Gunn deutlich erhöht haben.

James Gunn schreibt laut Berichten von Deadline Hollywood und The Hollywood Reporter nun das Drehbuch für "Suicide Squad 2", mit Blick darauf auch Regie zu führen. Denn der bisher vorgesehene Regisseur Gavin O’Connor dürfte sich in Richtung eines anderen Filmprojektes verabschieden. "Suicide Squad" ist der ideale DC-Film für Gunn, weil er hier wie bei "Guardians" wenig bekannte Charaktere in einem Team zusammenführen kann. Auch der ironische bis zynische Anti-Helden-Humor kommt hier gut zum Tragen.

Als Starttermin wird die erste Hälfte 2020 kolportiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Termin hält, dürfte sich mit Gunn an Bord erhöht haben.

 

THE BATMAN – 2020

Warner Bros.

Ursprünglich wollte Ben Affleck bei dem neuen Batman-Film mit dem schlichten Titel "The Batman" selbst Regie führen, das Drehbuch schreiben und die Hauptrolle übernehmen. Inzwischen hat er sich aber selbst zurückgenommen und will jetzt nur noch als Schauspieler zur Verfügung stehen. Drehbuch und Regie soll nun von Matt Reeves kommen ("Cloverfield", "Planet der Affen"). Angeblich hat er die Story von Affleck und Geoff Johns zur Gänze verworfen und arbeitet nun an einem neuen Drehbuch. Einen konkreten Starttermin gibt es nicht, aber – wenn nichts dazwischenkommt – sollte sich 2020 ausgehen.

 

GREEN LANTERN CORPS – 2020

Warner Bros.

Nach dem Flop mit "Green Lantern" im Jahr 2011 will DC den Helden in einem "Green Lantern Corps"-Film neu starten. Ursprünglich war der Starttermin für Juli 2020 vorgesehen, aber dann ist offenbar Regisseur Christopher McQuarrie ("Mission: Impossible – Rogue Nation") abgesprungen. Im Juni 2018 wurde bekannt, dass DC-Kreativchef Geoff Johns höchstpersönlich die Arbeit am Drehbuch übernimmt. Johns hat vor allem durch seine Neuausrichtung und Vertiefung des "Green Lantern"-Universums Kultstatus bei Comic-Fans erreicht.

Im Mittelpunkt des Films sollen laut Collider die Charaktere Hal Jordan und John Stewart in einem "Lethal Weapon"-ähnlichen Setting stehen. Eine Buddy-Cop-Actionkomödie im Weltall also? Klingt interessant, aber bis wir das Endergebnis im Kino sehen, wird es wohl noch dauern. Denn Johns hat mit dem Drehbuch von vorne begonnen. Nun wird ein Regisseur für den Film gesucht.

 

FLASHPOINT – 2021

Warner Bros.

Der Film war ursprünglich als Solodebüt für "The Flash" gedacht und für März 2018 geplant. Dann sprangen die Regisseure des Films ab. Das neue Regie-Duo besteht aus John Francis Daley und Jonathan Goldstein ("Game Night"). Der Titel lautet nun "Flashpoint" und orientiert sich am gleichnamigen Comic-Event. Darin reist Barry Allen zurück in der Zeit, um seine Mutter zu retten, und schafft dadurch eine alternative Realität. Diese Story bietet sich an, um einige Unstimmigkeiten im DCEU zu reparieren. Allerdings wurde genau diese Comic-Vorlage auch schon in der dritten Staffel der TV-Serie "The Flash" benutzt.

Der Drehbeginn wurde nach einem Bericht des US-Magazins Variety von Herbst 2018 auf das Jahr 2019 verschoben. Damit ist mit dem Film nicht mehr vor 2021 zu rechnen.

 

HARLEY QUINN & JOKER - noch kein Starttermin

Warner Bros.

UPDATE: Für den Spin-Off von "Suicide Squad" schlüpfen Margot Robbie und Jared Leto wieder in ihre Rollen. In einem Interview haben die Regisseure Glenn Ficarra und John Requa ("Crazy Stupid Love", "This is Us") gesagt, dass sie bereits ein fertiges Drehbuch bei Warner Bros. abgeliefert haben, das auch alle geliebt haben. Allerdings haben die Filme "Birds of Prey" und "Joker" (siehe oben) für DC und Warner Bros. eine höhere Priorität.

Die Story ist eine durchgeknallte Beziehungskiste zwischen Harley Quinn und dem Joker. Harley entführt den TV-Psychologen und Moderator Dr. Phil (den es in den USA tatsächlich gibt, sozusagen das US-Pendant zu Gerti Senger), weil sie und der Joker Beziehungsprobleme haben. Die beiden Drehbuchautoren beschreiben den Film als ein Liebesdrama, aber im Stil von "Bad Santa" (2003), dessen Drehbuch auch von Ficarra und Requa stammt. Das Regie/Autoren-Duo hofft, dass ihr Filmprojekt als nächster DC-Film nach "Birds of Prey" realisiert wird.

