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06/24/2019

Superhelden-Serien: Tops & Flops auf Netflix und Amazon Prime

Wir haben uns einen Überblick über Superhelden-Serien verschafft, die bei Streaming-Anbietern wie Netflix und Amazon verfügbar sind.

Superhelden erfreuen sich nicht nur im Kino seit Jahren großer Beliebtheit. Auch Superhelden-Serien liegen voll im Trend – und es ist kein Ende in Sicht!

Im Gegenteil: Marvel und DC entwickeln am laufenden Band neue Superhelden-Serien für die eigenen Streaming-Plattformen, die deren Mutterkonzerne Disney und Warner Bros. planen:

DC hat für den Streaming-Service DC Universe bereits drei eigene Serien produziert: "Titans", "Doom Patrol" und "Swamp Thing", wobei letztere trotz guter Kritiken bereits nach der ersten Staffel wieder eingestellt wurde. Außerdem hat DC auch noch eine Reihe von "ArrowVerse"-Serien beim US-Sender The CW im Rennen: Die letzte Staffel der namensgebenden Serie "Arrow" wird zwar im Herbst ausgestrahlt, aber mit der ersten Staffel von "Batwoman" ist auch für Nachschub gesorgt.

Marvel hat für den gegen Jahresende startenden Streaming-Service Disney+ bereits eine eigene Serie für Loki bestätigt. Weitere Serien für Falcon und Winter Soldier sowie Vision und Scarlet Witch sind geplant.

Aber auch Netflix, Amazon Prime und der US-Sender HBO, dessen Serien hierzulande meist bei Sky zu sehen sind, denken nicht daran, das Superhelden-Genre den beiden großen Comic-Verlagen zu überlassen:

Netflix hat sich die Filmrechte von Dark Horse Comics gesichert und mit "The Umbrella Academy" bereits eine erste Superhelden-Serie für die Zeit nach Marvel abgeliefert.

Amazon Prime startet am 26. Juli die ultra-brutale Superhelden-Serie "The Boys" und hat außerdem hierzulande die Marvel-Serie "Cloak & Dagger" im Programm.

Sogar "Game of Thrones"-Sender HBO startet im Herbst 2019 mit der Serien-Version des Kultcomics "Watchmen", die ebenso wie "The Boys" eher auf ein erwachsenes Publikum zielt. Es ist zu erwarten, dass die Serie hierzulande bei Sky zu sehen sein wird.

 

Superhelden-Serien bei Netflix & Co im Überblick

Angesichts des anhaltenden Trends zu Superhelden-Serien haben wir uns einen Überblick verschafft, welche Serien bei Netflix und Amazon Prime zurzeit verfügbar sind. Dabei haben wir uns gegen eine alphabetische Reihenfolge entschieden. Wir reihen die Serien-Angebote – aus unserer Sicht – von der besten zur schlechtesten Serie.

Selbstverständlich spielen bei so einem Ranking immer auch subjektive Kriterien des Betrachters eine Rolle. Wir haben auch nicht alle Serien durchgehend geschaut, aber bei allen reingeschaut und uns eine Meinung gebildet. Unsere (subjektive) Meinung stellen wir kurz dar und hoffen, euch damit nützliche Tipps oder Hinweise zu den jeweiligen Serien bieten zu können.

Und los geht's …

 

ALLE SUPERHELDEN-SERIEN IM FILM.AT-RANKING

 

Daredevil bei Netflixeingestellt

1. DAREDEVIL (3 Staffeln)

Die erste Marvel-Serie von Netflix hat bei ihrem Start ordentlich Staub aufgewirbelt: Endlich eine düstere Superhelden-Serie für Erwachsene. Tatsächlich ist "Daredevil" ganz nah dran an dem düsteren Bild, das Frank Miller von dem Marvel-Helden gezeichnet hat. Im Gegensatz zu "Jessica Jones" hält die Netflix-Serie auch drei Staffeln lang das hohe Niveau und bietet anders als "Luke Cage" zwischen Charakterstudien auch die notwendige Action.

