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05/24/2022

Tom Cruise: Das sind seine 10 besten Filme

Der Mega-Star weist erstaunlich wenige Flops in seiner Filmographie auf. Egal ob Charakterdrama oder Actionkracher: Cruise hat's drauf.

von Manuel Simbürger

Es gibt Promis, die haben zweifelsohne Ausstrahlung und erregen Aufmerksamkeit. Und dann aber gibt es auch echte Stars wie beispielsweise Tom Cruise, die die Welt im Griff zu haben scheinen und die die Traumfabrik Hollywood mit all ihrem Glamour, Glanz und Gossip so sehr verinnerlichen und verkörpern wie kaum jemand anderer. In Cannes wurde Cruise 2022 mit der "Goldenen Ehrenpalme" geehrt.

Ja, Cruise mag privat nicht der einfachste Zeitgenosse sein, quatscht gern über Scientology, seine persönliche Erleuchtung und wie man im Leben Erfolg hat. Zugegeben, wenn über letzteres (und okay, auch erstes) jemand reden kann, dann Cruise, denn der 59-Jährige gehört seit den 80er-Jahren zu den Big Playern Hollywoods und ist einer der einflussreichsten Entertainer der Welt.

Unter JournalistInnen und KollegInnen gilt er als extrem professionell und fair, aber auch als Perfektionist, der streng zu anderen und auch zu sich selbst ist: Für seine Filme gibt Cruise alles, selbst die gefährlichsten Stunts absolviert er selbst, auch mit fast 60 Jahren noch. Und man nimmt ihm jede Rolle problemlos ab, was wahrscheinlich auch seinem Ehrgeiz geschuldet ist. Genauso, dass sich in seiner Filmographie erstaunlich wenig Flops finden.

Ja, Cruise polarisiert, aber Hollywood wäre nicht dasselbe ohne ihn.

Das sind die 10 besten Filme mit Tom Cruise:

Rain Man (1988)

Yuppie Charlie (Cruise) erfährt nach dem Tod seines Vaters, dass er einen autistischen Bruder namens Raymond (Dustin Hoffman) hat. Raymond bekommt drei Millionen US-Dollar des Erbes, Charlie selbst wird mit einem 49er Buick abgespeist. Er fühlt sich betrogen, weshalb er kurzerhand Raymond, der ein mathematisches Genie ist, aus dem Heim für psychisch Kranke entführt ...

Mit eleganter Erhabenheit, herzerwärmendem Humor und anhand zwei großartiger Hauptdarsteller stellt "Rain Man" die mutige Frage, wer das Leben mehr genießt und welcher der beiden Brüder mehr von und in sich selbst gefangen ist: der autistische Raymond oder der egozentrische, verbissene Charlie. Eine zärtliche Parabel über Menschlichkeit und Liebe.

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Minority Report (2002)

Im Washington, D.C., des Jahres 2054 gibt es keine Morde mehr. Mörder werden gefasst, bevor sie ihr Verbrechen begehen können. Dafür sorgt Pre-Crime, eine Elite-Einheit der Polizei, die die Visionen der Pre-Cogs, drei Wesen mit hellseherischen Fähigkeiten, auswertet und zur Tat schreitet. Das System ist perfekt.

Und John Anderton (Cruise) ist sein perfekter Chef: Seit einem tragischen Verlust sechs Jahre zuvor widmet er sein Leben mit vollkommener Leidenschaft der Verbrecherjagd. Es gibt keinen Grund für ihn, am System zu zweifeln – bis er in einer Vision selbst als Mörder zu sehen ist. 36 Stunden bleiben ihm bis zu dem Verbrechen ...

Der Thriller von Steven Spielberg regt zum Nachdenken an, geht auch optisch unter die Haut und ist ein packendes Gedankenspiel, das kontinuierlich an Spannung zunimmt. Großes Sci-Fi-Kino mit gesellschaftskritischen Tönen.

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Eine Frage der Ehre (1992)

Der Tod eines Gefreiten auf einem US-Marinestützpunkt weitet sich zu einem Skandal aus, in den vor allem ein überheblicher Offizier verwickelt ist. Cruise als frischgebackener Anwalt Daniel Kaffee findet sich plötzlich in einer weitverzweigten Verschwörung wieder und muss sich die Frage stellen, was übrig bleibt, wenn alles, an das man geglaubt hat, sich als Lüge herausstellt.

Erfrischend altmodisch inszeniert und ein hochkarätiges Ensemble (neben Cruise: Jack Nicholson und Demi Moore), das sich gegenseitig in schauspielerische Höhen treibt. Das Drehbuch stammt von Aaron Sorkin, dementsprechend tiefgreifend sind auch die Dialoge. 

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Edge of Tomorrow (2014)

Tom Cruise ist immer dann am besten, wenn er sich mit dem Überbösen anlegt, sich von irgendwo hoch oben runterstürzt und dabei grinsend sein Zahnpasta-Lächeln zeigt. Machohaftigkeit par excellence, aber manchmal funktioniert das halt wunderbar, wie in diesem Sci-Fi-Spekaktel zum Beispiel, in dem Cruise gegen Aliens antritt, die die Zeit kontrollieren und manipulieren können.

Er gerät in eine Zeitschleife, bekommt aber Hilfe von Emily Blunt. Das ist gut. Was blöd ist: Cruise muss jedes Mal erneut sterben, um der ewigen Wiederholung zu entkommen. Das ist actionreich, bildgewaltig und manchmal sogar wirklich lustig.

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Mission: Impossible – Fallout (2018)

Eigentlich ist der erste Teil des erfolgreichen Actionfilm-Franchises genauso gut wie der sechste, aber wir haben uns dann doch für "Fallout" entschieden. Wie Cruise und Regisseur Christopher McQuarrie es schaffen, der Reihe nach all den Jahren noch eins draufzusetzen und einen der besten Actionkracher der vergangenen Jahre abzuliefern, ist bemerkenswert.