 

JUSTICE LEAGUE 2 – noch kein Starttermin

Warner Bros.

"Justice League" hat zwar weltweit beachtliche 658 Mio. $ an den Kinokassen eingespielt, war aber dennoch – nicht nur kommerziell - eine Enttäuschung für DC. Ursprünglich war Justice League 2 für den 14. Juni 2019 geplant. Aber dieses Datum wurde bereits vor dem Kinostart von "Justice League" zurückgenommen. Ein Hinweis darauf, dass der Film ähnlich wie "Avengers: Infinity Wars" ursprünglich als Zweiteiler geplant war. Doch auch hier wurden die Pläne von DC wieder einmal über den Haufen geworfen. Immerhin gibt der Post-Credit-Teaser von "Justice League" bereits eine spannende neue Richtung vor: Lex Luthor und die "Injustice League".

Doch einen neuen Starttermin für den zweiten Teil gibt es bisher nicht. Nicht einmal Gerüchte über den Regisseur (Zack Synder oder ein neuer Regisseur?). Nach dem Ausstieg von Henry Cavill als Superman und Ben Affleck als Batman wird eine Fortsetzung in naher Zukunft immer unwahrscheinlicher.

 

BLACK ADAM – noch kein Starttermin

Dwayne Johnson in "Black Adam" DC

Dwayne Johnson ist schon lange für die Hauptrolle in einem Solofilm des Anti-Helden und Shazam-Schurken "Black Adam" im Gespräch. Doch von dem DC-Filmprojekt war lange nichts mehr zu hören. Ursprünglich sollte Black Adam im geplanten Shazam-Film als Schurke auftauchen, aber die Produzenten kamen zum Schluss, dass Black Adam einen eigenen Film verdient. Johnson ist dafür auch eine gute Besetzung. Im Gespräch mit Collider hat Hiram Garcia von Seven Bucks Productions nun bestätigt, dass nach wie vor an dem Film gearbeitet wird. Johnson ist Mitbegründer der Produktionsfirma, die für Warner Bros. an Black Adam arbeitet. Ein Drehbuch gibt es bereits. "Black Adam" wird mit Sicherheit kommen und ein Filmerlebnis für DC-Fanboys werden, verspricht Garcia, der sich selbst als Fanboy bezeichnet. Doch zuerst kommt im April 2019 noch Black Adams jugendlicher Widersacher Shazam in die US-Kinos (siehe oben).

 

BATGIRL – noch kein Starttermin

DC Comics

Der "Batgirl"-Film scheint nach dem Ausstieg von Joss Whedon als Regisseur und Drehbuchautor wieder an Fahrt zu gewinnen. DC scheint nun nach einer weiblichen Regisseurin zu suchen, berichtet Collider. Wie bei "Birds of Prey" wurde auch hier Christina Hodson damit beauftragt das Drehbuch zu schreiben. Da Batgirl in diesem Film ihr Kinodebüt feiern soll, könnte Batgirl also die Fortsetzung von "Birds of Prey" werden.

 

SUPERGIRL - noch kein Starttermin

The CW

Im Zuge des Ausstiegs von Henry Cavill als Superman-Darsteller wurde klar, dass Warner Bros. einen Solofilm für Supergirl plant. Der Film über die Teenager-Cousine von Superman ist in einer frühen Planungsphase. Oren Uziel, Autor von "The Cloverfield Paradox", schreibt an einem Drehbuch. Sonst ist noch nicht viel bekannt. Einen Starttermin gibt es noch nicht.

Schon 1984 spielte Helen Slater die Superheldin in einem wenig erfolgreichen Kinofilm. Erfolgreicher ist hingegen die TV-Serie "Supergirl" des US-Senders The CW, die im Oktober in die vierte Staffel startet.

 

JUSTICE LEAGUE DARK – noch kein Starttermin

DC Comics

Das Filmprojekt rund um die okkulte Version der "Justice League" geistert immer wieder als Gerücht durch die Medien. Dem Team rund um John Constantine und Zatanna gehören magische DC-Charaktere wie Deadman, Swamp Thing und Madame Xanadu oder auch Frankenstein's Monster an. Als Regisseure waren schon Doug Liman ("Edge of Tomorrow") und Guillermo del Toro ("Hellboy", "Shape of Water") im Gespräch. Aber offenbar hat es das Projekt nie über die Entwicklungsphase hinausgeschafft.

Dieses Schicksal teilt "Justice League Dark" mit einigen Filmprojekten von DC wie z.B. Cyborg, Nightwing, Deadshot und Gotham City Sirens (hier wurde zuletzt David Ayer als Regisseur genannt) und Sandman.

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