"Daredevil" ist bei Netflix zu sehen.

 

2. TITANS (1 Staffel)

"Titans" hat uns in der ersten Staffel durch die gute Charakterentwicklung und spannende Zusammenführung des Teams überzeugt – obwohl wir sehr skeptisch waren! Denn Produzent ist Greg Berlanti, der neben "Riverdale" auch die weichgespülten Fashion-Superhelden der DC-Serien "Arrow", "The Flash" und "Supergirl" für den US-Sender The CW produziert. Wir sind keine Freunde dieser sogenannten "ArrowVerse"-Serien. Doch bei "Titans" gibt es zwar gewisse Parallelen (durchgestylte Charaktere wie aus einem Fashion-Magazin), aber bei der Handlung sind die Seifenoper-Elemente deutlich reduziert. Im Gegenzug wird Gewalt und Sex expliziter dargestellt.

"Titans" ist hierzulande bei Netflix zu sehen.

 

3. SMALLVILLE (10 Staffeln)

"Smallville" erzählt die Geschichte des jugendlichen Clark Kent. Zehn Staffeln dauert es bis aus dem Teenager der populäre Superheld der Großstadt Metropolis wird. Wir lernen nicht nur seine Jugendliebe Lana Lang und seinen späteren Erzfeind und damaligen Freund Lex Luthor kennen, sondern auch eine Reihe anderer Charaktere aus dem DC-Universum.

"Smallville" lief von 2001 bis 2011 und hatte bereits alles, was die "ArrowVerse"-Serien von "The CW" später so erfolgreich reproduziert haben: Teenie-Dramen im Seifenoper-Stil, durchgestylte Charaktere wie aus einem Fashion-Magazin, haarsträubende Plot-Twists. Nicht zu vergessen: Türen ohne Schlösser, so dass jeder mit maximaler dramatischer Wirkung beim anderen hineinplatzen konnte. Es war wie "Dawson's Creek" mit Superhelden-Action.

Das dachte sich wohl auch "Dawson's Creek"-Produzent Greg Berlanti. Schon im Jahr nach der letzten "Smallville"-Staffel startete bei The CW die Serie "Arrow", eine auf düster gemachte Kopie von "Smallville". Seitdem hat Berlanti das "ArrwoVerse" erfolgreich ausgebaut. Die Vorlage für diesen Erfolg war jedoch zweifelsfrei "Smallville".

"Smallville" ist bei Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime Abo enthalten.

 

Die 20 Top-Serien des Jahres 2018 und 5 Flops

4. JESSICA JONES (3 Staffeln)

Die erste Staffel von "Jessica Jones" ist vielleicht sogar die beste Superhelden-Serie überhaupt. Zebediah Killgrave ist nicht nur ein wahrlich furchteinflößender Bösewicht. Auch die großartige Beziehung des Schurken mit der Heldin sucht ihresgleichen. Leider konnten die beiden folgenden Staffeln das hohe Niveau bei Charakterentwicklung, Spannung und Action nicht halten. Die zweite Staffel glänzte vor allem mit aufgesetzten #MeToo-Verweisen und einer langatmigen Handlung. Auch die dritte Staffel kam nicht mehr an die coole Film-Noir-Atmosphäre der Anfänge heran.

"Jessica Jones" ist bei Netflix zu sehen.

 

Die 20 Top-Serien des Jahres 2018 und 5 Flops

5. CLOAK & DAGGER (2 Staffeln)

Die Marvel-Serie überzeugt nicht nur mit einer guten Story mit Crime-Elementen, sondern auch mit einer guten Besetzung und soliden Entwicklung der beiden Hauptcharaktere Tandy Bowen alias Dagger (Olivia Holt) und Tyrone Johnson alias Cloak (Aubrey Joseph). Die jugendlichen Helden müssen ihre Superkräfte erst kennenlernen und zueinanderfinden. Die Crime-Handlung geht erst nach und nach in Superhelden-Action über.

"Cloak & Dagger" ist hierzulande bei Amazon Prime zu sehen.

