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02/03/2021

So sehen eure Lieblings-Blockbuster ohne CGI-Effekte aus

Egal ob Marvel, Disney oder DC – Blockbuster ohne CGI-Effekte sind heute kaum vorstellbar.

von Oezguer Anil

Heutzutage ist es kaum vorstellbar, einen großen Blockbuster ohne CGI-Effekte umzusetzen. Auch wenn Regisseure wie Christopher Nolan noch immer dafür eintreten, so viel wie möglich außerhalb des Studios zu drehen, geht der Trend dennoch in eine andere Richtung. Die Animationen sind inzwischen so gut, dass man den Unterschied zwischen echten und animierten Effekten kaum noch erkennen kann.

Wir haben einen Blick hinter die Kulissen der Traumfabrik geworfen und zeigen euch, wie eure Lieblings-Blockbuster ohne CGI ausgesehen hätten.

Jurassic World

Als Steven Spielberg 1993 beschloss, "Jurassic Park" zu drehen, gab es CGI, wie wir es heute kennen, noch nicht. Der Regisseur war mit der damaligen Technologie unzufrieden und wandte sich nach zahlreichen gescheiterten Versuchen mit Stop-Motion-Animationen an Industrial Light and Magic (ILM), die damals an "Terminator 2" mitgearbeitet hatten. Während der Zusammenarbeit entstanden ikonische Bilder von zähnefletschenden Dinosauriern, die die Filmbranche revolutionierten.

Auch in "Jurassic World" hatten ILM ihre Finger im Spiel. Es wurden bereits vor den Dreharbeiten Plastikatrappen der Dinos gebaut, die dann anschließend animiert und in den Film eingesetzt wurden.

Planet der Affen

Mit dem Reboot von “Plant der Affen“ machte Weta Digital 2011 einen großen Schritt im Motion Capturing. Um die Affen so realistisch wie möglich aussehen zu lassen, wurde mit echten Darstellern gedreht, deren Performances anschließend in der Postproduktion mit Animationen erweitert wurden. Andy Serkis spielte den Protagonisten "Caesar" und galt lange als Kandidat für eine Oscar-Nominierung, doch die Academy ließ ihn abblitzen.

"Die Animationen sind wie Make-up, nur dass es in diesem Fall im Nachhinein aufgetragen wird“, so der britische Darsteller im Interview mit "Independent". Serkis ist inzwischen der erfahrenste Motion-Capture-Darsteller und schrieb mit seiner Darstellung von Gollum in "Der Herr der Ringe“ Filmgeschichte.

300: Rise of an Empire

Die Fortsetzung zu Zack Snyders "300“ spielt zwar vor, während und nach den Ereignissen des ersten Teils, kommt aber nicht ansatzweise an das Original heran. Auch wenn der erste Teil vor allem durch die physische Präsenz von Gerard Butler in Erinnerung blieb, war auch eine Menge CGI mit im Spiel. Auch in "300: Rise of an Empire“ wurde die Welt, in der sich die Charaktere bewegen, hauptsächlich im Computer animiert.

"Es ist erstaunlich, wie sich die Technologie in den letzten acht Jahren verändert hat. Man kann in der Postproduktion mittels CGI komplexe und glaubwürdige Welten kreieren. Die Tatsache, dass man einen Film, der im Wasser spielt, drehen kann, ohne einen einzigen Tropfen Wasser am Set zu haben, ist unglaublich“, sagte Regisseur Noam Murro in einem Interview mit "Forbes“. Das Team bediente sich einigen Techniken, die bereits für den Sci-Fi-Hit "Gravity“ verwendet wurden.

Das Dschungelbuch

Obwohl Jon Favreau bereits 2008 für "Iron Man" zahlreiche Computeranimationen verwendet hatte, stand er 2016 mit "Das Dschungelbuch" vor ganz neuen Herausforderungen. Die Technologie war inzwischen so weit fortgeschritten, dass man fotorealistische Tiere auf die Leinwand zaubern konnte.

"Das Dschungelbuch“ entstand komplett im Studio, ohne dabei ein einziges echtes Tier am Set zu haben. Der 12-jährige Star Neel Sethi interagierte mit Puppen und musste sich den wilden Dschungel vorstellen. "Jon (Favreau) schlüpfte manchmal selber in die Puppen, das hat es sehr viel einfacher gemacht“, sagte der junge Darsteller in einem "Independent"-Interview.

Elysium

Nachdem Neil Blomkamp 2009 mit "District 9" ein Sci-Fi-Meisterwerk kreierte, widmete er sich 2013 mit "Elysium“ seinem bisher ambitioniertestem Projekt. Mit dabei war wieder Peter Muyzers, der für alle Animationen im Film verantwortlich war. "Ich hatte mit Neil schon zuvor gearbeitet, deshalb konnten wir schon sehr früh mit den Vorbereitungen anfangen. 'Elysium' hatte dreimal soviel CGI-Einstellungen wie 'District 9'", sagte Muyzers im "Collider"-Interview.

Trotz der makellosen Computeranimationen und Matt Damon in der Hauptrolle war "Elysium“ ein großer Flop an den Kinokassen. Der Sci-Fi-Film kostete 110 Millionen Dollar und konnte nur 93 Millionen Dollar einspielen. Neil Blomkamp übernahm jedoch die Verantwortung für den Misserfolg. "Ich habe das Drehbuch versaut. Ich würde am liebsten zurückgehen und es wieder ausbessern. Ich habe einfach keinen guten Film gemacht“, sagte der südafrikanische Regisseur im Interview mit "Uproxx".

Man of Steel

Supermans Flugkünste haben bereits eine lange Tradition im Kino. Für "Man of Steel“ wollte sich Zack Snyder jedoch nicht an den bisherigen "Superman"-Filmen orientieren, sondern seinen eigenen Stil kreieren. "Zack hat zu uns gesagt, dass er den Flug-Szenen einen dokumentarischen-Touch verleihen und mit Handkameras arbeiten möchte. Er wollte keine Zeitlupe und wollte auch die Umwelt des Superhelden zur Geltung bringen“, sagte der CGI-Experte John DesJardin in einem Interview mit "The Verge“.

Henry Cavill wurde mit Gimbals und Seilen vor den Green Screen gelegt und den Rest erledigten die Helden hinter den Rechnern.

Mad Max: Fury Road

"Mad Max: Fury Road" war das größte Kino-Spektakel 2015. Auch wenn die Handlung äußerst banal ist und hauptsächlich aus einer langen Autoverfolgungsjagd besteht, schafft es George Miller, eine Atmosphäre zu kreieren, die das Publikum in seinen Bann zieht. "Im Zentrum von 'Mad Max' stehen Autos. Die Autos sind eine Metapher für Macht, und George hat verstanden, dass wenn eine fiktionale Welt nur aus wenigen Elementen besteht, man diese Elemente liebevoll umsetzen muss“, sagte Szenenbildner Colin Gibson während dem Making-Of des Films.

Die Verfolgungsjagd wurde tatsächlich gedreht und anschließend mit CGI-Effekten erweitert. Insgesamt wurden zweitausend Einstellungen des Filmes im Computer animiert. Der Blockbuster war sowohl künstlerisch als auch kommerziell ein riesiger Erfolg, weshalb Miller bereits an einer Fortsetzung arbeitet.

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