Das Tempo des Films ist atemberaubend, die Stunts (von Cruise natürlich selbst durchgeführt) ebenso, der Stil ist hochmodern, aber niemals leblos. Im Gegenteil: "Mission: Impossible – Fallout" ist von der ersten Sekunde an einnehmend und spannend bis an die Schmerzgrenze. Zum Luftholen kommt man hier nicht!

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Jerry Maguire – Spiel des Lebens (1996)

Cruise als smarter Sportagent Jerry Maguire muss erkennen, dass Geld und Erfolg nicht alles im Leben sind – obwohl er das sehr lange dachte. Obwohl – oder gerade weil – Maguire eine steile Karriere hingelegt hat, kann er das eiskalte Profisport-Geschäft eines Tages nicht mehr ertragen.  Er plädiert für einen menschlicheren Umgang – und prompt folgt die Kündigung. Nur die junge Kollegin Dorothy (Renée Zellweger) setzt voll auf Jerrys Ideale. Mit dem Footballer Rod Tydwell (Cuba Gooding jr.) als einzig treu gebliebenem Klienten wagen sie gemeinsam einen Neustart. 

Der unwiderstehliche Mix aus Komödie, Liebesfilm und Sportdrama ist charmant und eine einfühlsame Sinnsuche darüber, was im Leben wirklich wichtig ist. "Jerry Maguire" ist jener Film mit Tom Cruise, der am öftesten zitiert wird, einige der Dialoge sind legendär und gingen in den Sprachgebrauch ein. Cruise selbst gewann für seine Rolle seinen zweiten Golden Globe und wurde für den Oscar nominiert.

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Collateral (2004)

Auch als Auftragskiller muss man schauen, wie man zur Arbeit kommt. Also nimmt sich Vincent (Cruise) kurzerhand ein Taxi, die es in Los Angeles ja zuhauf gibt. Der Fahrer ist Max (Jamie Foxx), ein erfolgloser Drehbuchautor. Vincent entpuppt sich auch sofort als Fahrgast der besonderen Art, gibt sich als gnadenloser Killer zu erkennen und zwingt Max, ihn von Auftrag zu Auftrag (oder besser: Tatort zu Tatort) zu chauffieren. Eine Taxifahrt auf Leben und Tod beginnt ...

Dieses bewusst unausgeglichene Psychoduell der beiden Protagonisten strapaziert das Nervenkostüm von der ersten Sekunde an und besticht durch einen Mix aus Psychothriller und Actionknaller. Zudem weiß "Collateral" auch visuell zu überzeugen.

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Magnolia (1999)

24 Stunden in L.A. Neun Menschen. Neun Schicksale. Wie ein Spinnennetz sind alle miteinander verwoben. Und ein gewaltiger Sturm an Gefühlen bricht über sie herein. Wie bei Frank T.J. Mackay (Cruise): Ist es Zufall, dass der charismatische Sex-Prediger gerade heute, nach so vielen Jahren, seinen Vater wiedersieht? Seine verhasste Kindheit kommt wieder hoch, und dennoch wurde er genau wie sein Vater, der erfolgreiche TV-Produzent Earl Partridge, ein Star im Medienrummel ...

Das superb inszenierte und dargestellte Gesellschaftsporträt von Paul Thomas Anderson stellt das Leben selbst in den Mittelpunkt ist und scharfzüngig und zutiefst berührend gleichzeitig, aber niemals kitschig. Auch die zum Teil poetische Optik trägt zum kathartischen Erlebnis bei, das unweigerlich beim Schauen des Films auftritt. Es sind ganz große Fragen, die "Magnolia" dem Publikum stellt.

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Eyes Wide Shut (1999)

Ende der Neunziger waren Tom Cruise und Nicole Kidman, man kann es irgendwie gar nicht mehr glauben, eines der angesagtesten Traumpaare Hollywoods. In Stanley Kubricks Erotik-Drama (es ist der letzte vollendete Film des Kult-Regisseurs und eine moderne Verfilmung von Arthur Schnitzlers "Die Traumnovelle") geben die beiden ein Ehepaar, das sich in erotische Fantasien verstrickt, dekadente Kostümball-Orgien inklusive. 

Der reale Hintergrund der beiden Stars macht die gemeinsamen Sexszenen natürlich noch prickelnder, doch noch faszinierender ist die gesamte Verpackung: Erotische Träumerei wird hier zum Stilmittel, verführerisch inszeniert mit der Seele eines Poeten. 

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"Top Gun: Maverick" (2022)

Der erste Teil hat es knapp nicht in unsere Liste geschafft, dafür die Fortsetzung, in der Cruise ganze 36 Jahre später erneut als draufgängerischer Kampfpilot Maverick zu sehen ist. Maverick arbeitet inzwischen als Fluglehrer, ein Rebell ist er aber nach wie vor.

Zwar erst angelaufen, gilt der Film trotzdem schon jetzt als eines der ganz großen Highlights von Cruises Karriere. Zwar betätigt der Star kräftig den Nostalgie-Hebel, aber "Top Gun: Maverick" ist auch ohne die sentimentale Verherrlichung des Vergangenen ein Actionfuriosi, der sowohl auf optischer (die Flugszenen sind spektakulär) als auch emotionaler Ebene mehr als überzeugt. Dass der Film ein Herzensprojekt von Cruise war, sieht man ihm bis in den kleinsten Szenenwinkel an. Manchmal machen Fortsetzungen eben doch Sinn.

Ist derzeit in unseren Kinos zu sehen. Hier geht's zu den Spielzeiten!

 


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