 

6. THE UMBRELLA ACADEMY (1 Staffel)

Bei "The Umbrella Academy" muss man geduldig sein. Am Anfang glänzt die neue Superhelden-Serie von Netflix eher mit dem Retro-Design und der visuellen Detailverliebtheit, weniger mit Spannung oder Action. Das ändert sich erst in der Mitte der zehnteiligen Staffel. Dann nimmt die Serie aber deutlich an Fahrt auf und endet mit einem interessanten Cliffhanger.

"The Umbrella Academy" ist bei Netflix zu sehen.

 

7. THE PUNISHER (2 Staffel)

"The Punisher" ist – ähnlich wie "Daredevil" – sehr nahe an der Atmosphäre der Comic-Vorlage. So stellen sich Comic-Fans eine TV-Umsetzung ihres Helden vor. Allerdings fühlt sich die TV-Serie eher wie ein Kriegsveteranen-Drama an, weniger wie eine Superhelden-Serie. Das passt aber auch irgendwie: Der "Punisher" besitzt ja, wie auch "Batman", keine Superkräfte und ist damit ja auch kein echter Superheld.

"The Punisher" ist bei Netflix zu sehen.

 

8. SUPERMAN: DIE ABENTEUER VON LOIS & CLARK (4 Staffeln)

Die wohl erfolgreichste Superhelden-Serie der 90er-Jahre war eine romantische Komödie im Serienformat: Es ging hauptsächlich um die Frage, ob und wann Lois Lane (Teri Hatcher) und Superman (Dean Cain), ein Softie mit Dackelblick, endlich ein Paar werden. 1995 war angeblich ein Foto von Teri Hatcher, in das rote Cape von Superman gewickelt, das am meisten im Internet geladene Bild. Doch kaum waren Lois und Clark (nach drei Staffeln) ein Paar war auch schon die Luft raus aus der Serie.

"Superman: Die Abenteuer von Lois & Clark" ist auf Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

Offizieller Full-Trailer: Luke Cage, Staffel 2

9. LUKE CAGE (2 Staffeln)

Der Soundtrack und der gesamte Look & Feel der Serie sind eine beeindruckende Reminiszenz an Blaxploitation-Filme der 1970er-Jahre und an die Afro-Amerikanische Kultur rund um Funk, Soul, R’n’B und Hip-Hop. Der Held und die Schurken werden auch gut porträtiert. Aber das Gleichgewicht zwischen stilsicherer Charakterisierung und handlungstreibender Action läuft bei dieser Serie ziemlich aus dem Ruder. "Luke Cage" ist zwar visuell und atmosphärisch beeindruckend, aber letztendlich auch ziemlich langatmig.

"Luke Cage" ist bei Netflix zu sehen.

 

10. THE TICK (2 Staffeln)

"The Tick" ist eine durchgeknallte Genre-Parodie. Der titelgebende und leicht unterbelichtete Superheld (Peter Serafinowicz) will die Stadt vor dem Superschurken The Terror beschützen. Den Buchhalter Arthur (Griffin Newman) hat er sich dafür als Sidekick ausgesucht. Tatsächlich entwickelt sich aber eher der superkraftlose Normalo dank eines Hightech-Anzuges zum wahren Helden der Comedy-Serie.

"The Tick" ist bei Amazon Prime zu sehen.

 

11. BLACK LIGHTNING (2 Staffeln)

"Black Lightning" ist das politisch korrekte und familientaugliche DC-Pendant zum afro-amerikanischen Marvel-Superhelden "Luke Cage". Im Gegensatz zum authentischen Stil von "Luke Cage" wirkt die Serie wie alle "ArrowVerse"-Serien von Greg Berlanti wie aus einem IKEA-Katalog entsprungen. Aber das gleicht die Serie mit ausreichend Action wieder aus. Daher ist "Black Lightning" aus unserer Sicht die beste "ArrowVerse"-Serie – obwohl ja nicht einmal sicher ist, ob es sich hier um das "ArrowVerse" handelt.

"Black Lightning" ist hierzulande bei Netflix zu sehen.

