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03/10/2021

Die 6 besten Kino-Adaptionen von Zeichentrickserien

Anlässlich zum Kinostart des neuen "Tom & Jerry"-Films: Die besten Kino-Adaptionen von legendären Zeichentrickserien.

von Manuel Simbürger

Wir sind positiv eingestellt und nehmen an, dass Corona nicht dazwischenfunken wird: Am 18. März kehren Tom und Jerry, die berühmtesten Erzfeinde der TV-Geschichte, ins Kino zurück. Nach dem enttäuschenden Ausflug auf die große Leinwand 1992 – die Macher begingen den großen Fauxpas, die beiden eigentlich stets wortlosen Tiere sprechen und gar singen zu lassen! – darf man sich diesmal vom Abenteuer des Katers und des Mäuserichs viel erwarten: nämlich ein Mix aus Animations- und Realfilm, gewohnt skurrile Verfolgungsjagden und natürlich die richtige Portion Herz, um auch die Allerkleinsten im Publikum (beziehungsweise deren Eltern) nicht zu verschrecken.

Natürlich ist es bei weitem nichts Neues, dass Zeichentrickserien fürs Kino adaptiert werden, ganz im Gegenteil: Seit jeher setzt Hollywood auf bei sowohl Kindern als auch Erwachsenen beliebten Stoffe aus dem TV-Zeichentrick-Bereich, um auch auf der großen Leinwand die große Kohle scheffeln zu können. Das Risiko zu scheitern ist schließlich um einiges geringer als bei neuen Stoffen, die bis dato noch nicht auf Publikumstauglichkeit getestet wurden. Bekannt sind die Kino-Verfilmungen der Cartoon-Klassiker "Scooby-Doo", "Garfield" oder "Alvin und die Chipmunks". Auch die Abenteuer der "Teenage Mutand Ninja Turles" fanden bereits mehrfach ihren testosterongeschwängerten Einzug ins Kino.

Sie alle gehören aber nicht zu den geglücktesten Versuchen, Zeichentrickserien in ein fürs Kino passendes Format umzuwandeln. Da gibt es weitaus bessere Beispiele – beinahe alles Kassenschlager, mitunter aber heute bereits wieder vergessen. Wir präsentieren euch folgend die sechs besten Kino-Adaptionen von Zeichentrickserien, die zum amüsanten Vergleich mit der Originalserie einladen. Viel Spaß!


Übrigens: Comic-Verfilmungen haben wir bewusst ausgelassen – das ist wieder eine ganz andere (Kino-)Geschichte.

Die Schlümpfe (2011)

Big, bigger, Kino: In der Leinwand-Adaption verlassen die Schlümpfe ihr friedliches und vor allem geheimes Zuhause mitten im Wald und landen ausgerechnet in der hektischen, lauten und unfreundlichen Metropole New York. Natürlich versuchen Papa Schlumpf, Schlumpfine (im Original gesprochen von Katy Perry!) und Co. alles, um schnell wieder nachhause zu kommen, immerhin ist ihnen auch schon Erzfeind Gargamel (Hank Azaria) dicht auf den Fersen. Gut, dass es auch noch nette Menschen gibt – wie Patrick (Neil Patrick Harris) und Grace (Jayma Mays).

Der weltweite Erfolg von "Die Schlümpfe" löste einen Animations-Realfilm-Trend aus. Die Story ist freilich vorhersehbar und auch die Gags lassen nur vereinzelt wirklich laut auflachen, in Sachen Technik kann man dem Film jedoch nicht viel vorwerfen. Die Schlümpfe selbst sind natürlich sowohl in Stil (3D!) als auch Charakterzügen stark modernisiert worden, was aber nur Fans der Originalserie aus den 1980ern stören dürfte. Ansonsten: astreiner Spaß für die ganze Familie!

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Die Muppets (2011)

Ein origineller Mix aus Real- und Animationsfilm ist diese 2011er-Kino-Neuverfilmung der legendären Puppen-Serie. Für das Drehbuch zeichnet (unter anderem) "How I met your mother"-Star Jason Segel verantwortlich, der auch die Hauptrolle übernahm. Ganz im Stil eines legendären Comebacks muss im Film die Muppet-Gang rund um Kermit, Miss Piggy und Gonzo wieder vereint werden. Eine Muppet-Show, wie man sie in den 1970er und 80er Jahren kannte und liebte, muss erneut auf die Beine gestellt werden, um den Abriss eines altehrwürdigen Theaters zu verhindern.

Im berühmt-berüchtigten "Muppets"-Stil geizt auch der Film nicht mit zahlreichen Promi-Cameos (u.a. Jack Black, Selena Gomez und Whoopi Goldberg), die allesamt sympathisch und erfrischend uneitel daherkommen. Eine große Rolle spielt auch die mitreißende Musik im Film, der Titelsong "Man or Muppet" konnte gar den Oscar für sich entscheiden. Insgesamt ist "Die Muppets" ein altmodischer Film im besten Sinne, der den charmant-frechen Charakter der bekannten Figuren einfängt und sogar noch verstärkt. 

