Christian Doermer

DIE HALBSTARKEN zählte zu den größten kommerziellen Erfolgen des deutschen Nachkriegskinos, sein Star Horst Buchholz galt als die deutsche Antwort auf James Dean.

Das Riesenrad

— Das Riesenrad

Das Riesenrad ist ein Filmmelodram im Stil einer Familien- und Zeitchronik aus dem Jahre 1961. Die Geschichte einer Ehe im Lauf der Zeit, nach einem Bühnenstück von Jan de Hartog. Maria Schell und O. W. Fischer als adliges österreichisches Ehepaar, das sich während der Kaiserzeit kennen lernt und gemeinsam die ersten fünf Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts erlebt: Versuchungen und Verfehlungen, Weltkriege, Wirtschaftskrise, der Tod des Sohnes im Krieg. Sie erleben gute Zeiten / schlechte Zeiten und behalten immer ihren Frohsinn, so wie sich auch das Riesenrad des Wiener Praters immer weiter dreht.

Vom Scheitern eines deutschen Bundestags-Abgeordneten der ersten Stunde.

Flucht nach Berlin

— Flucht nach Berlin

Der Bauer Hermann Güden hat die Nase voll von den Schikanen der Partei und will sich und seine Familie in Sicherheit bringen. Nachdem er die Flucht seiner Frau und ihres gemeinsamen Kindes durchgeführt hat, will er ebenfalls die DDR verlassen. Doch der SED-Mann Baade hindert ihn daran. Die beiden prügeln sich und Hermann flieht. Baade wird aus der Partei ausgeschlossen und auf seiner Suche nach Rehabilitation verdächtigt, ebenfalls Republikflucht begehen zu wollen.

Der 19-jährige Freddy Borchert ist der Anführer einer Berliner Jugendgang. Er ist von zu Hause abgehauen, weil er seinen Vater, einen gewissenhaften Beamten, der seine Familie tyrannisiert, nicht mehr ertragen kann. Vater Borchert muss aufgrund einer Bürgschaft für seinen Bankrott gegangenen Schwager eine hohe Schuld abzahlen. Jan, Freddys jüngerer und etwas sanfterer Bruder, gewinnt durch dessen Angebereien den Eindruck, dass Freddy ein gemachter Mann ist. Er bittet ihn, ihm die 3.000 Mark zu geben, mit denen der Vater seine Schulden loswerden könnte. Seiner Mutter zuliebe verspricht Freddy, das Geld zu beschaffen, indem er ein "großes Ding" dreht. Die Bande überfällt ein Postauto und bringt die Beute in einem "geliehenen" Buick zu einem Bootshaus vor der Stadt. Doch in den geraubten Säcken sind nur wertlose Postanweisungen, und Freddys Ansehen innerhalb der Gang und bei seiner Freundin Sissy erreicht einen Nullpunkt...

Wer die Heimat liebt

— Wer die Heimat liebt

Der Jäger Jakob Sonnleitner liebt die Landschaft und die Natur seines Reviers. Eines Abends stellt er einen Wilderer, der beim Fluchtversuch tödlich verunglückt: Es ist der Sohn des im Dorf einflußreichen Bauern Hochegger. Dem Bauern gelingt es, die Abberufung Sonnleitners zu erzwingen, obwohl kein Zweifel daran besteht, dass der alte Jäger unschuldig ist. Sonnleitner wird in ein Revier am Neusiedler See versetzt. Bis zum Eintreffen des neuen Jägers pflegt seine Tochter Evi das alte Revier. Der neue Jäger Konrad Prandtner merkt erst, dass er ein Protektionskind des Bauern ist, als Hochegger von ihm verlangt, einen privaten Gläubiger im Revier einen Hirsch schießen zu lassen. Doch der Jäger lässt sich nicht auf den Handel ein – er ist sogar fest entschlossen, Hochegger zu entlarven.