 

12. LEGENDS OF TOMORROW (4 Staffeln)

"Legends of Tomorrow" hat sich zu einer knallbunten Trash-Serie entwickelt. Aber anders als etwa bei "Gotham" sind die verrückten Plots hier eine Stärke. Da Zeitreise ein ganz zentrales Element der Serie ist, kann man bei vielen absurden Handlungssträngen ein Auge zudrücken. Trotzdem sollte man eine hohe Trash-Toleranz haben, um bei den teilweise völlig verrückten Handlungsverläufen mithalten zu können.

Drei (von bisher vier) Staffeln "Legends of Tomorrow" sind hierzulande bei Amazon Prime zu sehen.

 

13. LEGION (3 Staffeln)

"Legion" fühlt sich wie ein Psychotrip und nicht wie eine Superhelden-Serie an. Das könnte ja durchaus interessant sein. Die Idee, dass die die Superkräfte von David Haller (Dan Stevens) jeweils von unterschiedlichen schizophrenen Persönlichkeiten kontrolliert werden, ist auf jeden Fall faszinierend. Zudem ist die Serie hochkarätig besetzt und eindrucksvoll umgesetzt. Aber die Serie entwickelt letztendlich nicht genug Zugkraft, um sich wirklich die Mühe zu machen, der teilweise verworrenen und oft ziellos wirkenden Handlung zu folgen.

Zwei (von insgesamt drei) Staffeln von "Legion" sind bei Amazon Prime zu sehen. Die dritte und letzte Staffel erscheint hierzulande am 3. Juli 2019 bei Sky.

 

14. AGENTS OF SHIELD (6 Staffeln)

Totgesagte leben länger: Die erste Staffel von "Agents of SHIELD" war ziemlich unspektakulär, um nicht zu sagen langweilig. Trotzdem wurde die Marvel-Serie nun schon um eine siebente Staffel verlängert. Das liegt wohl daran, dass sich die Serie vor dem Hintergrund des Marvel Cinematic Universe (MCU) auf eine große Fan-Community stützen kann. Außerdem hat der Disney-Sender ABC beständig an der Verbesserung der Serie gearbeitet.

Vier (von bisher sechs) Staffeln von "Agents of SHIELD" sind bei Amazon Prime zu sehen und bald - ab 5. Juli 2019 - auch im Prime-Abo enthalten.

 

15. THE FLASH (5 Staffeln)

"Mein Name ist Barry Allen" … und mit diesem Einstieg ist auch schon klar, dass es sich um eine "ArrowVerse"-Serie des Produzenten Greg Berlanti handelt. Diese Serien spielen im gleichen DC-Multiversum. Darüber hinaus sind sie aber auch alle nach dem gleichen Muster gestrickt: Superhelden im Stil einer Teenie-Soap. "The Flash" ist inzwischen sogar populärer als die namensgebende erste Serie "Arrow". Im Mittelpunkt der Serie steht der Gerichtsmediziner Barry Allen, der zum Superhelden "The Flash" wird. Wir können den immer gleichen "ArrowVerse"-Serien nur wenig abgewinnen, aber das ist wohl eine Geschmacksfrage.

"The Flash" ist bei Amazon Prime zu sehen, wobei nur die fünfte Staffel nicht im Prime-Abo enthalten ist. Staffel 6 startet beim US-Sender The CW im Herbst 2019.

 

16. GOTHAM (5 Staffeln)

"Gotham" hat sich sehr schräg entwickelt: In der ersten Staffel war es eher ein Action-Crime-Drama mit einem starken Fokus auf vier Charakteren: James Gordon und der junge Bruce Wayne auf der guten Seite sowie der Pinguin und The Riddler auf der Schurkenseite. Das hätte interessant werden können. Doch dann flippte die Serie vollkommen aus. Die "Batman-Serie ohne Batman" ist zu einer durchgeknallten Freakshow verkommen, die sich durch die gesamte Schurkengalerie des dunklen Ritters arbeitete. Das kann man mögen, ist aber beim knallbunten "Legends of Tomorrow" wesentlich besser umgesetzt und in der düsteren Welt von Batman eher verzichtbar. Uns wäre jedenfalls der Fokus auf den vier genannten Charakteren aus der ersten Staffel lieber gewesen.