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Paddington (2014)

Ebenso den Geist des Originals atmet nicht nur, sondern lebt auch die Kino-Adaption der britischen Kinderserie "Paddington" aus dem Jahr 2014. Wie schon die Buch- und TV-Vorlage fühlt sich die britische Verfilmung wie eine große, wärmende und liebevolle Umarmung an: Das Drehbuch glänzt durch originelle Einfälle, spielfreudige Schauspieler/Synchronsprecher (u. a. Nicole Kidman, Imelda Staunton, Ben Wishaw), süße (und ganz und gar britische!) Witzchen, detailverliebte Ausstattung, ganz viel Gefühl sowie Botschaften über Toleranz und Akzeptanz, ohne jemals den nervenden moralischen Zeigefinger zu erheben.

"Paddington" erzählt, wie der süße, höfliche, knuddelige und anglophile Teddybär nach London kommt – und wie er erst lernen muss, mit den Herausforderungen einer Großstadt umzugehen.

Den Film gibt es bei Amazon Prime zum Ausleihen oder Kaufen.

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Die Simpsons – Der Film (2007)

Ganze 18 Staffeln hat es gedauert, bis die berühmte (und gefürchtete) gelbe Familie aus Springfield auch auf der Kinoleinwand für Chaos und jede Menge Gesellschaftskritik sorgen durfte. Im Grunde ist "Die Simpsons – Der Film" eine überlange TV-Folge der erfolgreichsten Zeichentrickserie der Welt, inklusive zahlreicher bekannter Running Gags.

Neues erfährt man über Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie im Film zwar nicht, der beißende Witz, der waffenscheinpflichtige subversive Humor, die hohe Gag-Dichte und auch der Cartoon-Stil selbst sind aber geblieben – Gott sei Dank! Denn Perfektion kann man nun mal nicht besser machen. 

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Familie Feuerstein (1994)

Liebenswerte Anachronismen, Alltag-Abenteuer mit hohem Wiedererkennungswert (trotz Steinzeit-Setting), originelle Sets und natürlich all die ans Herz gewachsenen Figuren (und noch mehr!) aus der Originalserie dominieren auch die Verfilmung aus 1994. Besonders aus heutiger Sicht aber überrascht "Flintstones – Die Familie Feuerstein" mit einem großen Star-Aufgebot: Neben John Goodman (mehr als überzeugend als Fred Feuerstein) geben sich Rosie O'Donnell (Betty Geröllheimer), Liz Taylor (Freds Schwiegermutter Pearl Slaghoople), Kyle McClanahan (Freds Boss Cliff Vandercave) sowie eine junge Halle Berry als Cliffs Sekretärin die Steinzeit-Ehre.

Natürlich müssen sich Fred, Wilma, Barney und Betty im Kino ihren bis dahin größten Herausforderungen stellen: Überraschend (und mit Barneys Hilfe) wird Fred befördert. Er und seine Familie schwimmen nun im Geld, während die Geröllheimers von finanziellen Sorgen (und ihren gerade erst adoptierten Sohn Bamm-Bamm) geplagt werden. Das stellt die Freundschaft zwischen den Nachbarn natürlich gehörig auf die Probe. Dass Freds Boss Cliff sein eigenes Stein-Süppchen kocht, hilft da auch nicht gerade.

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Christopher Robin (2018)

"Christopher Robin" erzählt die Geschichte über den mittlerweile erwachsen gewordenen Christopher Robin (toll: Ewan McGregor), einst bester Freund von Winnie Puuh. In seinem Job höchst unglücklich, rückt die idyllische Kindheit, in der moralische Werte und Lebensfreude an erster Stelle standen, immer weiter in die Vergangenheit. Erst als Winnie mit seinen Freunden Ferkel, Tigger und I-Aah auftaucht, erinnert er den verbitterten Christopher daran, was im Leben wirklich zählt.

In seiner Prämisse (Suche nach dem inneren Kind und der verlorenen Jugend) erinnert der Film zwar stark an "Mary Poppins", aber noch mehr an die Original-Erzählungen des Honig-liebenden Bären, der mit seinen simplen, aber dafür klugen Weisheiten selbst hinter den dichtesten Regenwolken noch einen Funken Sonnenschein erspäht.

"Christopher Robin" ist eine nahezu perfekte Symbiose aus Animations- und Realfilm, bei der aber nicht die Technik, sondern tiefe Gefühle und moralische Botschaften im Vordergrund stehen. Der Film ist eine märchenhaft-berührende Parabel über Freundschaft, die Kinder unterhält und Erwachsene selbst eine Reise in ihre Kindheit unternehmen lässt.

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