Vier (der insgesamt fünf) Staffeln von "Gotham" sind hierzulande bei Netflix zu sehen.

 

17. MARVEL'S RUNAWAYS (2 Staffeln)

Noch ein Teenie-Superheldenserie. Diesmal allerdings auf Basis einer sehr kultigen Comic-Vorlage. Die Erwartungen waren dementsprechend hoch – und wurden leider (zumindest in der ersten Staffel) weitgehend enttäuscht. Die Serie kommt nur langsam in Fahrt. Bei dieser Geschichte dreht sich – wie der Titel vermuten lässt – alles darum, dass sechs Teenie-Superhelden von zuhause ausreißen, weil sie entdecken, dass ihre Eltern Superschurken sind. Im Comic stehen die Kids im Mittelpunkt und sie brennen auch bald durch. In der TV-Serie stehlen ihnen die Eltern immer wieder unnötigerweise die Show und erst ganz am Ende der ersten Staffel reißen die Kids endlich aus.

Die erste Staffel von "Marvel's Runaways" ist bei Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

18. KRYPTON (1 Staffel)

"Krypton" rollt die Familiengeschichte von Superman auf seinem Heimatplaneten Krypton auf. Sein Großvater Seg-El ist in Ungnade gefallen und will den Ruf der Hauses El wiederherstellen. Natürlich kennen wir das tragische Schicksal des Planeten, was zusätzlich für Spannung sorgt. Die Serie des US-Senders Syfy hat einige Ähnlichkeiten mit den "ArrowVerse"-Serien des Senders "The CW". Doch scheint "Krypton" eher in Richtung eines stylischen Space-Adventures zu gehen. Ähnlich wie bei "Legends of Tomorrow" kommt auch hier Zeitreise ins Spiel.

Die erste Staffel von "Krypton" ist bei Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

19. ARROW (7 Staffeln)

Das Intro "Mein Name ist …" ist nicht die einzige generische Übereinstimmung, die sich in allen von Greg Berlanti für den US-Sender "The CW" produzierten DC-Serien wiederholt. Die Geschichte von Oliver Queen, der als düsterer Bogenschütze "Arrow" Verbrecher jagt, war jedoch die erste von mehreren Superhelden-Serien, die Berlanti später nach immer gleichem Muster vom Stapel ließ. Das Erfolgskonzept basiert eigentlich auf der Vorgängershow "Smallville", die jedoch nicht von Berlanti stammt.

Wesentliches Merkmal aller "ArrowVerse"-Serien: platte Charaktere im Stil von Teenie-Serien, flache Handlung mit starken Seifenoper-Elementen, Look & Feel einer Fashion-Zeitschrift mit wechselndem Ambiente von düster ("Arrow") bis knallbunt ("Legends of Tomorrow"). Superhelden-Serien für Freunde der Seifenoper und der Telenovela.

Fünf der bisher sieben Staffeln von "Arrow" sind hierzulande bei Netflix zu sehen. Die achte und letzte Staffel startet im Herbst beim US-Sender "The CW".

 

20. HEROES (4 Staffeln)

In "Heroes" entdecken mehrere Menschen unabhängig voneinander ihre übernatürlichen Fähigkeiten. Die erste Staffel wurde nicht nur von Kritikern gefeiert, sondern löste – ähnlich wie "Lost" – sogar einen Serien-Hype aus. Doch schon in der zweiten Staffel ging der Mystery-Serie ein wenig die Luft aus. In der dritten und vierten Staffel kippte "Heroes" dann in eine düstere Atmosphäre, die Kritiker ebenso wie Fans endgültig vergraulte.

"Heroes" ist bei Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

21. SUPERGIRL (4 Staffeln)

"Mein Name ist Kara Zor-El" … die jugendliche Cousine von "Supergirl" steht im Mittelpunkt dieser Serie des US-Senders "The CW", die wie "Arrow", "The Flash" und "Legends of Tomorrow" zu den von Greg Berlanti produzierten "ArrowVerse"-Serien zählt. Dementsprechend hoch ist auch der Seifenoper- und Teenie-Trash-Faktor.

Drei Staffeln von "Supergirl" sind bei Netflix zu sehen. Alle vier bisherigen Staffeln sind hierzulande auch bei Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

22. POWERS (2 Staffeln)

Im Mittelpunkt von "Powers" steht der Detektiv Christian Walker (Sharlto Copley), der früher Superkräfte besaß. Er klärt Mordfälle auf, bei denen vermutet wird, dass sie im Zusammenhang mit Superkräften stehen. Die TV-Serie auf Basis der gleichnamigen Comic-Vorlage von Brian Michael Bendis wurde nach zwei Staffeln eingestellt.

"Powers" ist bei Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

23. AGENT CARTER (2 Staffeln)

"Peggy" Carter, die Freundin von Steve Rogers alias Captain America, ist die titelgebende Hauptfigur dieser Marvel-Serie. Die Handlung beginnt im Jahr 1946, ein Jahr nach dem Kinofilm "Captain America: The First Avenger". Steve Rogers gilt als tot. Peggy Carter arbeitet für die geheime Organisation SSR (Strategic Scientific Reserve), aber auch für Howard Stark, den Vater von Tony Stark alias Iron Man. Unterstützt wird sie bei ihren Missionen von Edwin Jarvis, dem Butler der Familie Stark.

"Agent Carter" ist bei Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

24. IRON FIST (2 Staffeln)

"Iron Fist" ist zwar schön anzuschauen, aber sowohl von der Charakterentwicklung als auch vom Plot her eine herbe Enttäuschung. Der der größte Martial-Arts-Kämpfer im Marvel-Universum läuft als adoleszenter Held mit einem riesigen Vater-Komplex planlos durch New York und verprügelt Schurken auf Schulhofniveau. Epic Fail!

"Iron Fist" ist bei Netflix zu sehen.

 

25. THE DEFENDERS (1 Staffel)

Die "Defenders" sind das Street-Level-Pendant der"Avengers". Genau wie im Kino hätte das Team-Up von Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und Iron Fist der fulminante Höhepunkt der Vorgängerserien sein können. Doch leider ist "Defenders" einfach nur eine schlechte Fortsetzung von "Iron Fist" geworden: Die erzählerischen Irrwege, die in "Iron Fist" eingeschlagen wurden, werden hier weitergeführt statt ausgebügelt – ein erneuter Fail und daher ein wesentlicher Grund für unsere schlechte Bewertung.

"The Defenders" ist bei Netflix zu sehen.

 

26. THE GIFTED (2 Staffeln)

"The Gifted" ist eine Marvel-Serie, die im X-Men-Universum spielt, allerdings unabhängig von den Kinofilmen. Mutanten geraten ins Visier der US-Regierung. Eine Familie, deren Kinder Superkräfte entwickeln, ist daher gezwungen unterzutauchen. Im Untergrund schließt sich die Familie einer Widerstandsbewegung an. Mit dem dominanten Thema der Toleranz gegenüber Minderheiten und Andersartigkeit ist die TV-Serie sehr nah an der Comic-Vorlage. Doch trotz guter Momente, bleibt die Serie eher flach und driftet immer wieder in den Kitsch ab. Die Serie wurde nach zwei Staffeln eingestellt.

Die erste Staffel von "The Gifted" ist bei Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

27. INHUMANS (1 Staffel)

Diese Marvel-Serie sollte ganz groß herauskommen. Wie bei "Game of Thrones" wurden die ersten beiden Episoden vor der TV-Premiere in IMAX-Kinos gespielt. Aber die Charaktere waren zu platt und auch das gesamte Setting der Serie zu langweilig. "Inhumans" kam weder bei Kritikern noch beim Publikum gut an und verschwand nach einer Staffel schnell wieder von den Bildschirmen.

"Inhumans" ist bei Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.